Polaroid-Kamera am Handy: Mehr Moto Mods braucht das Land!

Eine Polaroid-Sofortbildkamera, die sich ans Smartphone andocken lässt. Motorolas Moto Mods werden immer interessanter. Doch für wen lohnen sich solche Erweiterungen und bergen sie nicht auch ein Risiko? Wir sagen es euch.

Motorola hat mit dem Moto Mods bislang schon echte Hingucker gelandet: Egal ob eine Beat Box direkt ans Handy angedockt, einen Beamer oder eine Hasselbald-Kamera – alles verfügbar als Mod. Ein smarter Lautsprecher mit Alexa soll kommen – und jetzt eine Polaroid-Sofortbildkamera.

Den Polaroid Insta-Share Printer als Moto Mod hat Motorola zunächst einmal für die USA angekündigt. Fotos kommen als im Format 5 x 7,6 cm (2 x 3 Zoll) recht klein und mit dickem Rand daher. Aber eben sofort, wie man es von Polaroid von früher kennt. Als Papier kommt Zink Zero-Ink-Paper zum Einsatz, das man – ganz klassisch – abziehen muss.

Clever in dem Falle natürlich auch die Idee, die Kamera direkt an ein Motorola der Moto Z-Familie anzudocken (das Moto-Mod-Prinzip) und damit immer dabei zu haben. Bevor man die Bilder ausdruckt, die man natürlich mit einem Moto Z aufnehmen kann (aber nicht muss), kann man diese mit allen möglichen Filtern und Stickern natürlich noch aufhübschen.

Insta Share Moto Mod: Ein Leichtgewicht als Extra

Das Insta Share Printer-Mod wiegt 188 Gramm. Ein eigener Akku mit 500 mAh Kapazität ist mit drin, der genug Saft für (nur?) 20 Bilder haben soll. Eine 10er-Ladung Bilder kann direkt im nur 2 cm dicken Mod untergebracht werden.

Eine 10er Ladung Fotos passt direkt in den Polaroid Insta Share Moto Mod

Eine 10er Ladung Fotos passt direkt in den Polaroid Insta Share Moto Mod

Zink Zero Ink Paper gibt es von Polaroid aber auch anderen Herstellern. Hierzulande kostet der 50er Pack von Polaroid etwa 30 Euro; LG verkauft 30 Stück – vor allem für eigene Printer – für etwa 20 Euro. Das Polaroid Insta-Share Printer Mod selbst soll in den USA 200 Dollar kosten. Ich rechne hierzulande mit 200 bis 230 Euro. Preise und Verfügbarkeit für Deutschland hat Motorola aber noch nicht bekannt gegeben.

Sind Sofortbildkameras noch zeitgemäß? Aber hallo!

Die Frage „Wer braucht das?“ muss natürlich gestellt werden. Ich könnte mir schon den einen oder anderen Einsatzzweck dafür vorstellen. Die Maße des Mods sind kompakt, auch das Andocken ans Smartphone ist ein Vorteil. Mit etwa 3 cm Gesamtdicke samt Smartphone ist die Sofortbildkamera durchaus tragbar.

Und solche Kameras liegen wieder im Trend, wie Kollege Frank Müller in seinem Beitrag über Sofortbildkameras im Frühjahr richtig erkannt hat. Auch Fotopioniere wie Lomo, Leica und Fujifilm mischen in dem Retro-Marktsegment mit. Letztere sogar in Produkten wie der Instax-Serie mit einer ähnlichen Bildgröße wie das Polaroid-Mod für Preise um 100 Euro.

Lächelt der einen an? Insta Share samt Moto Z und Zink-Papier.

Lächelt der einen an? Insta Share samt Moto Z und Zink-Papier.

Ein Smartphone muss da keine schlechteren Fotos schießen, zumal die Moto Z-Serie durchaus mit einem attraktiven Kamera-System daherkommt. Bei voraussichtlichen Preisen jenseits der 200 Euro stehen Sofortbildfreunde aber schon vor der Frage: Lieber ein Mod, für das man ja auch noch ein Moto-Z-Smartphone braucht, oder eine eigenständige Kamera?

Hemmschuh: Wer ein Moto Mod kauft, muss bei Motorola bleiben

Mir gefallen bisher vor allem die Ideen, die Motorola mit den Moto Mods verwirklicht. Das ist der erste halbwegs funktionierende Ansatz eines modularen Smartphone-Konzepts. Zwar können an den Smartphones selbst keine Komponenten ausgetauscht werden. Dafür lassen sich diese mit nahezu beliebigen Erweiterungen gewissermaßen vervollständigen.

Ein Akku-Pack gleich am Smartphone, eine kabellose Ladeschale, Stereo-Lautsprecher, ein GamePad, eine 360-Grad-Kamera – nur um die Aufzählung am Anfang noch zu vervollständigen. Nicht alle Moto Mods erhielten bisher berauschende Bewertungen. Aber das Konzept nötigt einem durchaus Respekt ab.

Das Polaroid Insta Share Moto Mod

Das Polaroid Insta Share Moto Mod

Tja, meine Kollegen vom Warenbereich zieren sich noch ein wenig beim Thema Moto Mods. Bisher gibt es sie nicht im Online-Shop von Euronics zu kaufen. Dafür allerhand Motorola-Smartphones wie das Moto-Mod-fähige Moto Z Play. Den Nachfolger Moto Z2 Play erwarte ich in Kürze.

Sofortbildkameras gibt es allerdings im Shop zu finden, bei den Kompaktkameras eingeordnet – vor allem die Instax-Serie von Fujifilm. Ich finde diese sehr hübsch und richtig schön retro.

Was wurde eigentlich aus modularen Smartphones?

Und was modulare Smartphones anbelangt, so scheinen sich Projekte wie Google Project Ara nicht durchgesetzt zu haben. Bei Google Ara war die Idee, von der Kameralinse über RAM bis zum Akku alles austauschen zu können. Google hat das Projekt allerdings vor gut einem Jahr eingestellt – noch bevor es offiziell das Licht der Welt erblicken konnte.

Google Project Ara: (Erfolglose) Idee eines Smartphones mit austauschbaren Komponenten.

Google Project Ara: (Erfolglose) Idee eines Smartphones mit austauschbaren Komponenten.

Auch das „ethisch bessere“ Fairphone 2 wirbt damit, ein modulares Smartphone zu sein. Denn auch hier sollen sich einzelne Komponenten einmal austauschen lassen. Allerdings verkauft das Startup, das dahinter steht, bislang nur das Gerät selbst. Komponenten zum Austauschen gibt es noch nicht. Vielleicht auch, weil ein aktiver Komponenten-Shop für ein Startup eine Menge Aufwand wäre. Schon auf die Veröffentlichung des Fairphone 2 mussten wir recht lange warten.

Wozu noch Smartphone-Komponenten austauschen?

Und dann haben sich Smartphones eben auch im Laufe der Zeit verändert. Unibody-Konzepte machen es schwerer, Einzelteile wie den Akku auszutauschen. Und da die meisten Menschen die Geräte ohnehin spätestens alle zwei Jahre wechseln – ob ethisch vernünftig oder nicht – stellt sich auch die Frage, ob der Austausch einzelner Komponenten überhaupt noch zeitgemäß ist.

9 kompakte Smartphones unter 5 Zoll: Macht euch das Leben leicht!

Sinnvoll auf jeden Fall, sich vor dem Kauf Gedanken zu machen, welche Mindestanforderung ein Smartphone braucht. Viele unserer Artikel helfen euch dabei.

Schön auf jeden Fall auch, dass man die Moto Mods länger behalten kann als ein Smartphone. Alle Generationen der Moto-Z-Serie sind mit den Erweiterungen kompatibel und sie sollen es auch bleiben. Man wird bei Motorola bleiben müssen, klar. Das ist sicher auch das, was viele Nutzer noch vom Kauf abhält.

Wie viele Mittelklasse-Smartphones hat Motorola eigentlich?

Bisher kann ich die meisten Moto Z-Smartphones wie das Z2 Play aber durchaus empfehlen. Nicht nur von daher gefällt mir, was Motorola und die Konzernmutter Lenovo mit den Moto Mods machen. Und euch?

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