Windows 10 Creators Update: Mehr Performance und Spaß beim Spielen

Flüssiger laufende Spiele und Fortschritte live streamen. Das bietet das Creators Update von Windows 10 für Gamer. Aber nicht nur die profitieren von den Verbesserungen.

Windows 10 möchte für Spieler eine attraktive Plattform sein. Daran arbeitet Microsoft emsig. PCs und die hauseigene Xbox One sollen ohnehin zusammenrücken. Das Creators Update liefert einige Neuerungen, die sich explizit an Gamer richten. Doch auch wenn ihr nur ab und an mal etwas spielt, profitiert ihr von diversen Vorzügen.

Was bietet die Spieleleiste von Windows 10?

Nach der Installation des Creators Updates von Windows 10 findet ihr in den Systemeinstellungen nicht nur einen separaten Menüpunkt für Cortana, sondern auch ein neues „Spielen“-Feld. Hinter diesem verbergen sich quasi alle relevanten Änderungen und Verfeinerungen.

Die Spieleleiste könnt ihr anpassen. (Foto: Screenshot)

Die Spieleleiste könnt ihr anpassen. (Foto: Screenshot)

Die sogenannte Spieleleiste ist nicht völlig neu, nach wie vor aktiviert ihr diese durch das Drücken von Windows-Taste + G. Allerdings könnt ihr die Tastenkombination jetzt individualisieren, sollte sie mit programmierten Makros kollidieren. Das gilt auch für weitere Funktionen wie das Schießen von Screenshots oder das Starten eines Live-Streams.

Einstellungen für Game DVR. (Foto: Screenshot)

Einstellungen für Game DVR. (Foto: Screenshot)

Live-Streams? Ja, mit Game DVR integriert Microsoft den eigenen Streamingdienst Beam fester in Windows 10. Im entsprechenden Menü wählt ihr aus, ob euer Rechner im Hintergrund Videos mit Ton oder gar Szenen von eurer Kamera aufnehmen und gleich ins Internet schicken soll. Gestreamt wird direkt zu Beam, also zum verbundenen Xbox-Netzwerk.

So findet ihr den Game Mode von Windows 10

Und da ist der Spielmodus (oder Game Mode genannt), den ihr nicht explizit in den Optionen deaktivieren könnt. Aber wozu auch, möchte dieser doch Spielen mehr Hardware-Ressourcen zur Verfügung stellen. Das führt im Optimalfall zu einer besseren Performance. Sollte es dennoch zu Problemen kommen: Direkt in einem Spiel ist das Abschalten in der Spieleleiste möglich. Das heißt: Windows + G drücken und „Spielmodus“ pausieren.

Die Spieleleiste in einem Game. (Foto: Screenshot)

Die Spieleleiste in einem Game. (Foto: Screenshot)

Wenn ihr dort schon einmal seid: In der Spieleleiste erstellt ihr via Mausklick Bilder oder startet/beendet Streams. Einfacher geht’s kaum noch.

Was versteht man unter Windows 10 TruePlay?

In den Systemeinstellungen werdet ihr schnell das Element TruePlay entdecken. Dies ist die neue Anticheat-Funktion von Windows 10, die durch das Creators Update eingeführt wird. Unterstützen aktuelle Spiele TruePlay, soll das Betrügen in Spielen (Cheaten) erschwert werden. Im Hintergrund durchsucht Windows in Prozessen nach Manipulationen und reagiert entsprechend darauf.

TruePlay in Windows 10. (Foto: Screenshot)

TruePlay in Windows 10. (Foto: Screenshot)

Standardmäßig ist „TruePlay“ ausgeschaltet, was auch Gründe haben dürfte. Denn Microsoft ist in der Lage, Cheatversuche von Anwendern an Entwickler der Spiele weiterzuleiten oder gar Nutzer von Onlineturnieren zu sperren. Bevor eine Zwangsaktivierung für Ärger sorgt, lässt man uns (noch) die Wahl.

Was (nicht nur) für Gamer interessant ist

Es stecken noch weitere Optimierungen im Creators Update, die nicht nur fürs Spielen relevant sind. Neue Spiele, die auf der Universal Windows Platform (UWP) basieren, können jetzt zentral mit der Desktop-Lautstärke-Kontrolle angepasst werden.

Besitzt ihr bereits einen HDR-fähigen Monitor, könnt ihr dank des Creators Updates endlich auch HDR in den Displayeinstellungen konfigurieren bzw. erweiterte Farbkorrekturen vornehmen.

Mit GPU-Anzeige - der Taskmanager. (Foto: Screenshot)

Mit GPU-Anzeige – der Taskmanager. (Foto: Screenshot)

Für Technik-Interessierte aufschlussreich: Der Taskmanager gibt nun Aufschluss darüber, wie sehr die verbaute Grafikkarte belastet wird. Das ist gerade bei grafikintensiven Anwendungen sicherlich praktisch, um Einstellungen präziser den eigenen Bedürfnissen anpassen zu können.

Und: Das Creators Update macht den Ryzen-Prozessoren von AMD etwas Beine. Oder anders gesagt: Durch die Aktualisierung steigt die Performance um bis zu 10 Prozent. In der Praxis sind bei Spielen Steigerungen von unter fünf Prozent die Regel, aber gerade bei Games ist das nicht unwichtig.

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