Bester Klang in der Videokonferenz: Ein paar Tipps

Wie erhaltet ihr den besten Klang in der Videokonferenz? Dazu müsst ihr nur ein paar Dinge beachten.

Bester Klang in der Videokonferenz: Ein paar Tipps

Seit einem Jahr arbeite ich ausschließlich vom Homeoffice aus. Das hat meine Einstellung zu Videokonferenzen grundlegend geändert. Und zu Kameras und Mikrofonen. Ich habe mich schon fast daran gewöhnt, von unten in die Nasenlöcher meines Gegenübers schauen zu müssen, aber an schlechten Klang gewöhne ich mich nur sehr schwer.

Dabei ist es ganz einfach, besser rüberzukommen. Den Laptop stellt ihr am besten mit Hilfe eines Laptop-Ständers so auf, dass sich dessen Kamera ungefähr auf Höhe eurer Augen befindet. Und der Klang? Da könnte ein externes Mikrofon die Lösung sein.

Verwendet für besten Klang nicht das integrierte Mikrofon

Das eingebaute Mikrofon von Laptops ist ebenso wie die integrierten Lautsprecher – in aller Regel nur ein Notbehelf. Gut, dass beide vorhanden sind. Aber in Sachen Klang nicht eben optimal. Mit einem Headset oder externen Lautsprechern und externem Mikrofon seid ihr besser dran. Ich habe im Folgenden einige Klangproben angehängt, bei denen ihr die Unterschiede hören könnt. Am besten natürlich mit Kopfhörern.

Welches hat den besten Klang? Verschiedene Mikrofone mit Klangproben

Die folgenden Klangproben sollen euch zeigen, welchen Unterschied ein Mikrofon machen kann. Ich habe alle Aufnahmen am gleichen Ort und in der gleichen Aufnahmesituation gemacht.

Mikrofon Webcam Logitech Brio

So klingt das Mikrofon, das in Logitechs Webcam Brio eingebaut ist. Es ist zwar praktisch, dass ihr kein Extra-Mikrofon benötigt. Für meinen Geschmack hört man aber zu viel Raum, weil ich eben eine gute Armlänge von der Kamera und damit auch vom Mikrofon entfernt sitze.

Logitec Zone Wireless Headset

Ein Headset wie das Logitech bringt euch die Stimme eurer Gesprächspartner direkt auf die Ohren. Dadurch versteht ihr sie besser als über Lautsprecher. Und das Mikrofon eures Headsets ist nah am Mund. Beides sehr positiv.

Aber ein Headset hat auch Nachteile. So unterdrückt das Logitech von Haus aus Hintergrundgeräusche. Das ist zwar einerseits sehr schön, andererseits hört ihr den Algorithmus ziemlich deutlich. Eure Stimme klingt anders als ohne die Geräuschunterdrückung.

Blue Yeticaster

Das Yeticaster Bundle von Blue (Mikrofon plus Mikrofonarm) hat gleich mehrere Vorzüge. Zum Einen verfügt das Yeti über vier verschiedene Klangcharakteristiken, wie ihr hören könnt. Zum anderen entkoppelt der Mikrofonarm mit Halterung das Mikrofon von Tisch und Boden. Trittschall und Stöße gegen den Tisch werden so gedämpft.

Und natürlich könnt ihr das Mikrofon so dicht an eurem Mund positionieren. Das verhindert Raumhall und macht eure Stimme satter und voller. Mehr dazu unter dem Punkt: Geht nah ans Mikro ran.

Nicht der beste Klang: Das integrierte Mikrofon des MacBook Pro

Das integrierte Mikrofon macht viel vom Raumhall hörbar, weil ich eine Armlänge entfernt sitze. Es ist einfach nicht so flexibel, weil es fest eingebaut ist.

Shure MV7

Das Shure MV7 ist ein Zwitter. Durch seinen professionellen XLR-Anschluss könnt ihr es im Studio verwenden. Ihr könnt es aber auch über einen Mikro-USB-Anschluss direkt mit dem Rechner verbinden und mit der ShurePlus Motiv Desktop-App für eure Aufnahmesituation einstellen. Dadurch eignet es sich für viel mehr als Videokonferenzen.

Bester Klang? Shure MV7 MikrofonBester Klang? Shure MV7 ohne Windschutz
Shure MV7 mit und ohne Windschutz

Shure MV5C

Das Shure MV5C ist speziell für Homeoffice entwickelt worden. Es nimmt nicht viel Platz auf dem Schreibtisch ein, und lässt sich über eine kleine Schraube genau im richtigen Winkel einstellen. Mit einem Knopfdruck schaltet ihr in den Sprachmodus und hebt eure Stimme hervor. In der Aufnahme hört ihr das ganz deutlich. Ein zweiter Knopf schaltet das Mikrofon stumm.

True Wireless Jabra Elite 75t

Die Jabra Elite 75t sind eine Alternative zu Apples Airpods, über die ich bereits berichtet habe. Bei Ihnen sitzt das Mikrofon nicht vor dem Mund, sondern eben im Ohr. Wie das klingt, hört ihr oben.

Noch zwei Tipps für alle Mikrofone

Jetzt habt ihr gehört, welchen Unterschied das Mikrofon macht. Es gibt aber einige weitere Punkte, die helfen, den Klang jedes Mikrofons zu verbessern.

Geht für den besten Klang nah ans Mikrofon ran

Ihr habt gehört, welchen Unterschied euer Abstand zum Mikro macht. Beim Mikro der Webcam und beim integrierten Mikro des Macbook Pro ist es etwas mehr als eine Armlänge, beim Headset und dem Blue Yeti nur ein paar Zentimeter. Hier habe ich noch einmal mit einen Mikrofon aufgenommen, wie sich der Klang mit dem Abstand verändert.

Auswirkungen der Entfernung zum Mikrofon

Geht ihr näher heran, hört sich das viel besser an, weil der Raumhall wegfällt und weil durch den sogenannten Nahbesprechungseffekt die Stimme satter, tiefer und voller wirkt. Allerdings müsst ihr durch die Nähe zum Mikrofon auf Plosivlaute achten und am besten einen Ploppschutz verwenden.

Benutzt einen Popschutz/Ploppschutz

Ein Popschutz oder Ploppschutz kostet nur ein paar Euro, verhindert aber, dass euer Mikrofon bei sogenannten Plosivlauten wie p, t, k, oder b, d, g übersteuert. Hier hört ihr, wie das klingt.

Auswirkungen eines Poppschutzes oder Ploppschutzes

Fazit: Besser klingen ist nicht schwer

Ploppschutz oder Popschutz für besten Klang
Popschutz oder Ploppschutz

Wie ihr hören konntet, können Kleinigkeiten große Unterschiede beim Klang ausmachen. Das Wichtigste ist eine stabile und flotte Internetleitung. Wenn die steht, kommt es vor allem auf das Mikro an und auf die Entfernung zum Mikro.

Verwendet nicht das eingebaute Mikrofon, sondern besorgt euch ein externes, das ihr nah am Mund platziert. Oder das speziell darauf ausgerichtet ist, auch gut zu klingen, wenn es eine Armlänge von euch entfernt platziert ist, wie das Shure MV5C oder MV7.

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