PlayStation Now: Spiele-Streaming für PS3, PS4 und PC startet endlich in Deutschland

PlayStation Now? Erinnert ihr euch noch? Weit über zwei Jahre nach dem Start in den USA soll der Streaming-Dienst bald endlich auch hierzulande online gehen. Aber was war das gleich nochmal?

Es ist schon erstaunlich, wie viel Zeit sich Sony nahm, um PlayStation Now in andere Länder zu bringen. In den USA ging es bereits im Januar 2015 los, noch 2017 möchte man auch Deutschland, Frankreich und Luxemburg versorgen. Eine ausführliche Testphase lief bisher in Großbritannien, Belgien und in den Niederlanden, hierzulande soll eine weitere Beta bald ausprobiert werden können. Die Anmeldephase läuft schon.

Was ist PlayStation Now?

Vor etlichen Jahren war „Cloudgaming“ das nächste große Ding, durchsetzen konnte sich allerdings kein Anbieter so recht. Das 2008 gegründete Unternehmen Gaikai galt als vielversprechender Kandidat, da das Startup Lösungen parat hatte, um Computer- und Videospiele über das Internet zu streamen sowie ohne Schwierigkeiten zu spielen. 2012 erkannte Sony das Potential und kaufte die Firma für zirka 380 Millionen US-Dollar. Aus den somit erworbenen Technologien entstand im Laufe der Zeit PlayStation Now.

Problemlos und vielfältig soll PlayStation Now sein. (Foto: Sony)

Problemlos und vielfältig soll PlayStation Now sein. (Foto: Sony)

Der Grundgedanke sieht vor, dass ihr auf PlayStation 3, PlayStation 4 und sogar Windows-basierten Rechnern (Laptop, Desktop) in der Lage seid, PS3- und PS4- Spiele zu genießen, ohne dass ihr Discs besitzen oder die Games zuvor aufwändig downloaden müsst. Eine entsprechende schnelle Internetverbindung vorausgesetzt, werden die Daten gestreamt. Auch Trophäen dürft ihr verdienen, Mehrspieler-Modi verwenden oder Spielstände sichern – hier gibt’s keine Einschränkungen.

Ihr erlebt dank PlayStation Now sogar auf dem PC PlayStation-Klassiker wie „Uncharted“ oder „The Last Of Us“ – das ist natürlich sehr reizvoll.  Zudem belebt ihr so womöglich eure PS3 neu, auf die ihr PS4-Spiele bringt, ohne dafür neue Hardware kaufen zu müssen.

Was kostet PlayStation Now?

Noch nennt Sony keine genauen Preise für PlayStation Now in Deutschland. Doch ein Schnäppchen wird es nicht – einerseits. In Großbritannien werden 12,99 Pfund pro Monat fällig, hierzulande könnten es bis zu 20 Euro monatlich werden. Geboten werden allerdings – wenn man die Angaben aus UK und US als Vorlage nimmt – über 400 Spiele (PS3 und PS4 sowie allerlei Klassiker) stehen zur Verfügung. So schnell dürfte es nicht langweilig werden. Auch die Tatsache, dass ihr gar keine Konsole besitzen müsst, um PlayStation-Spiele zu zocken, ist von Vorteil.

Ob der Preis angemessen ist? Das lässt sich schwer sagen. Die Liste der in UK verfügbaren Spiele klingt nicht übel, obwohl sehr viele aktuelle Blockbuster fehlen. Für (übrigens ausschließlich volljährige) Gelegenheitsspieler ist das vermutlich nicht ganz so tragisch, da regelmäßig neue Titel hinzugefügt werden. Es ist schon mit einem „Netflix für Spiele“ vergleichbar.

Eine gute Sache?

Selbst stelle ich mir vor, dass ich daheim ein aktuelles Spiel am großen HDTV genieße, unterwegs spiele ich das gleiche einfach am Laptop weiter. Und ich muss mich nicht über überfüllte Festplatten und lange Downloads ärgern. Ob ich mit einem Account auch gleichzeitig auf PC, PS3 und PS4 auf PlayStation Now zugreifen kann?

Generell gefällt mir das Konzept von PlayStation Now schon. Es muss freilich der Abo-Preis stimmen, 15 – 20 Euro sind sehr hoch. Klar, das wäre noch immer günstiger, als sich zwei, drei Spiele pro Monat zu kaufen. Wichtig ist in meinen Augen, dass es in Deutschland eine Probemitgliedschaft gibt. Ist meine Internetverbindung schnell genug für einen qualitativ überzeugenden Genuss? 5Mbit werden als Minimum empfohlen, besser (deutlich) mehr. Und wie sieht es mit der Latenz, also der Verzögerungszeit zwischen Eingabe und Reaktion, aus? Die muss möglichst kurz sein, um Spaß mit einem Spiel zu haben.

Ich bleibe etwas skeptisch und bin neugierig, wie PlayStation Now in Deutschland anläuft.

Wäre das Streaming bzw. Mieten für euch eine Alternative zum Kauf?

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