Auf der Suche nach einem 2-in-1-Notebook. Es ist ein Desktop-PC geworden…

Auf der Suche nach einem 2-in-1-Notebook. Es ist ein Desktop-PC geworden…

Erinnert ihr euch noch? Die Suche nach einem 2-in-1-Notebook für meine Eltern ließ mich fast verzweifeln. Am Schluss ist es dann doch ein Desktop-Rechner geworden. Und das war keine Fehlentscheidung, ganz im Gegenteil.

Auf der ewigen Suche…

Ich muss schon zugegeben: Die Suche nach dem perfekten Allrounder-Tablet für meine Eltern (meine Mutter Ende 60, mein Vater 70) gestaltete sich schwieriger, als ich zu Beginn dachte. Ich wollte ein leistungsfähiges Tablet, das man auch als vollwertigen Desktop-Ersatz und Notebook verwenden kann. Ein paar Kandidaten standen zur Auswahl, leider waren meine Favoriten recht weit weg von den Preisvorstellungen meiner Eltern entfernt. Die wollten am liebsten zwischen 500 und 700 Euro ausgeben. Rentner eben. Aber da war ein ganz anderes Problem…

Das Surface Pro ist halt doch sehr teuer...
Das Surface Pro ist halt doch sehr teuer…

Letztlich war es die konservative Vorstellung meiner Eltern, die alle meine Recherchen überflüssig machten. Denn vor allem mein Vater konnte sich nicht vorstellen, an einem Tablet all seine Arbeiten durchführen zu können. Office, Dokumente ausdrucken, im Internet surfen – das wollte er eben an einem großen Monitor erledigen. Ich beteuerte unzählige Male, dass dies auch mit einem Tablet möglich sei, ebenfalls hätte er Maus und Tastatur nach wie vor verwenden können. Was meine Mutter sehr faszinierte, konnte meinen Vater nicht begeistern. Und ich, der den Computer ja auswählen sollte, stand vor der nächsten Arbeit: den richtigen Desktop-PC aufspüren. Zu Beginn dachte ich noch: „Hätten sie mal auf mich gehört“, zum Glück entdeckte ich schnell ein paar Kandidaten. Die erste Überraschung, mit der ich schon gerechnet hatte: Für einen ähnlichen Preis erhalten Käufer deutlich mehr Leistung und vor allem Speicherplatz.

Karten neu gemischt

Meine Eltern wollten ihre zwei Uralt-Rechner mit Windows XP und steinalter Technik (Pentium 4, 1GB RAM, CD-Brenner, 200GB Festplatte sowie einen Athlon 64 mit 512MB RAM, DVD-Brenner und 250GB Festplatte) durch ein einziges System ersetzen. Mit den Jahren waren die Computer wirklich extrem langsam geworden, richtig nervig war der Bootvorgang, der locker 5-10 Minuten in Anspruch nahm. Ein Vergnügen für den Sohnemann, der ja regelmäßig nach dem Rechten schauen soll, wenn er zu Besuch ist. Die Prioritäten wurden daher klar definiert – nicht nur von mir: Flotter Start und genügend Speicherkapazität (für Tausende Fotos, die auf den alten Rechnern gespeichert waren) sowie Windows 10 sollten es werden. Der Rest: zweitrangig.

Der HP Pavilion 550 ist es geworden. (Foto: HP)
Der HP Pavilion 550 ist es geworden. (Foto: HP)

Mit einer echten Hürde hatte ich dann doch zu kämpfen: Mein Wunsch nach einer SSD erfüllen aktuell die wenigsten Komplett-PCs in der Preisklasse unter 700 Euro. Zwar werden große HDDs mit 1TB verbaut, selten dagegen die deutlich schnelleren Massenspeicher, auf denen man am besten das Betriebssystem ablegt. SHDD sind auch nicht die Regel, mit diesen hätte ich mich auch angefreundet. Mir ist natürlich bewusst, dass Hersteller niedrige Preise nur dadurch ermöglichen können, indem sie auf kostspielige Komponenten verzichten – das erklärt die häufige Abwesenheit von SSDs. Aber! Ich wurde bei HP fündig. Das Unternehmen hat mit der Pavilion 550-Reihe etliche Modelle im Portfolio, die eigentlich für jeden etwas parat haben.

Preislich geht es beim Pavilion 550 bei rund 500 Euro los, für etwas mehr gibt’s ordentliche Prozessoren und eben auch SSDs, die stets von großen HDDs unterstützt werden. Perfekt: Auf der SSD ist Windows 10 gleich vorinstalliert, die HDD nutzt man zum Ablegen weiterer Daten, in meinem Fall von Fotos und Office-Dokumenten sowie ein paar Videos.

Was benötigt man eigentlich?

Die PCs meiner Eltern waren um die 10 Jahre alt, was es mir auch leichter machte: Eigentlich jeder Prozessor, der heutzutage verkauft wird, bietet mehr Leistung als diese Antiquitäten. Meine Wahl machte ich daher eher von der SSD abhängig, genauso von dem Arbeitsspeicher (hier 8GB) und einem integrierten DVD-Brenner, da meine Ellis noch sehr viele CDs und DVDs besitzen. Kartenlesegerät, genügend USB-Ports und besagte Riesig-Festplatte (1TB) waren weitere Argumente. Der bei meinem Pavilion verbaute AMD-A10-7800 Prozessor hätte vermutlich auch ein beliebiger Intel Core-Chip (in dieser Preisklasse) sein können – für den Alltag und die geplanten Aufgaben macht das für meine Eltern wohl auch in Zukunft keinen Unterschied. Die integrierte AMD Radeon R5 330-Grafikeinheit genügt locker fürs Surfen im Netz und etwas Bildbearbeitung.

Erfahrene Nutzer können die SSD natürlich auch nachrüsten. (Foto: HP)
Erfahrene Nutzer können die SSD natürlich auch nachrüsten. (Foto: HP)

Und tatsächlich war ich sogar recht überrascht von dem „Fertigrechner“, den HP hier zusammenstellte: Die SSD bringt den erwünschten Geschwindigkeitsvorteil. Meine Eltern waren regelrecht begeistert, als der PC für sie das erste Mal startete und ein paar Sekunden später Windows 10 einsatzbereit erstrahlte. Dass ich zuvor noch stundenlang damit verbrachte, Daten von den alten PCs zu übertragen, zwei separate Accounts für Mutti und Vati einzurichten sowie zu individualisieren und diverse Tools (Teamviewer für Fernwartung, eine aktuelle Office-Version, Email-Tool, Browser etc.) zu installieren – naja, ich erwähnte es mal nebenbei, aber das ging im Rahmen des Staunens etwas unter.

Fürs Arbeiten braucht es nicht viel

Ich wollte meinen Eltern unbedingt ein 2-1-Tablet aufschwatzen. Ich glaube zwar, dass sie damit auch gut beraten gewesen wären, da sie so hätten bequem auf der Couch ins Internet gehen können. Aber zu sehen, dass sie mit ihrem neuen PC gut zurecht kommen und sogar den Umstieg von Windows XP auf Windows 10 verkraftet haben, beruhigt mich. Erstaunt war ich ja ebenfalls: Im Rahmen meiner Suche nach dem geeigneten Computer stellte sich heraus, dass man ab 500 Euro wirklich gute und für den Alltag mehr als ausreichende Systeme erhält, denen es höchstens an einer SSD mangelt, die solche PCs schließlich deutlich (!) beschleunigen könnten. Sucht ihr für euch oder für eure Familie ein Arbeitstier, legt nicht die oberste Priorität auf CPU und Grafikkarte, wenn ihr ohnehin keine anspruchsvollen Spiele genießen wollt. Nehmt stattdessen ein Angebot mit SSD (ich sag mal: ab 64GB ist sinnvoll) und mindestens 4, besser 8GB RAM – damit werdet ihr glücklich und immer wieder erfreut sein, wie schnell der PC einsatzbereit ist.

Bei Euronics gibt’s übrigens auch die HP Pavilion 550-Reihe im Shop, aktuell ist zum Beispiel der fein ausgestattete 164ng im Angebot. Wer dem Basteln gegenüber aufgeschlossen ist und Erfahrungen besitzt, kann bei der Serie eine SSD (später) recht einfach nachrüsten. Das gilt natürlich für die meisten aktuellen Desktop-Systeme.

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