Das Creators Update bringt Windows 10 viele kleine Änderungen, die nichts mit Kreativität zu tun haben (Bild: Microsoft)

Windows 10: Diese Neuerungen erwarten euch beim Spring Creators Update

Nach dem Update ist vor dem Update. Vermutlich im April bringt Microsoft das sogenannte Spring Creators Update für Windows 10 heraus. Mit dabei: Allerlei Änderungen und Neuerungen.

Nach dem wirklich ausschweifend umfangreichen Fall Creators Update vergangenen Herbst, legt Microsoft mit dem Spring Creators Update noch einmal nach. Wohl im April 2018 wird die ehemals Redstone 4 genannte Aktualisierung (Versionsnummer 1803) für Windows 10-basierte Rechner erscheinen. Die Xbox One wird gewiss einige Wochen später bedacht. Mit einem Update für Smartphones mit Windows 10 solltet ihr dagegen nicht rechnen.

Aber was bietet das Spring Creators Update überhaupt?

Die neue Timeline vom Spring Creators Update

Zwar sind wieder zig Detailverbesserungen geplant, gegenüber dem Herbst-Update ist die Anzahl an Überarbeitungen überschaubarer. Ein wichtiger Aspekt betrifft den klassischen Task-Manager, der durch die sogenannte Timeline ersetzt wird. Geöffnete Apps und Dokumente werden wie gewohnt in dieser dargestellt, aber genauso könnt ihr auch auf Anwendungen schnell zugreifen, die ihr vor einigen Tagen genutzt hattet.

Highlight ist sicher die Timeline-Funktion im Spring Creators Update. (Foto: Microsoft)

Highlight ist sicher die Timeline-Funktion im Spring Creators Update. (Foto: Microsoft)

In einer Art Rückblick erfahrt ihr, welche Webseiten ihr aufgerufen, Filme angeschaut oder Office-Dateien bearbeitet habt. Durch Anbindung an ein Microsoft-Konto erfolgt eine Sicherung der Historie in der Cloud auf OneDrive. Das heißt aber auch: Ihr dürft auf vergangene Aktivitäten auch von einem anderen Rechner aus zugreifen.

Was in der Timeline gesichert wird? Das dürft ihr natürlich entscheiden. Rechnet damit, dass zu Beginn nicht alle Apps mit dem Feature funktionieren. Perspektivisch sollte sich das ändern, sobald Entwickler ihre Anwendungen für Timeline anpassen.

Weitere Neuerungen dank Spring Creators Update

Persönlich empfinde ich das Hinzufügen der Timeline als eine große Sache, ich bin gespannt, wie diese bei der Mehrheit der Anwender ankommt. Ich erhoffe mir hier einen Komfortgewinn, wenn ich zwischen Desktop und Laptop wechsle – gerade bei der Arbeit. Darüber hinaus gibt’s aber mit dem Spring Creators Update noch mehr. So wird der native HDR-Support verbessert, der beim letzten großen Update eingeführt wurde. Ihr könnt einstellen, wie normale Inhalte (Standard Dynamic Range) auf HDR-Displays angezeigt werden.

Das Fluent Design, das im Fall Creators Update zum Beispiel beim Taschenrechner oder Kalender zum Vorschein kam, dürfte sich an weiteren Stellen finden. Doch das sind nur kosmetische Verfeinerungen, die Windows 10 schlicht moderner erscheinen lassen – zum Beispiel im Start-Menü, in der Shell und bei der virtuellen Tastatur. Apropos: Neue Emojis hat das Spring Creators Update auch zu bieten.

Weitere Optimierungen für den Edge-Browser. (Foto: Microsoft)

Weitere Optimierungen für den Edge-Browser. (Foto: Microsoft)

Der Edge-Browser bekommt weitere Features spendiert. Schaltet Audio in ausgewählten Tabs ab oder speichert E-Books im EPUB-Format. Generell werden E-Books und PDF-Dokumente ansprechender und schneller dargestellt. Verbesserungen erhält selbstverständlich Cortana:  proaktive Inhalte stellt die Sprachassistentin jetzt im Action-Center dar. Oder sie erinnert euch daran, an einer Stelle weiterzumachen, wo ihr aufgehört hattet. Es existiert also eine Anbindung zur Timeline.

Und da sind noch gaaaaaaaanz viele Kleinigkeiten, die ihr vermutlich gar nicht sofort wahrnehmen werdet.

JPEG-Nachfolger HEIF im Spring Creators Update

Das High Efficiency Image File Format, das bereits von iOS und macOS unterstützt wird, kommt auch auf Windows 10-PCs. HEIF ist ein Containerformat, das eine beliebige Anzahl an Bildern mit Metadaten zusammenfassen kann. Gerade für die Bearbeitung von Bildern soll HEIF sehr praktisch sein, da eine Platzersparnis von über 50 Prozent versprochen wird, ohne dass darunter die Bildqualität leidet.

Was heißt das praktisch? Ihr könnt HEIF-Dateien in der Fotos-App oder in der Explorer-Vorschau betrachten. Speziell dann, wenn ihr mit diesem Format schon konfrontiert wurdet, zum Beispiel durch Fotos von einem Apple-Gerät, dürfte dies nützlich sein. Eben weil ihr das HEIF-Material nun auch unter Windows editieren dürft.

Mehr Mixed Reality und anderes

Für Besitzer einer Mixed-Reality-Brille spannend: Es kommt mit „Skyloft“ eine weitere VR-Umgebung hinzu.

Mit einem in der Nähe befindlichen PC tauscht ihr über die Funktion „Umgebungsfreigabe“ schnell Dateien und Links via Bluetooth aus. Die Kontakte lassen sich nach dem Update komfortabler bearbeiten, der Mauszeiger erhält optional einen Lichteffekt, der interaktive Bereiche ausleuchtet. Ferner gibt es neue Privatsphäre-Einstellungen und existiert die Möglichkeit, Telemetriedaten zu löschen.

Auch Privatsphäre-Einstellungen könnt ihr nun besser vornehmen. (Foto: Microsoft)

Auch Privatsphäre-Einstellungen könnt ihr nun besser vornehmen. (Foto: Microsoft)

Und kaum der Rede wert, aber löblich: Updates sollen künftig maximal 30 Minuten dauern, Microsoft möchte also die Aktualisierung deutlich beschleunigen.

Ich finde: Das ist eine ganze Menge. Fehlt euch etwas, was ihr euch für Windows 10 noch wünscht?

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