OLED-Fernseher können so dünn sein, dass sie an der Wand nicht auffallen (Bild: LG)

LG Signature OLED W: Diesen Fernseher pappt ihr wie ein Poster an die Wand

Fernseher, die man an die Wand hängen kann, gibt es mittlerweile genug. LG hat nun eine neue Serie von OLED-Fernsehern vorgestellt, die so dünn sind, dass man sie an die Wand hängen MUSS. Zum Glück macht der Hersteller einem die Sache leicht: Die Screens der Signature OLED W-TVs lassen sich einfach mit Magneten anpappen.

Also das finde ich jetzt gut! Jahrelang haben die Hersteller uns Fernseher verkauft, die man gut und gerne an die Wand montieren konnte – in der Hoffnung, dass diese ein paar Kilo tragen kann. Denn richtig leicht und flach war da nichts, zumal Strom, Sound, Anschlüsse und Maschinerie ja auch noch irgendwo untergebracht werden mussten. LG könnte dafür in der neuen Signature OLED W-Serie jetzt die Lösung gefunden haben. Die OLED-Fernseher sind mit 2,6 Millimetern so dünn, dass man gar nicht anders kann, als sie an der Wand anzubringen. Das W in der OLED W-Serie steht tatsächlich für „Wall“ (Wand).

Update: Ein Jahr später, Anfang 2018, hat Samsung sogar einen Fernseher vorgestellt, der The Wall heißt. Er arbeitet mit Micro-LEDs, die so gut wie OLEDs sein sollen, nur viel heller.

Selbst an der Wand kaum dicker als eine Münze

LG will Kunden die Montage dafür besonders leicht machen. Nachdem man eine dünne Halterung an der Wand angeschraubt hat, wird das biegsame OLED-Panel wie ein selbstklebendes Poster einfach darauf gepappt. Magneten halten es fest. Fertig. Selbst mit der Halterung sollen die W-Serien-OLED-Fernseher nicht dicker als 3,6 Millimeter sein.

Bilderrahmen oder Fernseher? Die LG Signature OLED-W-Serie ist zumindest nicht dicker.

Bilderrahmen oder Fernseher? Die LG Signature OLED-W-Serie ist zumindest nicht dicker.

Moment Moment, wirft der Experte hier ein. Schön und gut, dass die Signature OLED Ws so dünn sind. Aber wo sind Tuner, Prozessor, Anschlüsse und Sound untergebracht? Das lässt sich in so dünner Form doch gar nicht darstellen.

Richtig. Und auch hier hat sich LG etwas Cleveres überlegt: Für vernünftigen Sound bei einem dünnen Flatscreen braucht man sowieso eine Soundbar. Also liefert LG diese in der W-Serie gleich mit – und bringt darin die restliche Elektronik mit unter. Anschlüsse, Tuner und Dolby-Atmos-Sound – alles befindet sich in der Soundbar, die mit einem dünnen Kabel mit dem OLED-Panel verbunden ist. Dieses kann man auf Wunsch in der Wand verstecken.

Darf ich begeistert sein? Es geht nicht anders

Direkt an der Wand montiert wirken die Signature OLED-W-Fernseher in 65 oder 77 Zoll gar nicht einmal monströs groß. Natürlich verfügen sie über Ultra HD in 4K-Auflösung (3.840 x 2.160px), 4 HDMI- und 3 USB-Schnittstellen sind ebenso an Bord der Soundbar wie ein Ethernet-Anschluss als Alternative zu WLAN. Das Audio-System mit Dolby Atmos verfügt über einen 4.2-Channel. Der Bildschirm bietet Active HDR (auf Basis von HDR 10) und einen Widescreen-Effekt. Betriebssystem ist LG Web OS 3 in der aktuellen Version 3.5. Weitere technische Eigenschaften findet ihr auf der offiziellen Produktseite zum LG Signature OLED W.

Macht sich gut an der Wand: LG Signature OLED W-TV.

Macht sich gut an der Wand: LG Signature OLED W-TV.

Ja, ich sollte als Blogger eines Handelshauses, das viele TV-Marken unterstützt, eigentlich neutral sein und erste Realtests abwarten. Und ja, ihr seht mich trotzdem ziemlich begeistert. Jahrelang wusste man, dass da mit Flatscreen-TVs irgendwas nicht stimmt, dass es da Nachteile gibt, weil die Geräte am Ende eben doch nicht so dünn gebaut werden konnten, wie man sich das gewünscht hatte und dass es für ansprechenden Sound nur halbherzige Lösungen gegeben hat. LG könnte das mit den Signature OLED Ws jetzt gelöst haben.

Den einzigen Nachteil, den ich zu diesem Zeitpunkt vermute – ihr ahnt es schon: Ganz billig werden die LG Signature OLED Ws am Anfang ziemlich sicher nicht. Die Kollegen von Engadget.com rechnen vor, dass das Einstiegsmodell von LGs Vorgänger-G-Serie aus dem vergangenen Jahr ab 5.000 US-Dollar (und ähnliche Preise in Euro) zu kaufen war. Billiger wird die W-Serie am Anfang ziemlich sicher nicht. Alles kann man dann eben doch nicht haben – es sei denn, man wartet lange genug.

Bilder: LG

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5 Kommentare zu “LG Signature OLED W: Diesen Fernseher pappt ihr wie ein Poster an die Wand
  1. Interessante Entwicklung, macht Sinn! Wenn man an die ersten Plasmas denkt, für 30.000 Mark und 15cm „dünn“, sehr beeindruckend. 🙂
    Eine Anregung bzgl. TV-OS, Du hast ja mal 2015 über versch. Systeme geschrieben. 2016 dann genauer über Android-TV, Kollege Peter Giesecke hat mal über WebOS geschrieben. Über Roku TV, Samsungs TV-OS (derzeit wohl Tizen) und Firefox hört man derzeit nichts Spezielles. Bin mir nicht sicher ob das für die Allgemeinheit von Interesse ist, aber vielleicht lohnt sich mal eine aktuelle Übersicht mit Vorteilen/Nachteilen. Mein Favorit ist ja das WebOS, 🙂 aber bei LG gibt es eben auch Nachteile bzgl. Senderlisten (noch aktuell?), usw.

  2. Hi Boris,

    Wäre ein interessantes Thema und wollte ich eigentlich auch schon lange mal machen. Allerdings habe ich – ganz ehrlich – bisher den Aufwand ein wenig gescheut. Ich müsste mir die Geräte verschiedener Hersteller hierher schicken lassen (von unserer Redaktion sitzt keiner bei Euronics selbst, wir sind quer über Deutschland verteilt) und wieder zurück. Das würde einiges an Zeit kosten, für die dann an anderer Stelle erstmal keine Zeit mehr wäre (wir sind nur eine sehr kleine Redaktion). Ist natürlich nicht unmöglich, klar. Aber eben viel Aufwand und von daher ein langfristiges Projekt.

    Aber das Jahr ist jung, Zeit, mal ein paar Dinge anzustoßen und anders zu machen. Von daher danke für den Tipp! Ich versuche da mal was zu organisieren. Auch wenn es jetzt ein wenig dauern kann, bis der Test dann fertig sein wird. 😉

  3. Jürgen, danke für die Antwort! Ich wollte auch keine Lawine los treten 🙂 War nur eine Idee, und klar, der Aufwand ist schon nicht zu unterschätzen.

  4. Hast du nicht. Ist wirklich was, was ich mal versuche anzugehen. Lieber Lösungen finden als Ausreden. 😉 Schönen Abend dir!

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