Smartwatches: Wachsender Markt ohne Hype und Boom?

Was denn nun? Kommt noch der große Hype oder ist er bei Smartwatches schon längst wieder vorbei? Zumindest möchten einige Hersteller dieses Jahr auf neue Modelle der Computer-Armbanduhren verzichten. Hat das was zu bedeuten?

Noch vor einem Monat prognostizierte der Branchenverband Bitkom einen Boom in absehbarer Zukunft – spätestens dann, wenn die Preise sinken, Sicherheitsfragen und der Umfang mit sensiblen Daten geklärt sind sowie die Einsatzgebiete vielfältiger werden. Die Marktforscher von IDC sehen das Thema Smartwatch etwas differenzierter. So erwartet man keinen gewaltigen Boom, sondern ein kontinuierliches Wachstum des noch jungen Bereiches. IDC schätzt, dass bis 2020 weltweit 76 Millionen Smartwatches und knapp 150 Millionen (Fitness-)Armbänder abgesetzt werden. Das sind noch immer keine Zahlen, die nach einem exorbitant großen Markt klingen.

Auch in Zukunft Marktführer: die Apple Watch. (Foto: Apple)

Auch in Zukunft Marktführer: die Apple Watch. (Foto: Apple)

IDC zufolge bleibt die Apple Watch in den nächsten Jahren Marktführer, 2016 könnte der Marktanteil 52 Prozent erreichen – bei 10,5 Millionen abgesetzten Exemplaren. Vielleicht ist das auch der Grund, wieso Hersteller wie Huawei, Lenovo und LG für 2016 keine neuen Modelle hauseigener Smartwatches in den Handel bringen möchten. So warte man unter anderem auf leistungsfähigere Komponenten und möchte herausfinden, was sich Konsumenten überhaupt wünschen. Bei Samsung ist man sogar der Auffassung, dass Smartwatches unverändert in erster Linie Gadget-Spielzeuge für männliche Early Adopters sind und noch lange kein Produkt für den Massenmarkt. Kommt die von Koreanern vorgestellte Gear S3 deshalb billiger in den Handel, als ursprünglich angekündigt?

Wie geht es weiter?

Vermutlich benötigen Smartwatches und mit Elektronik versehene Armbänder noch Zeit, um zu reifen. Knackpunkte wie kurze Akkulaufzeiten und relativ wenige Einsatzmöglichkeiten sind für manch potentielle Käufer vermutlich gravierender als ein vermeintlich zu hoher Preis. Gerade weil beispielsweise die Lösungen von Fitbit gar nicht mal so teuer sind. Ohnehin bin ich der Auffassung, dass es sich schon jetzt lohnt, sich eine smarte Uhr zuzulegen. Und Varianten wie die Pebble bieten eine lange Nutzungsdauer, bevor sie wieder aufgeladen werden müssen. Trotzdem steckt der Bereich noch in den Kinderschuhen und wird vermutlich nie einen gewaltigen Boom erleben. Letztlich liegt es auch an den Herstellern, mit guten Ideen zu punkten sowie eine große Gruppe von Menschen anzusprechen. Ein Blick auf das erste Pebble-Modell, mit dem der Hype vor über drei Jahren begann, zeigt den „Nerd-Ursprung“, von dem Konsumenten mit Lifestyle-Vorlieben wohl auch nichts wissen woll(t)en.

Attraktiv? (Foto: Pebble)

Attraktiv? (Foto: Pebble)

Ich für meinen Teil bin irgendwie in einer Art Warteposition. Das Interesse ist vorhanden, ich probierte schon die eine oder andere Smartwatch aus, aber ich war noch nie ein Armbanduhren-Träger. Ob mich eine Firma irgendwann überzeugen kann? Ich bin selbst etwas gespannt…

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