Apple stellt neue MacBook Pro (2016) mit innovativer Touch Bar vor

Apple hat heute Abend in San Francisco die mit Spannung erwartete neue MacBook-Pro-Generation vorgestellt. Interessant daran ist vor allem die neue Touch Bar, die dem Nutzer dabei helfen soll, intuitiver mit einer App zu interagieren.

MacBook-Fans haben lange auf ein Update gewartet, heute Abend war es dann so weit. Apple hat in San Francisco drei neue MacBook Pro vorgestellt.

Besonderes Augenmerk lag bei den neuen MacBook Pro vor allem auf der neuen Touch Bar, die zwei der drei Geräten spendiert bekommen. Apple nannte sie auf der Keynote „eine Multitouch-Leiste aus Glas“. Sie ersetzt die bisherigen kleinen Funktionstasten am oberen Rand des Keyboards und damit auch etwa die Escape-Taste, die nun nur noch nach Bedarf eingeblendet wird.

Touch Bar: Für Sondertasten oder stufenlose Einstellungen

Die Touch Bar in den neuen MacBook Pro passt sich jeder Anwendung an und gibt dem Nutzer Funktionen an die Hand, die er im Programm braucht und damit stufenlos einstellen kann. Das kann zum einen natürlich die Lautstärke sein, aber auch viel Filigraneres wie das Navigieren in der Timeline beim Videoschnitt, die Steuerung von Sättigung, Helligkeit oder Farbauswahl in einem Bildbearbeitungsprogramm. Also Dinge, die man bislang mit der Maus oder dem TouchPad erledigen musste, nachdem man ein Instrument ausgewählt hatte. Aber auch für andere Programme gibt es Funktionen für die Touch Bar, die ein Nutzer frei anpassen kann.

Mit der Touch Bar im neuen MacBook kann man Dinge stufenlos verstellen, die Tastatur erweitern oder auch Telefongespräche annehmen.

Mit der Touch Bar im neuen MacBook kann man Dinge stufenlos verstellen, die Tastatur erweitern oder auch Telefongespräche annehmen.

Bauchgefühl: Die Touch Bar wird ein Gamechanger werden, weil sie gerade Kreativen, denen man zuschreibt, mit einem MacBook Pro zu arbeiten, die Arbeit deutlich erleichtern kann. Außerdem hat Apple den Fingerabdrucksensor Touch ID in zwei der drei neuen MacBook Pro eingebaut, mit dem unter anderem Zahlungsvorgänge über Apple Pay erleichtert werden sollen.

Flacher als das MacBook Air

Apple hat den neuen MacBook Pro natürlich auch ein neues Gehäusedesign, einen schnelleren (Grafik-)Prozessor, schnelleren Flashspeicher und ein helleres, noch farbenfroheres, hoch auflösendes Display spendiert. Auch an den Lautsprechern hat sich was getan. Apple hat sie nach eigenen Angaben vor allem lauter (um 58%) gemacht und mit mehr Bass (2,5x lauter als bisher) ausgestattet. Das Trackpad wurde in der Größe noch einmal etwa verdoppelt, die Tastatur verbessert.

Sehr flach geworden: Das neue MacBook Pro

Sehr flach geworden: Das neue MacBook Pro

Interessant ist aber noch ein weiteres Detail: Das neue 13-Zoll MacBook Pro ist nur noch 1,49 Zentimeter hoch und wiegt dabei 1,37 Kilogramm. Damit kann es das neue MacBook Pro getrost mit dem 13-Zoll MacBook Air aufnehmen, das an seiner dicksten Stelle mit 1,7 cm noch ein paar Millimeter mehr misst, wobei es mit 1,35 kg nur noch unwesentlich leichter ist. Neue MacBook Air hat Apple heute Abend nicht vorgestellt. Die alten Geräte bleiben wie das 12-Zoll MacBook zwar im Katalog, aber es könnte langfristig darauf hinauslaufen, dass das MacBook Pro das MacBook Air ersetzt.

Beliebige Thunderbolt-3-Schnittstelle zum Aufladen verwenden

Noch etwas gefällt mir bei genauerer Betrachtung richtig gut: Apple hat den neuen MacBook Pro bis zu vier Kombi-Anschlüsse spendiert, die USB-Typ-C und Apples Eigenentwicklung Thunderbolt 3 kombinieren. Jeder Anschluss beherrscht damit die Funktionen Datenübertragung, Audio- und Videoübertragung. Apple gibt die Übertragungsrate von Thunderbolt 3 mit 40 GBit/s an, was viermal so schnell wäre wie das aktuelle USB 3.1. Jede einzelne dieser Kombi-Anschlüsse (Apple nennt sie: Thunderbolt-3-Anschlüsse) kann außerdem der Stromversorgung dienen. Sprich: Man kann das Ladekabel an einer beliebigen Thunderbolt-3-Buchse anschließen und außerdem über jede Buchse Geräte wie Smartphones aufladen. Auch einen 3,5-mm-Klinkenanschluss gibt es weiterhin. Apple hat dafür den beliebten, magnetischen MagSafe-Netzstecker geopfert. Auch einen SD-Kartenslot gibt es in den neuen MacBook Pro nicht mehr.

Diese drei neuen MacBook Pro hat Apple heute vorgestellt:

MacBook Pro (2016) 13“

Das einfache MacBook Pro (2016) verfügt über einen 2,0-GHz-Dualcore-Prozessor (Intel Core i5) mit 8 GB Arbeitsspeicher, 256 GB SSD, allerdings nur zwei Thunderbolt-3-Anschlüssen. Außerdem fehlen bei diesem Einstiegsmodell die Touch Bar und Touch ID. Statt dessen gibt es hier weiterhin physische Funktionstasten.

MacBook Pro (2016) 13“ mit Touch Bar und Touch ID

Das MacBook Pro (2016) 13“ verfügt über besagte Touch Bar und den Fingerabdrucksensor Touch ID. Nebenbei hat Apple hier auch einen stärkeren Prozessor mit 2,9 GHz (Dual Core, Intel Core i5) und die neueste Generation Intel Iris Graphic (550) verbaut. Es gibt hier vier Thunderbolt-3-Anschlüsse und 8 GB Arbeitsspeicher. Diese Konfiguration dürfte Apples Vorzeigemodell werden. Zwei Versionen mit 256 oder 512 GB SSD stehen hier zur Auswahl.

MacBook Pro (2016) 15“ mit Touch Bar und Touch ID

Die größere 15-Zoll Version von Apples neuem MacBook Pro zeichnet sich vor allem durch noch etwas breitere Kühlschlitze neben der Tastatur und natürlich ein breiteres Display aus. Apple hat hier mit Radeon Pro 450/455 einen noch besseren Grafikchip und mit einem Intel Core i7 (Quadcore) einen noch leistungsfähigeren Prozessor eingebaut. In der 15-Zoll-Version sind Touch Bar und Touch ID auf jeden Fall enthalten, ebenso wie vier Thunderbolt-3-Anschlüsse und 16 GB RAM.

Das 15-Zoll MacBook Pro gibt es in zwei Versionen mit 256 und 512 GB SSD. Bei der Version mit 512 GB sind außerdem Prozessor und Grafikeinheit noch einen Tacken besser als in der 256-GB-Version. Beide 15-Zoll-Modelle erscheinen mir wie Apples neue „Arbeitstiere“.

Erster Eindruck

Touch ID brauche ich persönlich nicht, aber mir gefällt die Idee mit der Touch Bar, die viele Aufgaben am Rechner vereinfachen dürfte. Interessant finde ich auch, dass das 13-Zoll-MacBook Pro (2016) noch flacher als ein MacBook Air daherkommt. Ich bin auf einen Test sehr gespannt!

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2 Kommentare zu “Apple stellt neue MacBook Pro (2016) mit innovativer Touch Bar vor
  1. Die Touch Bar verhält sich wie ein Konextemenü – nur auf der Tastatur, nicht auf dem Bildschirm.

    Bei der Eingabe langer Worte verhält sie sich wie eine Texterweiterung, schlägt also mögliche Begriffe vor, vielleicht sogar ganze (Standard-)Sätze. Bei der Eingabe einer E-Mail-Adresse schlägt sie weitere vor, wenn man gerne Rundmails verschickt (soll in Unternehmen gerne vorkommen). Ich bin gespannt, wie gut das umgesetzt ist.

    Lenovo hat so etwas schon mal bei seinem ThinkPad X1 Carbon versucht, kam aber nicht gut an. Ich bin gespannt, wie sich die Laptop-Tastaturen in den nächsten Jahren ändern werden. Tasten für Assistenten, Emojis etc.

  2. Ich finde die Touch Bar auch sehr interessant. Damit wird eine Brücke zu Touch Devices wie iPhone und iPad geschlagen. Viele Funktionen sind von diesen Geräten bereits bekannt und müssen nicht neu erlernt werden. Und Apple macht das ziemlich clever: man könnte ja theoretisch den MacBooks Touch Displays spendieren und die Benutzer direkt auf dem Display rumtippen lassen. Das will man aber nicht, da es nicht ergonomisch ist und vermutlich auch niemand einen verschmiertes Display haben will. Daher ist die Touch Bar oberhalb der Tastatur ein guter Kompromiss. Ich könnte mir vorstellen, dass die Bar in den nächsten Jahren noch größer wird. Oder dass das Trackpad auch durch ein antippbares Retina-Display ersetzt wird.

    Coole Sache jedenfalls. Nicht so cool sind die Preise …

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