To-Do-Listen: Die besten Anwendungen und Alternativen

Viele Menschen nutzen To-Do-Listen, um ihren Alltag zu organisieren. Wir zeigen euch die besten Apps dafür und klären, ob die Stift- und Zettel-Variante noch mit der digitalen Konkurrenz mithalten kann.

Apps, mit denen ihr eure To-Do-Listen verwalten könnt, gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Dabei ist es doch eigentlich gar nicht so schwierig, sich ein paar Aufgaben mit der Hand zu notieren. Viele Apps bieten simple, aber hilfreiche Funktionen, die euch das Gestalten der To-Do-Listen vereinfachen.

Microsoft To-Do: Der geistige Nachfolger von Wunderlist

Nachdem Microsoft im Jahr 2015 Wunderlist gekauft hat, hat der Software-Riese die App erst vor kurzem eingestellt und durch eine eigene Produktivitäts-App ersetzt. Das Ergebnis ist Microsoft To-Do. Im Grunde bekommt ihr die gleichen Features wie bei Wunderlist in einem etwas anderen Design. Zusätzlich können registrierte Nutzer von Wunderlist ihre Daten mit einem Knopfdruck auf Microsoft To-Do übertragen.

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Mit Microsoft To-Do könnt ihr auch hilfreiche Listen erstellen. Quelle: Microsoft

Insgesamt ist Microsofts To-Do-Listen-App sehr benutzerfreundlich. Dadurch finden sich auch Einsteiger schnell zurecht. Ihr könnt im Handumdrehen Aufgaben hinzufügen, Deadlines setzen, Listen erstellen, Fälligkeitsdaten setzen und euren Tag planen. Zusätzlich könnt ihr Aufgaben mit anderen Nutzern teilen.

Außerdem ist die App für Windows, Mac, Android und iOS sowie im Browser verfügbar. Dazu ist sie kostenlos. Es lohnt sich also, Microsoft To-Do einfach mal selbst auszuprobieren.

Todoist: Das Rundumpaket

Todoist ist eine unabhängige To-Do-Listen-App, die auf allen gängigen Plattformen läuft. Das sind Windows, Mac, Android, iOS, Webbrowser und sogar Alexa. Von den Features her ist die App mit Wunderlist vergleichbar. Ihr könnt Aufgaben per Schnelleingabe anlegen und diese wiederkehren lassen, Favoriten bestimmen, Unteraufgaben festlegen und Prioritäten setzen.

Mit Todoist könnt ihr auch Projekte in Teams oder Aufgaben in der Familie verwalten. Wenn ihr andere Nutzer in ein Projekt eingeladen habt, könnt ihr Aufgaben delegieren und Kommentare unter die Aufgaben schreiben.

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Todoist bietet viele nützliche Features. Quelle: Todoist

Für die Motivation hat der Entwickler ebenfalls gesorgt. Für abgeschlossene Aufgaben bekommt ihr Karmapunkte, die die App in einem Graphen visualisiert. So könnt ihr immer nachvollziehen, an welchen Tagen oder in welchen Wochen ihr besonders viel geschafft habt.

Ihr könnt die App in einer kostenlosen Version verwenden, die für den alltäglichen Gebrauch vollkommen ausreichen sollte, oder euch für die Premium-Variante entscheiden. Letztere kostet euch drei Euro im Monat und schaltet zusätzliche Features frei, wie zum Beispiel Aufgaben direkt aus E-Mails hinzuzufügen oder Dateien an die Aufgaben anzuhängen. Insgesamt ist Todoist eine runde Sache.

Habitica: Das Leben ist ein Spiel

Habitica möchte euere To-Do-Liste zu einem Spiel machen. Anfangs erstellt ihr euch einen Charakter eurer Wahl, mit dem ihr in die App startet. Für jede erfüllte Aufgabe erhaltet ihr Erfahrung und neue Items wie Rüstungen, Haustiere oder magische Fähigkeiten. Wenn euer Charakter stark genug ist, könnt ihr allein oder mit Freunden gegen Monster kämpfen, um noch mehr Belohnungen freizuspielen.

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Habitica macht den Alltag zum Spiel. Quelle: Habitica

Das ist ein neuer Ansatz gegenüber den doch meist eher schlicht gehaltenen To-Do-Apps. Wenn ihr auf Spiele steht und Motivation durch das Leveln eures Charakters bekommt, solltet ihr die App auf jeden Fall einmal ausprobieren. Sie ist kostenlos für Android und iOS erhältlich und enthält In-App-Käufe.

Stift und Zettel: Es geht auch analog

Privat nutze ich gar keine App für meine Aufgabenverwaltung und Termine. Ich bin analog unterwegs mit Stift und Zettel. Meine Aufgaben habe ich nach Priorität sortiert auf meinem Schreibtisch liegen und Termine liegen in einem anderen Bereich des Tisches, nach Datum sortiert. Dazu kommen noch ein paar andere Notizen mit Dingen, die ich nicht vergessen möchte.

Das hat natürlich auch seine Vor- und Nachteile. Ihr braucht für das Zettel-System relativ viel Platz. Das sorgt bei mir aber auch dafür, dass ich mir nur die wichtigsten Dinge aufschreibe, damit der Tisch nicht in Chaos verfällt.

Außerdem fehlen viele „Features“, die ihr mit digitalen To-Do-Apps bekommt. Ihr könnt Aufgaben und Termine nicht auf Knopfdruck mit Anderen teilen und ihr werdet auch nicht per Push-Benachrichtigung über anstehende Termine informiert. Dazu könnt ihr eure Aufgaben und Termine natürlich nicht unterwegs abrufen.

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Auch Stift und Papier können heutzutage noch nützlich sein

Trotzdem hat das System seine Vorteile. Da ich die meiste Arbeitszeit am Schreibtisch verbringe, vermisse ich die Funktionen selten unterwegs. Und wenn ich doch einmal eine Notiz machen muss, kann ich es mir auf dem Smartphone notieren und es später auf eines meiner Zettelchen übertragen.

Dazu habe ich zu jeder Zeit alles im Blick, wenn ich am Schreibtisch sitze. Ich muss keine App öffnen und keine URL im Browser ansteuern. Außerdem ist das System sehr simpel, leicht verständlich und durchschaubar.

Haben To-Do-Apps mich überzeugt?

Für diesen Artikel habe ich meine Stift- und Zettel-Methode für eine Weile beiseitegelegt und meine Aufgabenplanung digital gestaltet. Ich muss sagen, dass das Digitale durchaus seine Vorzüge hat. Vor allem die Push-Benachrichtigungen machen es schwierig, einen Termin oder eine Aufgabe zu vergessen. Dazu habe ich seitdem viel mehr Platz auf meinem Schreibtisch. Was ich damit anfangen soll, weiß ich noch nicht.

Für die nächste Zeit werde ich meinen Alltag erst einmal weiter digital planen. Ob ich auch dabeibleibe oder wieder den Stift und Zettel heraushole, wird sich zeigen.

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