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Vor dem Fernseher sitzen und skypen - das war eine Idee um 2012 bis 2016 herum. Damals setzte sich das nicht durch. (Foto: Skype / Microsoft)

Vor dem Fernseher sitzen und skypen - das war eine Idee um 2012 bis 2016 herum. Damals setzte sich das nicht durch. (Foto: Skype / Microsoft)

So nutzt ihr Skype (wieder) an eurem TV-Gerät

Habt ihr ein Gerät, auf dem Skye läuft? Wir sagen euch, wie ihr es mit dem Fernseher verbindet. Manchmal reicht schon ein einfacher Adapter.

Hach, war das bequem. Smart TV einschalten und mit weit entfernt wohnenden Freunden „skypen“. Damit ist seit einiger Zeit leider Schluss. Doch es gibt Alternativen.

Darum geht es

Im Juni 2016 beendete Microsoft den Support für die hauseigene Skype-App auf zahlreichen TV-Geräten. Smart TVs von Samsung, Sony und LG waren bzw. sind betroffen, zum Teil kann die Anwendung nicht mehr gestartet werden. Als Grund gaben die Verantwortlichen ein sich ändernder Markt und mangelndes Interesse seitens der Kunden an. Das hilft Leuten natürlich nicht weiter, die die Videotelefonie-Funktion regelmäßig verwendeten.
Skype ist der Video-Messenger, auf den sich viele Familien am ehesten einigen können (Bild: Microsoft)
Aber es gibt sie – die Alternativen, mit denen ihr euren großen Fernseher zum Telefonieren mit Freunden und Familienmitgliedern nutzen könnt. Verabschiedet euch allerdings von dem Gedanken, dass es so einfach wie bisher funktionieren wird. Das soll allerdings nicht bedeuten, dass es kompliziert sein muss. Ganz im Gegenteil.

Mit dem iPhone skypen

Besitzt ihr ein iPhone, neueres iPad oder einen iPod Touch, könnt ihr euer Apple-Gerät über ein separat erhältliches HDMI-Kabel mit eurem TV verbinden. Damit spiegelt ihr Inhalte komplett auf den großen Fernseher, auch die offiziell für iOS erhältliche Skype-App. Die Frontkamera des iPhones oder iPads wird genauso wie das integrierte Mikrofon genutzt. Und auf dem großen Bildschirm seht ihr euer Gegenüber. Solche Adapter sind nicht teuer und teils auch in größeren Varianten mit fast zwei Meter Länge erhältlich.
Die einfachste Lösung ist, das Smartphone auf dem Fernseher zu spiegeln – zum Beispiel mit dem Apple Lightning Digital AV Adapter (Bild: Apple)
Eine Ecke komfortabler der Weg über ein Apple TV, das bereits am Fernseher angeschlossen ist. Dank Airplay (Mirroring) übertragt ihr Inhalte vom Telefon oder Tablet direkt zum TV. Also auch Video und Ton von der Skype-App für iOS. Kabel werden in diesem Fall nicht verlangt. Bedenken solltet ihr, dass zum einen neuere Geräte nötig sind, zum anderen die Bildqualität aufgrund eines langsamen WLAN-Netzes leiden könnte. Der Vorteil hier: Ihr seid nicht auf Skype festgelegt. Videotelefonie über Facebook oder Google Hangouts sowie Facetime stehen ebenfalls bereit. Es läuft ja alles über die jeweiligen iOS-Apps.

Android und Google Cast

Nicht alle Android-basierten Mobiltelefone lassen sich über Kabel mit einem TV-Gerät verbinden, genauso klappt das schnurlose Spiegeln wie bei Airplay Mirroring nicht ohne weiteres. Hier unterscheiden sich auch die Angebote der Hersteller gravierend. Beispielsweise unterstützt Samsung mit eigenen Smartphones und HDTVs das „Screen Mirroring“, bei dem ihr ähnlich wie bei Apple ohne Kabel die Inhalte vom Telefon direkt auf den Fernseher bringt – auch Skype, Google Hangouts und andere Videotelefonie-Lösungen, die sonst auf dem mobile Device laufen. Nur den Neukauf eines HDTVs und eines Telefons bzw. Tablets in Erwähnung zu ziehen, ist wohl kein sinnvoller, da sehr teurer Schritt.
Der HDMI-Stick Google Chromecast ist keine geeignete Lösung. Leider.
Auch Chromecast bzw. Google Cast und Android TV-basierte Lösungen sind in diesem Fall nicht hilfreich. Nötige Apps sind leider nach wie vor nicht erhältlich. Nicht einmal Google Hangouts wird von Chromecast ohne weiteres unterstützt. Sollte euer Mobiltelefon oder Tablet über HDMI mit einem Fernseher verbunden werden können, zum Beispiel über einen MHL-Adapter, dann könnt ihr genauso wie beim iPhone oder iPad verfahren. Ansonsten müsst ihr euch nach weiteren Lösungen umschauen. Gleiches gilt für Windows-basierte Smartphones.

Xbox One

Zugegeben: Die Xbox One mit dem separat erhältlichen Kinect-Sensor mag nicht gerade die billigste Idee sein, Videotelefonie mit Skype wieder auf das TV zu bringen. Aber die Microsoft-eigene Konsole verfügt über viele weitere Vorzüge abseits des Spielens. Das neue Xbox One S-Modell kann sogar als Ultra HD-Blu-ray-Player verwendet werden, als Streamingplayer für Netflix und Co. sowieso. Skype mit Gruppen-Videoanrufen und einfacher Bedienung fehlt nicht. Aber: Der sonst kaum benötigte Kinect-Sensor muss mit dabei sein, schließlich ist das zugleich die nötige Kamera.

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Für die S- und X-Modelle der XB1-Familie braucht ihr zusätzlich einen speziellen USB-Adapter für Kinect. Das Urmodell von 2013 besitzt den proprietären Anschluss noch.
Kinect braucht ihr aber auch noch. (Foto: Microsoft)

Laptop, Mini-PCs und dergleichen

Ein günstiger Mini-PC, vielleicht ein betagter Laptop, ein aktueller Convertible-Rechner, eventuell auch das eigene Netbook – besitzt ihr einen Computer mit Windows 10, MacOS oder Linux, den man über HDMI-Kabel bzw. Adapter mit einem Fernseher zusammenbringen kann, wird es wieder ganz einfach. Spiegelt die Inhalte zum großen Display, bedient die Anwendung wie gewohnt mit Tastatur und Maus. Aktiviert die Kamera am angeschlossenen Laptop oder setzt eine reguläre USB-Webcam ein. Wie es am besten passt. Gerade erwähnter Mini-PC kann sich letztlich sogar als praktischer Heimkino-Begleiter entpuppen, der sich auch ums Videostreaming, Verwalten der eigenen Film- und Fotodatenbank oder gar Spiele kümmert. In jedem Fall sind die Anschaffungskosten relativ hoch, dafür steigt der Mehrwert des eigenen Fernsehers noch einmal deutlich. Und man ist  ebenfalls nicht mehr nur auf Skype festgelegt, sondern kann genauso von anderen Anbietern Gebrauch machen.
Für Netflix und Skype dürfte die Leistung des Lenovo IdeaCentre Stick völlig reichen. (Foto: Lenovo)
Ein bezahlbarer Ansatz wäre übrigens ein Windows-basierter HDMI-Stick wie der Lenovo IdeaCentre Stick 300-01IBY. Der besitzt zwar nicht unbedingt Highend-Hardware, dafür aber steckt man ihn direkt in einen HDMI-Port des Fernsehers. Dazu noch eine Webcam und schon kann Skype am TV wieder beginnen – für rund 130 Euro.

Mehr Infos zum Thema Fernseher?

Dieser Beitrag ist nicht der einzige, den wir dazu geschrieben haben. Mehr Texte über Fernseher findest du auf unserer Themenseite Smart-TV.

Habt ihr eine Lösung für euch gefunden, wie ihr Skype (und Co.) auf den großen Fernseher bringt? Schreibt es uns doch in den Kommentarbereich!
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