Garmin Virb 360: Bezahlbare 360-Grad-Kamera für Ambitionierte

Wem die bisherigen 360-Grad-Kameras nicht genügen, kann zu teuren Profilösungen greifen. Irgendwo dazwischen siedelt sich die Virb 360 von Garmin an. Und die Actioncam für Rundum-Aufnahmen hat einiges zu bieten.

Zugegeben: Nach über einem Jahr mit meiner Gear 360 sehne ich mich langsam nach mehr. Denn 4K-Auflösungen klingen zwar nach „viel“, für 360-Grad-Videos in überzeugender Qualität genügt das allerdings nicht. Den steigenden Ansprüchen könnte die neu angekündigte Virb 360 von Garmin genügen.

Die Kamera ist ebenfalls klein, handlich und mit besserer Technik ausgestattet. So verspricht der Hersteller eine 5,7K-Auflösung bei 30 Bildern pro Sekunde – erstaunlich. 4K-Aufnahmen dagegen können durch die eigene Software-Lösung „Spherical Stabilization“ deutlich beruhigt und verbessert werden – das ist auch etwas, was der Gear 360 vollkommen fehlt.

Leider nicht ganz günstig. (Foto: Garmin)

Leider nicht ganz günstig. (Foto: Garmin)

Möglichkeiten der Garmin Virb 360

Zusätzlich verspricht Garmin weitere praktische Elemente. Schneidet Videos schnell und unkompliziert, ladet diese in die sozialen Netzwerke hoch und macht Gebrauch von GPS und allerlei anderen Sensoren, um visuelle Ergebnisse zu verbessern. Auch können computergenerierte Informationen (Ort, Koordinaten und dergleichen) über das reale Videobild gelegt werden, um so ein wenig Augmented-Reality-Gefühl aufkommen zu lassen. Zur Virb 360 gehören eine Desktop-Anwendung und eine App, eine Verbindung nehmt ihr über WIFI, Bluetooth, ANT+ oder NFC auf.

Auch schön: Livestreams via YouTube oder Facebook Live warden unterstützt, aus der Ferne dürft ihr die Kamera sogar über Sprachkommandos aktivieren bzw. steuern. Fotos werden übrigens mit 15 Megapixel-Auflösung geschossen. Ach, und 360-Grad-Sound wird auch aufgenommen. Der Akku hält rund eine Stunde durch, ein Display zeigt den aktuellen Stand stets an.

Infos von integrierten Sensoren werden über das Videobild gelegt. (Foto: Garmin)

Infos von integrierten Sensoren werden über das Videobild gelegt. (Foto: Garmin)

Ansonsten verspricht Garmin auch eine Kompatibilität zu den bekanntesten VR-Headsets, über die Virb Mobile App kann man sich die Inhalte problemlos auf dem Smartphone angucken.

Relativ hoher Preis

Einziger Haken: 799 Euro soll die Virb 360 kosten, wenn sie im Juni zuerst in den USA in den Handel kommt. Für Deutschland wird das 2. Quartal 2017 genannt. Der Preis ist deutlich höher als der aktueller Konsumenten-Kameras in dem Bereich, sehr wohl aber auch günstiger als Experten-Systeme, die locker das Drei- oder Fünffache kosten. Inbegriffen ist noch ein Tripod, angebracht werden kann die Cam an allerlei Zubehör wie Helme und dergleichen. Letztlich ist sie ja kaum größer als eine Actioncam.

Mein Interesse ist bereits geweckt, weil die Virb 360 doch schon nach einer deutlichen Steigerung zur Gear 360 klingt. Und die ersten Videos im Youtube-Kanal von Garmin sehen vielversprechend aus.

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