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Probleme mit Cyberpunk 2077: Mehr Performance am PC

Cyberpunk 2077 ist ein tolles Spiel – aber nicht auf jeder Plattform. Welche Alternativen zu PS4 und XB1 es gibt und wie ihr das Maximum aus dem PC herauskitzelt.

Kaufwarnung für Cyberpunk 2077, das Spiel der Stunde des polnischen Studios CD Projekt RED. Zumindest auf PlayStation 4, Xbox One und Xbox One S. Das sagen renommierte Magazine. Hier sähe das Spiel schlecht aus und kämpfe mit zufälligen, häufigen Abstürzen. Wie ihr zumindest auf eurem PC die Performance steigert und welche Alternativen es noch gibt, sagen wir euch in diesem Beitrag.

Lohnt sich Cyberpunk 2077 auf PlayStation 4 und Xbox One?

Der PlayStation 5 und Xbox Series S|X zum Trotz stehen die Vorgängermodelle millionenfach in Wohnzimmern und Zockerstübchen. Das SciFi-Rollenspiel läuft aber nicht auf allen Modellen gleich gut. Hier sieht das Spiel schlecht aus und kämpft mit zufälligen, häufigen Abstürzen.

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Anders auf PlayStation 4 Pro und Xbox One X. Die Grafik ist etwas hübscher, die Bildwiederholrate stabiler. Abstürze gibt es dennoch, wenngleich CD Projekt RED eifrig an Fixes werkelt, die Freezes und Co. in den Griff bekommen sollen. Ob die Entwickler die derzeit nahezu leergefegten Straßen Night Citys mit Leben füllen, müssen wir abwarten.

Eine echte NextGen-Fassung für PS5 und Xbox Series S|X soll 2021 kommen.

Die Alternativen: GeForce Now und Stadia

Um Cyberpunk 2077 in hübsch und performant zu spielen, braucht ihr keinen Highend-PC. Es reicht schon ein Smart-TV, Nvidia Shield TV Pro oder Google Chromecast, um in den Genuss zu kommen.

Auf Nvidia GeForce Now müsst ihr zum einen das Spiel auf Steam oder GOG Galaxy kaufen bzw. registrieren. Dann wechselt ihr zu Nvidia GeForce Now, erstellt euch dort ein Konto und streamt das Spiel auf euer Endgerät. Das kostet in der Basisversion keinen Cent. Ihr seid allerdings auf eine 1080p-Auflösung und eine Stunde Spielzeit am Stück gebunden. Nach einer kurzen Pause könnt ihr dann wieder in Night City eintauchen.

Nvidia GeForce Now bietet drei Streaming-Pakete – eines davon sogar kostenlos. Die Auflösung ist auf 1080p gedeckelt, eine Stunde Spielzeit am Stück das Maximum.

Die kostenpflichtigen Pakete für 5,49 Euro pro Monat oder 27,45 €/Monat heben die Beschränkungen auf und bieten neben 4K-Support das rechenintensive Raytracing an.

Eine weitere Alternative ist Google Stadia. Das Spiel läuft hier ebenfalls auf einem Server, der eure Eingaben empfängt und das fertige Bild samt Sound an euer Endgerät sendet. Anders als bei GeForce Now müsst ihr Cyberpunk 2077 im Stadia Store für 59,99 € kaufen. Möchtet ihr eine 4K-Auflösung, braucht ihr außerdem das Pro-Abonnement für 9,99 €/Monat. Reicht euch ein 1080p-Bild, tut es das kostenlose Stadia Base.

Die Vorteile der Streaming-Services liegen auf der Hand. Ihr braucht keine teure Hardware, ihr könnt von (fast) überall darauf zugreifen und Spiele mit Maus und Tastatur oder dem Controller zocken.

Hardcore-Zocker rümpfen da allerdings die Nase.

Wie ihr die PC-Performance in Cyberpunk 2077 steigert

Grelles Neonlicht, viele NPCs, aufwendige Effekte – auf einem gut konfigurierten PC sollte Cyberpunk 2077 geschmeidig laufen.

Das lang erwartete Rollenspiel sieht auf einem PC mit potenter Hardware hervorragend aus. Doch vielfach sind Spieler von der Performance negativ überrascht.

Abhilfe sollen größere Patches im Januar 2021 bringen. Wollt ihr nicht so lange warten, könnt ihr mit ein oder zwei Eingriffen selbst ein ordentliches Leistungsplus erzielen.

Tweak Nummer 1 hilft auf allen Systemen und teilt der Spiele-Engine mit, wie viel Arbeitsspeicher und GPU-RAM zur Verfügung stehen. Werksseitig eingestellt sind hier lediglich 1.536 MB Systemspeicher und 3 GB für die Grafikkarte hinterlegt. Damit entspricht die PC-Konfiguration dem, was PlayStation 4 und Xbox One nutzen.

Gehen wir das Problem also an. Wobei es hier zu einer Einschränlung kommt. CD Projekt RED zufolge habe die im folgenden zu bearbeitende Datei keine Funktion gehabt. Im Praxistest war unser Eindruck ein anderer – und ein Performance-Boost nicht nur den Spiele-Neustart zurückzuführen. Mit Hotfix 1.05 ist hat der Entwickler die Datei entfernt – dank Rollback könnt ihr sie dennoch wiederherstellen.

Navigiert euch zunächst in den Ordner mit der Konfigurationsdatei. Standardmäßig sieht der Pfad wie folgt aus: [Laufwerksbuchstabe]:\GOG\Cyberpunk 2077\engine\config. Dort ruft ihr die Datei memory_pool_budgets.csv auf. Ihr könnt das Dokument unter anderem mit Excel bearbeiten.

In der Spalte PC findet ihr mit PoolCPU und PoolGPU die beiden Einträge, die ihr modifizieren solltet. Schreibt für die CPU 16 GB rein, wenn ihr über ausreichend RAM verfügt. Mehr verwaltet das Spiel dann ohnehin nicht – ein höherer Wert hat keine Auswirkungen.

Kratzt ihr an den 16 GB oder liegt ihr darunter, zieht ihr vom maximal verfügbaren Arbeitsspeicher 4 GB ab, die dann für Windows reserviert sind.

Mehr Grafikkartenspeicher zuteilen

Die Angabe für PoolGPU ist simpler. Hier gebt ihr an, über wie viel VRAM die Grafikkarte verfügt. Seid ihr euch unsicher, was verbaut ist, navigiert ihr in Windows 10 zum entsprechendem Eintrag: Einstellungen – Anzeige – Erweiterte Anzeigeeinstellungen – Adaptereigenschaften anzeigen. Den Wert unter »Dezidierter Videospeicher« ist das, was ihr in die Datei reinschreibt.

In Windows 10 könnt ihr die VRAM-Größe in einem Untermenü ermitteln.

Achtet darauf, dass zwischen Zahlenwert und GB-Angabe kein Leerzeichen steht.

Für AMD-CPUs: Ein fettes Plus!

Besonders ärgerlich ist die Performance auf PCs mit AMD-Prozessor. Die Vermutung, CD Projekt RED habe für diesen Hersteller nicht optimiert, liegt auf der Hand, wenn wir uns den zweiten Tweak anschauen. Fast alle Ryzen-Mikroprozessoren profitieren davon. Ausgenommen ist der Ryzen 9 5900 X, bei dem es zu einem Leistungsabfall kam, nachdem das Modding vollendet war.

Was ist Cyberpunks Problem mit AMD? Kurz: Das Spiel rechnet auf den physischen, nicht aber den logischen Cores. Die Ryzens sind eben wegen ihrer Threads bei Spielern so beliebt. Also müssen wir der RED Engine 4 beibringen, sie anzusteuern. Die Leistung pendelt zwischen 40 und 60 Prozent von dem, was der AMD eigentlich liefern könnte.

Mit wenigen Schritten ist dieses Defizit behoben:

Cyberpunk 2077 sollte nun auf eurem System besser laufen. Weitere Tweaks findet ihr bei Digital Foundry im folgenden Video:

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So jedenfalls kommt ihr auf PC, Stadia oder GeForce Now in den Genuss eines tollen Rollenspiels. Wake up, Samurai!

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