Cortana braucht Speicher. (Foto: Microsoft)

Windows 10 Creators Update: Das kann Cortana jetzt (noch nicht)

Das Creators Update für Windows 10 bringt neue Funktionen mit, die nicht offensichtlich sind. Besonders für die Sprachassistentin Cortana.

Das neue Windows 10 Creators Update liefert auf den ersten Blick kaum gravierende Änderungen. Aber unter der Haube stecken interessante Verfeinerungen. Eine davon betrifft Microsofts Cortana. Die Sprachassistentin wird flexibler und sozusagen mächtiger. Denn der Weg wurde geebnet, um künftig nicht nur Teile von Windows 10 mit Cortana zu bedienen, sondern auch andere Anwendungen. Skype zum Beispiel wird den Anfang machen.

Das ist neu an Cortana

Erst einmal eine Kleinigkeit vorab: In den Windows-Einstellungen erhielt Cortana einen eigenen Menüpunkt, in dem ihr sämtliche Optionen findet. Ihr wundert euch über die ausgegraute „Hey Cortana“-Option? Wählt den darunterliegenden Punkt „Tastenkombination“ aus, prompt lässt sich das Feld aktivieren. Jetzt dürft ihr eure persönliche Stimme antrainieren und den Ruhezustand im Netzbetrieb erzwingen, damit euch Cortana immer hören kann.

Ein eigener Menüpunkt. (Foto: Screenshot)

Ein eigener Menüpunkt. (Foto: Screenshot)

Spannend ist genau ein Aspekt: Cortana kann, wenn ihr alles richtig gemacht habt, ausschließlich auf euch reagieren. Nicht aber auf Familienmitglieder oder Fremde – wenn ihr das so wünscht.

Nur auf euch hören. (Foto: Screenshot)

Nur auf euch hören. (Foto: Screenshot)

Rechner mit Cortana herunterfahren? Noch nicht!

Microsoft kündigte es sogar offiziell an, doch in Deutschland ist es noch nicht soweit: Bald werdet ihr euren PC mittels Sprachkommando herunterfahren, sperren, ausloggen oder neu starten dürfen. In den USA ist dies Bestandteil des Creators Update, in Deutsch stellt sich Cortana etwas dumm an. Aber sie sagt immerhin, dass es „im Moment“ noch nicht klappt.

Sicher bald auch in Deutschland möglich - Neustart mit Cortana. (Foto: Screenshot)

Sicher bald auch in Deutschland möglich – Neustart mit Cortana. (Foto: Screenshot)

Das kann Cortana bald

Das Creators Update war für Cortana nur der nächste Schritt, facettenreicher zu werden. Weitere Features sollen in Kürze folgen. Eines davon: Die engere Verzahnung mit Smartphones mit iOS und Android. Auf dem PC sagt euch die sympathische Frauenstimme, wenn der Akkustand des Telefons niedrig ist, eine SMS eintrudelt, jemand anruft oder eine App eine Benachrichtigung ausgibt. Allerdings wird hierzu die mobile Cortana-App benötigt, die nach wie vor nicht in Deutsch offeriert wird. Diese Kopplung steht bisher nur in den USA oder Großbritannien zur Verfügung. Ist die App eingerichtet, könnt ihr vom Rechner aus sogar Anrufe ablehnen – und vielleicht irgendwann einmal annehmen?

Eine Kopplung mit Smartphones klappt nach wie vor nicht. (Foto: Screenshot)

Eine Kopplung mit Smartphones klappt nach wie vor nicht. (Foto: Screenshot)

Was wohl ebenfalls in absehbarer Zeit folgt: Follow Me. Ihr könnt euch von Cortana durch die Systemsteuerung geleiten lassen, um dort beispielsweise ein neues Gerät via Bluetooth zu verbinden. Eine clevere Unterstützung vor allem für Anfänger, die in einem Video eines Youtubers schon einmal erklärt wurde. Wann Microsoft das Element freischaltet? Aktuell noch unklar.

Eine Smart-Home-Integration wäre schön? Die wird folgen, zumindest existieren längst konkrete Pläne zum Ansteuern smarter Geräte wie Philips Hue. Überraschend war auch die Ankündigung auf der IFA vor einigen Wochen, dass Microsoft mit Amazon zusammenarbeitet, um Alexa über Cortana zu verwenden. Cortana wird in naher Zukunft die Skills von Alexa nutzen. Aber besser noch: Mit „Alexa, öffne Cortana“ sowie „Cortana, öffne Alexa“ erhaltet ihr Zugriff zu beiden Sprachassistenten, die offenbar nicht mehr miteinander konkurrieren wollen.

Was sind die Cortana Collections?

Mit den Cortana Collections dürfte uns eine weitere Spielerei erwarten. Organisiert eure persönlichen Favoriten, darunter Kochrezepte, TV-Serien, File, Restaurants in der Nähe oder Onlineshops, in Gruppen. Cortana unterstützt euch, neue Dinge zu finden und eure Lieblinge beisammen zu halten.

Cortana wird übrigens früher oder später in das Action Center wandern. Doch auch das dauert wohl noch einige Zeit.

Das Creators Update dürfte dafür gesorgt haben, dass Cortana perspektivisch offener und flexibler wird. Trotzdem: In Deutsch hängt Microsoft noch einige Monate hinterher. Wird Zeit, mal langsam Gas zu geben…

Seit dem 17. Oktober 2017 wird das umfangreiche Creators Update für sämtliche Rechner mit Windows 10 ausgeliefert, sukzessive erfolgt die Verteilung. Auf meinem Surface Pro 3 von Microsoft war dieses beispielsweise quasi sofort am Tag der Veröffentlichung verfügbar, mein stationärer PC wartet noch auf die automatische Aktualisierung. Manuell nachhelfen könnt ihr mit dem Download eines offiziellen Tools des Redmonder Software-Riesen.

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