Downgrade auf ein ZTE Blade A512: Kann ich auch mit einem 150-Euro-Smartphone glücklich werden?

Wenn ein Smartphone ein echter Hingucker ist – kann man dann auch damit glücklich werden, selbst wenn es technisch nur Mittelmaß ist? Wir wagen das Downgrade von einem OnePlus One auf das einladend weiße Einsteigergerät ZTE Blade A512.

Wir verbringen heute fast den ganzen Tag mit unserem Smartphone, selbst wenn es viele Stunden davon abwartend in der Hosentasche oder auf dem Schreibtisch schlummert. Unser täglicher Begleiter muss uns also irgendwie auch gefallen. Genau das tat das OnePlus One, das mich ein Jahr lang begleitete, aber nicht. Zu groß, zu eckig, zu fehleranfällig, mir einfach nicht sympathisch. Das gleiche gilt für mich allerdings bei eigentlich allen neu vorgestellten Smartphones anno 2016, an denen ich allesamt etwas auszusetzen habe: zu teuer, zu goldig, zu eckig, zu metallisch.

Optik gefällt – und die Technik?

Dann stolperte ich bei der Euronics Cyberweek zufällig über das ZTE Blade A512. Es war zumindest Leidenschaft auf den ersten Blick und mein Entschluss stand fest: Ich würde es versuchen. Ich würde testen, ob ich mit einem Telefon glücklich werden könnte, das mir vor allem optisch gefällt, selbst wenn es technisch gesehen ein Downgrade ist.

Alt und neu: Links mein OnePlus One, rechts mein geplantes Zukunftsgerät, das rundere ZTE Blade A512

Alt und neu: Links mein OnePlus One, rechts mein geplantes Zukunftsgerät, das rundere ZTE Blade A512

Denn machen wir uns nichts vor: Genau das ist das ZTE Blade A512 im Vergleich zum OnePlus One, und beide Unternehmen würden mir da Recht geben. Denn für etwas anderes als die Smartphone-Einsteigerklasse ist das ZTE Blade A512 nicht gedacht: Herstellerverkaufspreis: 169 Euro, ich erwarb es bei der Euronics Cyberweek für 135 Euro. Ein Quardcore-Prozessor arbeitet darin, 2 GB Arbeitsspeicher und nur 16 GB ROM. Schon das gut zwei Jahre alte OnePlus One ist da deutlich besser bestückt. Aber, und das fand ich beim Kauf erstaunlich ausschlaggebend: Das ZTE Blade A512 gefiel mir auf den ersten Blick. Einladend weiß, flach, schön abgerundete Ecken. Es sieht ein wenig aus wie das zwei Jahre alte iPhone 6, nur das jenes viermal so viel kostet.

Die Frage ist also: Muss es immer das Beste vom Besten sein oder könnte ich mit einigen Abstrichen durchaus leben? Der Vergleich:

Das OnePlus One vs. das ZTE Blade A512

Das OnePlus One vs. das ZTE Blade A512 (zum Vergrößern klicken)

Ihr seht deutlich, dass das ZTE Blade A512 wenig überraschend in fast allen Kategorien gegenüber dem etwa doppelt so teuren OnePlus One das Nachsehen hat. Die Nase vorn hat das Blade lediglich beim Gewicht, dem integrierten UKW-Radio (warum gibt es das eigentlich immer nur für Einsteiger-Smartphones?) und der Möglichkeit, den Speicher aufzurüsten. Hier kann man natürlich schon entgegnen, dass das Blade bei seinen mickrigen 16 GB ROM, von denen nur 10 GB frei verfügbar sind, eine Speichererweiterung auch dringend nötig hat. Und dass Speicher an Bord immer besser ist als eine im Berechtigungsumfang stark eingeschränkte microSD-Karte. Also auch hier der Punktsieg für das OnePlus One.

Doch dann fällt auf, dass das Blade in einigen Kategorien beinahe auf Augenhöhe mit dem OnePlus One liegt, zumindest was die Daten der Kameras angeht. Dass es mit 5,2 Zoll den kleineren Bildschirm (und auch das kleinere Gehäuse) hat, ist mir persönlich sogar lieber. Mit 2 GB RAM dürfte ich locker hinkommen und wenn sich die Kamera im Praxistest bewährt, wäre ich zufrieden. Habe ich NFC im OnePlus One jemals benutzt? Sieht man mit bloßem Auge wirklich einen Unterschied zwischen einer Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080px) bei 5,5 Zoll und einer HD-Auflösung (1.280 x 720px) bei 5,2 Zoll? Oder kann einem das herzlich egal sein?

Warum nicht lieber ein aktuelles Spitzensmartphone zum Vergleich?

Es wird in meinem Test also darauf ankommen, ob die geringere Akku-Lademenge des ZTE Blade A512 sich in der Praxis störend bemerkbar macht, ob ich mit der Kamera anständige Fotos knipsen kann und ob die Speicherweiterung (eine microSD mit 64 GB gibt es im Fachhandel schon für um die 20 Euro) den geringen Speicher aufwerten kann. Und, ja, ihr werdet einwenden, dass ich das Blade doch lieber mit einem aktuellen Spitzensmartphone wie dem OnePlus 3T oder dem Samsung Galaxy S7 vergleichen sollte. Weil das OnePlus One schon zweieinhalb Jahre alt ist. Werde ich!

ZTE Blade A512

ZTE Blade A512

Aber der erste Eindruck ist bereits positiv: Das ZTE Blade A512 gefällt mir optisch viel besser als das OnePlus One und auch das OnePlus 3T. Und das ist ein Faktor, der eben nicht unterschätzt werden darf. Das Ding muss sowohl Handschmeichler als auch Hingucker sein, dann geht es einem gut. Zumindest, wenn die Technik auch in Ordnung ist. Ich werde testen und berichten!

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2 Kommentare zu “Downgrade auf ein ZTE Blade A512: Kann ich auch mit einem 150-Euro-Smartphone glücklich werden?
  1. Ich denke auch, dass es nicht immer Smartphones mit Spitzenwerten sein müssen. Ein Snapdragon 6xx zum Beispiel reicht vollkommen. Die Geräte haben mittlerweile so viel Rechenpower, dass es nicht mehr so stark von den technischen Werten abhängt, ob es sich gut anfühlt. Gewicht und Form des Rahmens wären mir wichtig – also wie gut es sich vom Tisch aufheben lässt. Allzu groß sollte es (wie bei dir) auch nicht sein. Ich habe gerade ein Smartphone mit Spider-Tattoo auf der Rückseite und suche (finde aber nicht) eine Alternative ohne Glasrückseite.

  2. Schade nur , dass das Teil kein Dualsim hat, wenn ich das richtig sehe, weil den würde ich wirklich brauchen.

    Ansonsten gefällt es mir auch sehr gut.

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