E3 2016: Die wichtigsten neuen Spiele der weltgrößten Gamesmesse

Alle Jahre wieder findet die E3 in Los Angeles statt. Auch 2016 haben etliche Spielehersteller wieder einige Überraschungen parat. Die Branche zeigt aber auch deutlich: Fortsetzungen, Neuauflagen und VR sind große Themen der Gegenwart und Zukunft.

Bethesda bringt Fallout 4 in die virtuelle Realität

Das muss man Bethesda schon lassen: Obwohl so manche haltlose Gerüchte in den letzten Tagen und Wochen gestreut wurden, waren die Ankündigungen auf der E3 trotzdem erstaunlich. So wird es vom populären „The Elder Scrolls V: Skyrim“ eine Remaster-Edition für PC, Xbox One und PS4 geben. Spannend hierbei: Dank Mod-Unterstützung werden Konsolen-Besitzer in der Lage sein, das Spiel gravierend zu verändern. Dass es auch deutliche grafische Verbesserungen geben wird, versteht sich von selbst.

Und noch eine Überraschung: Aus dem ursprünglich mal angedachten Sequel zu „Prey“ wird ein Reboot. 2017 kommt der Action-Titel von den Arkane Studios für PC, PS4 und Xbox One in den Handel. Im Jahr 2032 übersteht man in einer Raumstation, die um den Mond kreist, allerlei Gefahren.

Mit einem Comeback des Arena-Shooters „Quake“ hätte wohl aktuell niemand gerechnet. Unter dem Namen „Quake Champions“ geht es 2017 richtig zur Sache – und das bei 120 Bildern pro Sekunde, was darauf schließen lässt, dass uns hier auch eine VR-Umsetzung erwarten könnte. Apropos: Ebenfalls nächstes Jahr wird es von „Fallout 4“ eine Virtual-Reality-Fassung für die HTC Vive geben. Über „Doom VR“ denkt man bei Bethesda außerdem nach.

Electronic Arts mit vielen üblichen Verdächtigen

„FIFA 17“ mit neuer Engine und sogar einem Story-Modus wurde bereits kurz vor Beginn der E3 angekündigt, Titel wie „Mass Effect: Andromeda“ oder „Battlefield 1“ waren auch schon bekannt. Neu dagegen ist „Titanfall 2“, das im Herbst für PC, PS4 und Xbox One die Verkaufsregale erobern möchte. Diesmal gibt’s neben einem ausschweifenden Mehrspieler-Modus auch eine Solo-Kampagne.

Der Branchenriese möchte mit EA Originals künftig kleinere Entwicklerstudios und innovative Teams fördern. Unter diesem Label sollen kreative Games erscheinen, die Schöpfer erhalten sogar die gesamten Einnahmen aus dem Spiel. Ein überraschendes Geschäftsmodell von EA. Den Anfang macht der Plattformer „Fe“, der komplett ohne Text, dafür mit einem sehr schicken Stil versehen wurde.

Weiterhin kommt von EA eine Armada an „Star Wars“-Spielen die kommenden Jahre. Neue Inhalte für „Star Wars Battlefront“ oder „The Old Republic“ sind eine Selbstverständlichkeit. Visceral Games („Dead Space“) arbeitet an einem düsteren Action-Adventure und Respawn Entertainment („Titanfall“) tüftelt an einem neuartigen Spielkonzept, das mehrere Zeitebenen aus dem SciFI-Universum miteinander verbinden möchte.

Microsoft mit Forza und etwas mehr

„Forza Horizon“ geht in die nächste Runde. Bereits am  27. September 2016 erscheint der dritte Teil für Xbox One und Windows 10. Diesmal geht die Reise nach Australien, dort soll man facettenreiche Herausforderungen meistern. Neben einer Kampagne gibt’s einen Vier-Spieler-Koop-Modus.

Nett: Mit Xbox Play Anywhere bietet Microsoft bei „Gears of War 4“, „Forza Horizon 3“, „Sea of Thieves“ und „Scalebound“ eine Cross-Buy-Option an. Das heißt: Kauft die Spiele für die Xbox One und erhaltet die Windows-Version gratis oben drauf. Oder anders herum. Sogar das plattformübergreifende Nutzen der Spielstände ist vorgesehen. Xbox One und Windows wachsen zunehmend zusammen.

Eine weitere Neuankündigung ist die Zombie-Schnetzelei „Dead Rising 4“, die bei Capcom Vancouver entsteht und Ende 2016 für PC und Xbox One veröffentlicht wird. Ebenfalls um Untote geht es bei „State of Decay 2“, bei dem ihr Multiplayer-Kämpfe bewältigen müsst. Am 21. Februar 2017 folgt „Halo Wars 2“ für Windows 10 und Konsole, das Strategiespiel wird von 343 Industries und Creative Assembly realisiert.

Endlich! Ubisoft bringt Star Trek in die virtuelle Realität

Das Holodeck aus „Star Trek (Next Generation)“ ist zugleich der große Traum, den viele Enthusiasten mit Virtual Reality verbinden. Und Ubisoft bringt das zusammen, was wohl auch zusammen gehört. Im Herbst erscheint mit „Star Trek: Bridge Crew“ für HTC Vive, Oculus Rift und PlayStation VR. Hier sitzen Spieler allerdings auf der Kommandobrücke und müssen Entscheidungen treffen. Angesiedelt ist das Werk im von JJ Abrams geschaffenen „Star Trek“-Kinofilm-Universum, vermutlich wird man für „Bridge Crew“ aber nicht zwingend eine VR-Brille benötigen.

Eine Mischung aus „Far Cry: Blood Dragon“ und „Trials“ wurde zeitgleich zur Ubisoft-Pressekonferenz für PC, Xbox One und PS4 veröffentlicht. Mit „Steep“ planen die Franzosen eine Mischung auf Sport- und Open-World-Spiel, das konzeptionell in eine frische Richtung geht. „South Park: The Fractured But Whole“ ist eine neue Episode basierend auf der Animationsfilm-Serie, „Just Dance 2017 die nächste Ausgabe der Tanzspiel-Serie. Die kommt sogar für die NX-Konsole von Nintendo. Dann wohl erst 2017, für alle anderen Plattformen früher.

Sonys Offensive

Eine Flut an Neuankündigen hatte Sonys auf der E3 am Start. Gemeinsam mit Partnern und anderen Publishern legte man sich vor allem bei neuen VR-Spielen ins Zeug. Im Oktober 2016 kommt PlayStation VR für die PS4 in den Handel, bis Jahresende sollen über 50 Spiele für die Virtual-Reality-Brille erhältlich sein. Mit dabei sind unter anderem ein spezielles Batman-Spiel namens „Arkham VR“, genauso ein Ableger von „Star Wars Battlefront“. Bei „X-Wing VR Mission“ dürfen wir uns auf intensive Weltraumkämpfe freuen.

Vielversprechend ist der Shooter „Farpoint“, der einen speziellen Controller für ein noch intensiveres VR-Gefühl unterstützt. Insomniac Games bringt ein exklusives „Spider-Man“-Spiel für die PS4, auch das Bend Studio ist mit dem Endzeit-Titel „Days Gone“ zurück.

Zwar längst keine Neuankündigung mehr, aber überraschend: „The Last Guardian“ erscheint am 25. Oktober 2016 – man mag es kaum glauben. Sehr viele kleinere Indie-Produktionen listet Sonys auf der eigenen Webseite auf. Wie gewohnt sind hier kreative und innovative Werke dabei.

Für klingelnde Kassen wird garantiert das PS4-exklusive „God of War“ sorgen. Ja, Kratos ist zurück!

Ein paar Neuauflagen wurden ferner erwähnt. Die ersten drei „Crash Bandicoot“-Episoden kommen völlig überarbeitet für die PS4, Activision legt „Call of Duty: Modern Warfare“ neu auf.

Mit „Death Stranding“ kündigte Hideo Kojima („Metal Gear Solid“) sein neuestes Mystery-Adventure an. Spielerisch erwartet uns etwas Richtung „Uncharted“, die Hauptrolle nimmt der aus „The Walking Dead“ bekannte Schauspieler Norman Reedus ein. Mehr Details folgen in den nächsten Monaten.

Serious Sam ist zurück! Und noch mehr Neues!

Croteam und Devolver Digital kramen den Shooter-Klassiker „Serious Sam“ heraus, um diesen in die virtuelle Realität zu katapultieren. Im Jahresverlauf wird die Umsetzung für aktuelle VR-Brillen erscheinen, also vermutlich HTC Vive, Oculus Rift und PlayStation VR.

Die Entwickler der „The Witcher“-Reihe gliedern ihr virtuelles Kartenspiel „Gwent“ aus und bringen dieses als Free-to-Play-Titel für PC, PS4 und Xbox One. Neben einer Solo-Kampagne mit Story-Modus wird der Online-Mehrspielermodus von großer Bedeutung sein. Gegenüber dem Original aus „The Witcher 3“ soll das eigenständige Game grafisch und spielerisch deutlich zulegen.

Hersteller noch zögerlich beim Thema Virtual Reality

Letztlich kann diese Zusammenfassung nur ein kleiner Ausblick auf die Spielezukunft sein. Aber wie eingangs erwähnt: Fortsetzungen, VR, Franchises – die Branche setzt zum Großteil auf sichere Zugpferde.

VR ist für manche Unternehmen spannend, aber man traut sich nicht, ein millionenschweres Vollpreisspiel zu entwickeln. Darum erhalten beispielsweise Capcoms „Resident Evil 7“ oder Square Enix‘ „Final Fantasy XV“ VR-Unterstützung (für PlayStation VR), können aber auch regulär gezockt werden. Für Microsoft und die Xbox One wird VR sogar erst Ende 2017 mit dem neuen Xbox One-Modell (Codename Skorpion) ein Thema. Es braucht also noch etwas Zeit, die man sich dann mit Sequels, jede Menge Actionspielen und kreativen Indie-Produktionen vertreiben kann.

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