Elektroauto: So fahrt ihr stromsparend

Kilometer gewinnen – relativ einfach, wenn ihr mit dem Elektroauto stromsparend fahrt. Wir zeigen euch wie das geht.

Elektroauto: So fahrt ihr stromsparend

Bei Elektroautos ist die angegebene Reichweite des Herstellers selten genau. Das liegt daran, dass es viele Faktoren gibt, die die Reichweite des Autos beeinflussen. Viele dieser Faktoren könnt ihr optimieren, um die größtmögliche Reichweite aus dem Elektroflitzer herauszuholen.

Wir haben die wichtigsten Energiespartipps für Elektroautos für euch zusammengetragen.

Fahrverhalten: Rekuperation oder Segeln?

Mit eurem Fahrverhalten habt ihr Einfluss darauf, wie schnell ihr den Akku leert. So solltet ihr möglichst sanft beschleunigen, gerade wenn ihr euch in typischen Stop-and-Go-Situationen im Stadtverkehr befindet. Das spart nicht nur Energie, sondern schont auch die Batterie langfristig. Wenn ihr einmal Fahrt aufgenommen habt, müsst ihr früher oder später auch einmal bremsen. 

Bei Elektroautos kommt hier die sogenannte Rekuperation ins Spiel. Damit könnt ihr durch den Bremsvorgang Energie zurückgewinnen, die den Akku wieder auflädt. Bei den meisten Elektroautos könnt ihr einstellen, wie stark die Rekuperation greifen soll, oder sie sogar ausstellen, was in einigen Situationen sinnvoll sein kann. Dazu aber später mehr. 

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Beim Segeln nutzt ihr die Schwungenergie des Autos.

Die Rekuperation startet dann, wenn ihr den Fuß vom Gas nehmt. In diesem Moment wird der Motor zum Generator, der mit der Bremsenergie die Batterie des Autos auflädt. Wie stark das Auto bremst, wenn ihr das Gas loslasst, hängt davon ab, welche Stufe der Rekuperation ihr eingestellt habt. Die Energierückgewinnung macht vor allem in der Stadt Sinn, wo ihr häufig beschleunigt und wieder abbremst. 

Wenn ihr die Rekuperation ausschaltet, könnt ihr sogar noch energieeffizienter fahren. Dann lasst ihr das E-Auto nämlich frei rollen, sodass es mit seiner eigenen Schwungenergie fährt. Zeitweise verbraucht ihr damit also gar keine Energie. Das funktioniert natürlich nur in Situationen, wo ihr über längere Strecken hinweg nicht bremsen müsst, so wie auf einer wenig befahrenen Landstraße. 

Nutzerverhalten: Die Klimaanlage macht einen großen Unterschied

Mit dem Nutzerverhalten meinen wir, wie ihr mit eurem Elektroauto umgeht beziehungsweise, wie ihr dessen Funktionen wie Klimaanlage, Heizung und andere Technik nutzt. Die Klimaanlage des Autos ist dabei der größte Energiefresser. Andere Technik wie Navigation, Lademöglichkeiten fürs Smartphone oder Bildschirme auf dem Rücksitz fallen kaum ins Gewicht. 

Ein Test des ADAC mit einem Nissan Leaf hat gezeigt, dass das Einschalten der Klimaanlage die Gesamtreichweite des Autos um ganze 39 Kilometer verringert. Und zwar fällt der Leaf im Test von einer Restreichweite von 364 Kilometer auf 325 Kilometer. Das ist enorm viel, weshalb ihr gerade bei elektrischen Flitzern die Klimaanlage und auch Heizung mit Bedacht nutzen solltet. 

Ein wichtiger Tipp hier ist die sogenannte Vorkonditionierung. Das bedeutet einfach, dass ihr das Auto auf die passende Temperatur bringt, wenn es noch an eine Ladesäule angeschlossen ist. Bei einigen E-Autos funktioniert das ganz simpel per App. Hier sagt ihr dem Auto kurz vor Fahrtantritt, auf welche Temperatur ihr es haben möchtet. Und wenn ihr einsteigt, bekommt ihr ein angenehmes Klima. 

So startet ihr die Fahrt mit 100 Prozent Akku und mit einem temperierten Fahrzeug. Denn es kostet weitaus weniger Energie, das Auto auf einer bestimmten Temperatur zu halten, als es zum Beispiel von minus fünf auf plus 15 Grad aufzuheizen oder von 35 auf 15 Grad herunterzukühlen. 

Das Auto und seine Ausstattung 

Auch beim Auto selbst solltet ihr schauen, dass es darauf optimiert ist, möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Die Haupttreiber für den Energieverbrauch hier sind die Reifen. Da diese als einziges Bauteil direkt mit der Straße und anderem Untergrund in Kontakt sind, verursachen sie auch den größten Fahrwiderstand. 

Den geringsten Widerstand bekommt ihr mit möglichst schmalen Reifen, die möglichst prall aufgepumpt sind. Allerdings ist das nicht der einzige Faktor, den ihr beachten solltet, denn dann würden alle Autos mit Fahrradreifen fahren. Der Reifen muss natürlich auch dem Gewicht des Autos standhalten und dieses über die Straße transportieren können. Zusätzlich bieten Reifen mit etwas weniger Druck mehr Grip. 

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Die Klimaanlage ist ein großer Energieverbraucher.

Um hier die richtige Balance zwischen Grip, Breite des Reifens und Verbrauch zu finden, solltet ihr unbedingt mit einem Profi sprechen, der euch die passenden Reifen für euer Elektromodell empfehlen kann. Denn bei den vielen Variablen ist der beste Reifen immer vom Modell abhängig. Abgesehen davon solltet ihr eure Reifen regelmäßig prüfen lassen, um zu sehen, ob der Druck stimmt. 

Letztendlich entscheidet auch das Gewicht des Autos und der Beladung über die Reichweite. Denn umso mehr das Auto transportieren muss, umso mehr Energie verbraucht es. Darum solltet ihr darauf achten, möglichst leicht unterwegs zu sein. Dinge wie eine Dachbox oder ein Fahrradträger solltet ihr nur anbringen, solange ihr sie auch nutzt. Ansonsten ist es unnötiger Ballast, der eure Reichweite verkürzt. 

Fazit: Stromsparend fahren mit dem Elektroauto

Auf den Energieverbrauch im Auto zu achten, ist gar nicht so schwierig, wenn ihr einmal wisst, worauf es ankommt. Es gibt viele kleine Kniffe im Fahrverhalten, Nutzerverhalten und am Auto selbst, mit denen ihr den Verbrauch beeinflussen könnt. Ich hoffe, unsere Tipps bringen euch ein paar Kilometer weiter. 

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2 Kommentare zu “Elektroauto: So fahrt ihr stromsparend

  1. Bischen schwach, vertane Zeit. Fehlt noch die Mär vom alte Tankquittungen entsorgen und mehr Sport machen, um Gewicht zu sparen.

  2. Gut zu wissen, dass das Einschalten der Klimaanlage die Gesamtreichweite des Elektroautos um ganze 39 Kilometer verringert. Mein Onkel möchte sich ein neues Elektroauto kaufen. Er wird den Tipp beherzigen und die Klimaanlage möglichst sparsam einsetzen, um die Reichweite des Autos nicht allzu sehr einzuschränken.

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