Facebook glaubt an die Zukunft von Oculus Rift. (Foto: Oculus VR)

Oculus Rift: VR-Brille sinkt deutlich im Preis! Jetzt zuschlagen?

Nach dem Hype kommt die Ernüchterung. Und der Preissturz. So scheint es zumindest. Die 2016 erschienene Highend-VR-Brille Oculus Rift wird sehr viel günstiger. Und das sicher nicht ohne Grund.

Es ist schon erstaunlich. Als die Oculus Rift letztes Jahr im April in den Handel kam, gehörte sie zu den ersten Profi-VR-Brillen für Endkunden. Doch bei einem Preis von 740 Euro folgte auf den Hype, für den die Oculus Rift durchaus verantwortlich war, eine gewisse Kaufzurückhaltung. Auch, weil für einen entsprechenden VR-Genuss noch ein PC aus der 1000-Euro-Preisklasse nötig war. Erst im März 2017 kam eine deutliche Anpassung des Preises von bis dahin 699 Euro auf 589 Euro. Das Problem: Zu diesem Zeitpunkt waren die technisch minimal überlegene HTC Vive und die deutlich preisgünstigere PlayStation VR bereits weiter verbreitet als das System von dem zu Facebook gehörenden Unternehmen Oculus VR.

Das kostet die Oculus Rift

Und jetzt? 399 US-Dollar bzw. 449 Euro kostet die Oculus Rift mitsamt Touch-Controllern ab sofort. Jason Rubin von Oculus VR betont zwar, dass dieser doch sehr attraktive Preis nur sechs Wochen gelten werde, doch letztlich können wir wohl davon ausgehen, dass die Brille künftig nicht sehr viel teurer sein wird. Zu groß ist mittlerweile der Druck, den auch die Konkurrenten aufgebaut haben – und damit sehr erfolgreich sind. PlayStation VR ist technisch zwar Oculus Rift unterlegen, startete aber sehr viel günstiger und vor allem einsteigerfreundlicher. Darum ist Sonys VR-System mittlerweile ein Millionenseller, der Vorreiter dagegen blieb weit hinter den Erwartungen zurück. Und: Die kommende Generation steht schon in den Startlöchern: Standalone-VR-Brillen von Google oder Samsung werden als das „nächste große Ding“ angesehen, auch HTC möchte die eigene HTC Vive perspektivisch schnurlos sehen. Oculus VR zwar ebenfalls, aber mehr als einen frühen Prototypen gibt es bisher nicht zu sehen. Allerdings könnte eine Preissenkung andeuten, dass wir perspektivisch tatsächlich mit einem besseren Modell der Rift rechnen können.

Staunen mit Profi-VR?! (Foto: Oculus VR)

Staunen mit Profi-VR?! (Foto: Oculus VR)

Schwache Verkaufszahlen?

Wie sieht es eigentlich der Hersteller? Oculus VR zufolge sei eine Preissenkung keine Reaktion auf die schwachen Verkaufszahlen oder die Mitbewerber. Stattdessen wollte man erst einmal dafür sorgen, dass genügend Spiele, Filme und andere VR-Inhalte zur Verfügung stehen. Jetzt sei man viel besser in der Lage, den Massenmarkt mit ansprechenden Anwendungen zu versogen. Aber ist das nicht ein seltsamer Ansatz? Wenn sich eine VR-Brille nicht gut verkauft, sind Entwickler sicherlich nicht motiviert, Software für diese produzieren. Da sie niemand oder kaum jemand kaufen würde. Erst mit einer ausreichenden Verbreitung der Hardware wird diese auch für Studios attraktiver.

Wie dem auch sei: Oculus Rift ist, auch bezogen auf anspruchsvolle VR-Anwendungen, ein facettenreiches, komplexes und erstklassiges System mit zahllose Möglichkeiten. Den Preis halte ich für super, auch da die Controller mit dabei sind – besser als das Xbox-One-Gamepad, das letztes Jahr noch der Brille beilag. Ist euer PC leistungsstark genug und ihr hattet schon länger mit der Rift geliebäugelt, ist wohl jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen. Die HTC Vive ist noch teurer, im PC-Sektor gibt es sonst keine gleichwertigen Alternativen. Und ich schätze, das wird auch dieses Jahr noch so bleiben.

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