Touchbar-Maus Volatas (Bild: Jason Chhaidan)

Volatas: Eine Computer-Maus mit Touchbar – vom Macbook Pro inspiriert

Die Touchbar auf dem Macbook Pro hat die Fantasie beflügelt: Zahlreiche Anwendungen nutzen den länglichen Touchscreen für eine schnelle und intuitive Steuerung. Doch jetzt hat ein Designer die Volatas-Maus mit einer Touchbar entworfen. Schaut selbst.

Wer regelmäßig am Computer arbeitet, weiß zu schätzen, wenn die Geräte Zeit sparen und nicht kosten. Das gilt auch, wenn in einer Anwendung immer wieder ein Wert gefunden oder ausgewählt werden muss, der auf einer weitreichenden Skala liegt. Es geht einfach schneller mit dem Finger oder dem Mauszeiger auf das gewünschte Element zu tippen, als sich mit Plus- oder Minus-Taste mühsam bis zu diesem Wert vorzuarbeiten. Darin sehe ich den eigentlichen Gewinn der Touchbar auf dem Macbook Pro. Nach Vorstellung des kanadischen Industriedesigners Jason Chhaidan soll dies nun auch möglich sein, wenn die Hand nicht auf der Tastatur, sondern auf der Maus liegt. In seiner Designstudie Volatas ersetzt eine vertikale Touchbar das Scrollrad. Schöner Nebeneffekt: Das funktioniert nicht nur am Mac, sondern auch am Windows-Rechner.

Einen Farbwert wählen oder die Pinselstärke

Wie auf dem Macbook Pro sollen auch auf der Volatas-Maus unterschiedliche Optionen angezeigt werden. Es handelt sich also um einen steifenförmigen Multitouchscreen, nicht bloß um ein Touchpad. Das kann eine lange Liste sein, die sich leicht durchscrollen lässt, um dann mit einem Fingertipp ein einzelnes Element auszuwählen. Den Gamern wird Minecraft als Beispiel genannt, in erster Linie soll die Touchbar-Maus aber wohl die Bedienung von Multimedia-Anwendungen erleichtern: die Auswahl von Lautstärke oder Pinselgröße, aber auch das Bestimmen eines Farbwertes auf einer kontinuierlichen Skala. Oder es werden die drei Tasten Vor- und Zurückspulen sowie Pause angezeigt, um ein Video oder einen Podcast zu steuern.

Auf der Touchbar der Volatas-Maus können verschiedene Inhalte zur Auswahl stehen (Bild: Jason Chhaidan)

Auf der Touchbar der Volatas-Maus können verschiedene Inhalte zur Auswahl stehen (Bild: Jason Chhaidan)

Die Maus mit Touchpad gibt es schon länger (also noch ohne Touchscreen). Um zu scrollen wird kein physisches Rädchen gedreht, sondern mit dem Finger über einen Touchpad-Streifen gestrichen. Da so kein Staub in die Maus eindringen und das Rad bzw. die mechanischen Schalter blockieren kann, muss auch niemand zum Schraubendreher greifen und kleine Wollmäuse aus der Computer-Maus holen. Ich habe mich jedenfalls immer geärgert, wenn die Schrauben unter den Gumminoppen saßen, die ich erst einmal abknibbeln und hinterher mit Sekundenkleber wie anhaften musste. Von meiner Touchpad-Maus habe ich mich allerdings schnell wieder getrennt. Ich habe einfach keine Finger, die für den Touchscreen geeignet sind: Entweder sind die Kuppen zu trocken, oder es bleiben fettige Schlieren zurück. Meine aktuelle Laptop-Maus Logitech M325 tut es aber auch.

Im Entwurf von Jason Chhaidan ist auch noch ein Fingerabdruckscanner eingebaut, um darüber den Computer entsperren zu können. Aber die Technik dahinter hat der Designer nicht entwickelt. Seine Bilder zeigen lediglich das Äußere. Umsetzen muss die Multitouch-Maus Volatas dann jemand anderes.

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