Corsair Void Pro Gaming Headset: Starker Sound aus eckigen Ohrmuscheln

Das Corsair Void Pro sticht mit seinen gelben Akzenten aus der Masse heraus. Auch soundtechnisch ist das Wireless Headset einen Blick wert. Was es sonst noch kann, oder auch nicht, erfahrt ihr bei uns im Test.

Neues Gaming-Headset gefällig? Dann ist das kabellose Corsair Void Pro eventuell etwas für euch. Das kann mit satten Bässen und einer benutzerfreundlichen Bedienung überzeugen, hat aber auch seine Schwächen. Dansen von Gamers Gear hat das Headset ausführlich für euch getestet. Die Ergebnisse seht ihr im Video:

Wenn ihr euch das Corsair Void Pro Wireless Gaming-Headset (Shoplink) anseht, fällt auf den ersten Blick das Marken-typische Design auf. Corsair ist seinen Farben Gelb und Schwarz treu geblieben, und auch die Ohrmuscheln selbst versprühen Corsair-Flair. Das liegt daran, dass die Form ein wenig an das Logo erinnert. Zumindest geht es mir so.

Die Muscheln sind in der sogenannten True-Form gehalten. Corsair sagt, dass Ohren schließlich auch nicht rund seien, warum sollten es also die Muscheln sein? Die eckige Form soll sich dem Ohr anpassen, um es möglichst genau zu umschließen. Allerdings habe ich Zweifel am Nutzen dieser Form. Solange die Muscheln das Ohr umschließen, sollte es keinen Unterschied machen.

Sound und Mikrofon

Aber keine Sorge: das Void Pro hat auch einige nützliche Features. Fangen wir doch einfach mal mit dem Sound und der Mikrofonqualität an. Das sind schließlich die Hauptfeatures eines guten Headsets. Tester Dansen (oben im Video zu sehen) hat die beiden Aspekte für euch getestet.

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Die True-Form-Ohrmuscheln sollten eure Ohren komplett umschließen

Der Sound selbst ist knackig, was an den 50-Millimeter-Neodym-Treibern liegt. Allerdings ist das Headset ab Werk sehr basslastig eingestellt. Das könnt ihr mithilfe der iCUE-Software und den voreingestellten Equalizer-Settings aber im Handumdrehen umstellen. Hier gibt es Voreinstellungen für Filme, FPS-Games, klare Stimme zum Beispiel für Skype-Sessions und den guten alten Bass Boost, damit die Musik ordentlich zimmert.

Außerdem ist das Headset mit ganzen 107 Dezibel direkt auf den Ohren sehr laut, wenn ihr das möchtet. Insgesamt gibt’s am Sound nichts zu meckern, wenn ihr euch nicht scheut, ein wenig mit den Einstellungen zu spielen. Auf Wunsch gibt es auch virtuellen 7.1-Surround-Sound.

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Das fest montierte Mikrofon schaltet sich beim Hochklappen stumm

Das Mikrofon konnte im Gamers Gear-Test leider nicht glänzen. Im Video hat Dansen ein paar Sätze mit dem Headset-Mikrofon aufgenommen. Hört es euch am besten selbst an. Für den Preis des Void Pro dürft ihr heutzutage schlicht bessere Qualität erwarten. Auch wenn kabellose Headsets bei der Mikrofonqualität immer etwas hinterherhinken.

Benutzerfreundlichkeit

Die Bedienung des Corsair-Headsets ist wirklich kinderleicht. Hier hat Corsair fast alles richtig gemacht. Die meisten Eingaben könnt ihr direkt an der linken Ohrmuschel tätigen. Hier gibt es einen Knopf zum Stummschalten des Mikrofons und einen zum Ein- und Ausschalten des Headsets. Unter der Ohrmuschel ist ein kleiner Schalter, mit dem ihr die Lautstärke regulieren könnt, sowie der Mikro-USB-Anschluss zum Aufladen.

Ein anderes nützliches Feature bietet das Mikrofon selbst. Klappt ihr es nach oben, schaltet es sich automatisch stumm. Wenn das Klappmikro stummgeschaltet ist, leuchtet die runde LED am Ende des Mikros rot. Ihr wisst also stets, wann die Anderen euch hören und wann nicht. Das kann einiges an Selbstgesprächen ersparen.

Den 7.1-Surround-Sound könnt ihr aber leider nur in der Software ein- und ausschalten. Hier hätte sich ein kleiner Knopf am Headset selbst angeboten. Kein Weltuntergang, aber definitiv eine verpasste Chance.

Tragekomfort und Design

Mit nur 390 Gramm ist das Void Pro eines der leichteren Headsets. Das tut dem Tragekomfort bei längeren Sessions auf jeden Fall gut. Aber die Leichtigkeit hat auch ihren Preis. Die hat es nämlich ihren Kunststoffbügeln zu verdanken. Die sind zwar auch stabil, dennoch hätte das Headset mit Aluminium-Bügeln an Wertigkeit gewonnen. Beide Materialien haben Vor- und Nachteile.

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Mit nur 390 Gramm liegt das Void Pro federleicht auf dem Kopf

Dank der guten Polsterung am Bügel und den Ohrmuscheln, gepaart mit dem geringen Gewicht, sitzt das Corsair-Headset perfekt auf dem Kopf und macht auch bei längeren Gaming-Sessions keine Probleme. Zum Styling tragen die beiden Corsair-Logos mit RGB-Beleuchtung an den Seiten bei. Diese könnt ihr selbstverständlich mit der iCUE-Software in den verschiedensten Farben und Mustern leuchten lassen.

Abschließende Worte

Das Corsair Void Pro ist ein absolut solides Headset. Die Soundqualität überzeugt. Nur beim Mikro müsst ihr ein paar Abstriche machen. Zum Kommunizieren mit Freunden und Mitspielern reicht es aber allemal.

Laut Hersteller beträgt die Akkulaufzeit rund 16 Stunden. Im Langzeittest hat das Headset bei Dansen allerdings nur sieben bis acht Stunden ausgehalten. Das ist immer noch ganz ordentlich. Im Lieferumfang ist eine USB-Verlängerung, welche auch als Smartphone-Halterung dient. Diese könnt ihr euch auf den Tisch stellen und das Headset dort zum Laden anschließen.

Auch andere Hersteller haben eckige Ohrmuscheln

Zum Beispiel das Logitech G533 wireless Gaming Headset (Shoplink). Dessen Ohrmuscheln sind zwar nicht in Logitechs True-Form, sollten aber eure Ohren problemlos umschließen. In diesem Headset sind die hauseigenen Pro-G-Lautsprecher verbaut, welche für einen saftigen Sound sorgen sollen.

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Auch eckig: Das Logitech G533. Quelle: Logitech

Die Reichweite des Empfängers beträgt 15 Meter. In den meisten Räumen solltet ihr euch damit frei bewegen können. Ebenfalls gibt es hier wieder einen Stereo-Modus sowie einen 7.1-Surround-Sound-Modus, damit ihr hört, wo die Schritte herkommen. Das Mikrofon ist leider nicht abnehmbar, aber dafür könnt ihr es so einklappen, dass es kaum noch zu sehen ist. Für den kleinen Preis ist es allemal sein Geld wert.

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Das Razer Nari Ultimate punktet mit haptischem Feedback. Quelle: Razer

In der höherpreisigen Klasse haben wir noch das Razer Nari Ultimate Gaming Headset (Shoplink). Das ist mit knapp 200 Euro auch das teuerste der drei. Durch Razer Hypersense soll die Immersion in den Spielen noch einmal auf ein neues Level gebracht werden. Das Feature nutzt haptische Technologie und sensorisches Feedback, um Dinge wie Explosionen oder den Rückstoß der Waffe zu simulieren.

Immer noch nicht genug von Gaming-Headsets? Hier geht’s weiter:

Kingston HyperX Cloud 2: Wo Design und Technik zusammenfinden

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