E3 2016: Die Hardware-Highlights aus Los Angeles

Auf der E3 2016 standen zwar Spiele im Vordergrund, aber viele Hersteller hatten auch spannende Hardware am Start. Neben Microsofts neuem Xbox One-Modell gab es auch Neuigkeiten von Sony, Razer und – man staune – Zeiss.

Zeiss: Universelles Headset für Smartphones

Die neue VR One Plus von Zeiss ist eine universell einsetzbare VR-Brille, die für jedes Smartphone mit einer Displaygröße zwischen 4,7 und 5,5 Zoll geeignet ist. Gegenüber vorherigen Lösungen des Unternehmens werden keine speziellen Halterungen mehr benötigt, sogar das iPhone 6S passt in die schicke Peripherie. Wer möchte, der wechselt sogar den Schaumstoff oder nimmt das Kopfband ab – die VR One Plus gibt sich also sehr flexibel.

Für viele Smartphones geeignet. (Foto: Zeiss)

Für viele Smartphones geeignet. (Foto: Zeiss)

Ausgelegt ist die Brille für beliebige Mobiltelefone, egal ob Android, iOS oder Windows. Vorbereitet ist sie auf Google Daydream, schon jetzt soll man über 1000 Google Cardboard-Apps nutzen können. Interessant ist neben den hochwertigen Linsen die Tatsache, dass offenbar die Kamera des verwendeten Smartphones so genutzt werden kann, dass diese ein komplexeres Positionstracking liefert.

Unklar ist noch, wann die VR One Plus in den Handel kommt. Vermutlich in den kommenden Wochen.

Razer mit neuer VR-Brille

Schon seit geraumer Zeit arbeitet Razer an einer VR-Brille basierend auf offenen Strukturen. Von der erscheint im Juli 2016 die zweite Ausgabe, das sogenannte Hacker Development Kit 2. Interessant hierbei: Für einen Preis von 499 Euro erhält man zumindest auf dem Papier hochwertige Technik: Das OLED-Dual-Display besitzt eine Auflösung von 2160 x 1200 Pixeln, hinzu kommen eine hardwareseitige Bildverbesserung und eine Bildwiederholrate von 90 Bildern pro Sekunde. Sogar der Dioptrien-Wert kann von +4,5 bis -2 angepasst werden – gut für Brillenträger.

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Das Headset ist mit der OSVR-Plattform von Razer und einigen anderen Herstellern kompatibel, aber auch Spiele basierend auf Steam VR (wie die HTV Vive) können genutzt werden. Das sind mittlerweile einige. Ob HDK 2 letztlich ein ernsthafter Konkurrent für Oculus Rift und HTC Vive wird? Das muss sich zeigen. Zumindest ist sie preisgünstiger.

Xbox One S

Für Microsoft die wohl wichtigste Ankündigung auf der E3: Ab August 2016 wird ein neues Modell der hauseigenen Xbox One in den Handel kommen. Das S steht für Slim, was nicht wundert. Denn die Spielekiste ist gegenüber dem Original 40 Prozent kleiner. Das Netzteil befindet sich direkt im Gerät, zudem werden Festplatten bis 2TB unterstützt.

Ein Highlight ist 4K mit HDR – für entsprechende Video-Inhalte. Eine native Auflösung für Spiele sollte hier nicht erwartet werden, was in Anbetracht des unveränderten Preises von rund 300 Euro für das Modell mit 500GB Festplatte einfach nicht drin war. Aber gerade für UHD-Material (Netflix und Co.) dürfte dies nicht nur für Spieler ein Mehrwert sein. Hinzu gesellt sich ein überarbeiteter Xbox One-Controller mit rutschfesten Griffen, Bluetooth und einer größeren Funkverbindungsreichweite. Der wird auch separat für knapp 60 Euro verkauft.

Bezogen auf das Timing nicht optimal: Microsoft bestätigte die Existenz von Project Scorpio. Weihnachten 2017 soll der komplett abwärtskompatible Xbox One-Nachfolger mit Highend-Komponenten erscheinen. Ausgelegt ist die Konsole auf 4K-Gaming und Virtual Reality, entsprechend leistungsstark muss die Grafikeinheit sein. Mit 6 Teraflops wird hier eine GPU verbaut, die das System vermutlich recht teuer ausfallen lässt. Es ist von der „performantesten Konsole, die es je gab“ die Rede. Mehr Details gibt’s wohl erst 2017.

Und noch etwas für echte Fans: Der Xbox Elite Wireless Controller im „Gears of War 4“-Design wird Anfang Oktober für fast 200 Euro angeboten. Kratzspuren auf dem Gehäuse und eine strenge Limitierung machen das gute Stück zum Sammlerobjekt.

Clever ist das von Microsoft in den USA bereits gestartete Xbox Design Lab, bei dem ihr euren Controller individuell gestalten dürft. 2017 soll der Service nach Europa kommen.

Keine neue PS4, dafür ein weiterer VR-Controller

Schon Tage vor dem Start der E3 bestätigte Sony die Existenz der sogenannten PS4 Neo, das neue Konsolenmodell mit 4K-Unterstützung wird allerdings nicht vor 2017 erwartet. Demnach wollte man auch nichts auf der Messe vorstellen, sicher auch, um den Abverkauf der aktuellen PS4 nicht unnötig zu gefährden.

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Aber es gab doch noch etwas Hardware zu sehen: Passend zu kommenden VR-Shootern erscheint für PS4 und PlayStation VR eine Art Gewehr-Aufsatz mit Feuertaste, Analogstick und präzisem Tracking der Bewegungen. Genutzt wird dieses Zubehör erstmals bei dem Titel „Farpoint“.

Viel war das auf der E3 nicht, was besonders ins Auge sprang. Produktpflege und Zubehör – mehr sollte man natürlich auch nicht unbedingt von der weltgrößten SPIELE-Messe erwarten. Dass Nintendo nichts über die NX-Plattform verraten wollte, war schon im Vorfeld klar. Vermutlich wird die E3 2017 genau wegen NX, Xbox One Scorpio und PS4 Neo dafür umso spannender.

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