Von Vinyl bis Hochbit-Streaming: Die HiFi-Trends der High End 2014

Am 15. Mai hat die diesjährige High End, die wohl wichtigste HiFi-Messe Europas, wieder ihre Pforten geöffnet. Wie gewohnt präsentiert die Ausstellung in München Hochmodernes, Traditionelles und Skurriles. Wir haben uns auf der 33. High End für Sie umgeschaut und die wichtigsten Eindrücke um eher unkonventionelle Speaker und Wiedergabegeräte der Extravaganz in einem kleinen Streifzug zusammengestellt.

Mehr als 440 Anbieter auf einer noch größeren Ausstellungsfläche als in den letzten Jahren zeigen vom 15. bis 18. Mai auf der High End 2014 Traumgeräte für Audiophile. Im Münchner Ausstellungszentrum M.O.C. vermitteln die Hersteller wieder faszinierende Eindrücke von traditionellen Vinyl-Laufwerken für Sound-Puristen, gigantischen Lautsprechern mit dem Hang zum Exotischen und hochmodernen Audioservern für Musikgenuss ohne Grenzen. Zusätzlich wird in diesem Jahr mit dem Schwerpunktthema „High End on Wheels“ auch klingenden Einbauten in Edel-Fahrzeugen viel Raum geboten.

Neben dem stetig wachsenden IT-Bereich um das immer beliebtere Audio-Streaming stehen aber natürlich auch in diesem Jahr wieder edle Speaker im Fokus der Veranstaltung. Einmal mehr ziehen vor allem ungewöhnlich designte Lautsprecher jenseits allen Mainstreams die Blicke auf sich. Darunter findet sich etwa das Soundboard (Bild unten) des französischen Herstellers JMC Lutherie, das aus einer dünnen Holzscheibe aus abgelagerter Fichte gebaut wurde. Der Hersteller verspricht, dass sein ungewöhnlicher Lautsprecher „ein sehr angenehmes akustisches Klima schafft, das die Zuhörer in ein musikalisches Bad eintauchen und Emotionen wie bei einem Live-Konzert verspüren lässt.“

JMC_Lutherie_Soundboard

Weit weniger natürlich muten die komplett aus Beton gegossenen Lautsprechergehäuse von Concrete Audio an. Das unerschütterliche Zweiwege-Modell N1 (Bild unten), das auf der High End ausgestellt wird, ist in Handarbeit entstanden und nur in streng limitierter Auflage erhältlich – übrigens zum Schnäppchenpaarpreis von rund 32.000 Euro für 80 Kilogramm Musik-Power pro Box.

Concrete Audio N1 - Strong Speakers Made of Concrete for Equal SoundMit Gehäusen aus feinstem Leder und poliertem Holz will auch die serbische Manufaktur Auris Audio ihre Speaker als Edel-Pretiosen für die Ewigkeit verstanden wissen. Dem auch bei vielen Boxen zu beobachtenden Schlankheitswahn stellt sich der deutsche Hersteller Voxativ entgegen – mit korpulenten Lautsprechern, in denen verbundene Membrane von Vollbereichs-Chassis alle Frequenzen des Tonspektrums von einer Position aus abstrahlen. Ganz auf rechte Winkel verzichtet die ungewöhnliche Sound-Anlage MiZik (Bild unten), die aufrecht stehend oder horizontal liegend eingesetzt werden kann. In dem glänzenden Gehäuse voll bunter Touch Screens verbergen sich die Funktionen dPlay (ein Digital-Analogwandler), dVin (ein Phono-Vorverstärker mit USB-Ausgang für digitalisierte Vinylklänge) und dStream (für gestreamte Musik aus dem Netz).

MiZik

Ganz metallisch präsentiert sich der CD/SACD-Player Esoteric Grandioso (Bild unten) der japanischen Traditionsmarke TEAC. Das Gerät ist zusätzlich mit einem Wandler ausgestattet, der Audiosignale exakt mit 32 Bit verarbeitet und niedrig aufgelöste Musikdaten via Upsampling verfeinert.

Estoteric_Grandioso

Wie schon in den letzten Jahren kommt dem Vinyl-Bereich auf der High End viel Aufmerksamkeit von Ausstellern und Besuchern zu. So zeigt der britische Hersteller Wilson Benesch zu seinem 25-jährigen Firmenjubiläum mit dem Circle 25th Anniversary (Bild unten) stolz einen mehr als ungewöhnlichen Spieler mit ultraleichtem Tonarm aus Carbonfiber. Und gleich eine ganze Armada von Analog-Plattenspielern präsentiert auch in diesem Jahr wieder der auf Vinyl-Player spezialisierte Anbieter Transrotor auf seinem Messestand.

Circle_25_Anniversary

Noch bis Sonntag ist die High End täglich von 10 bis 18 Uhr für das Gesamtpublikum geöffnet. Ein Tagesticket kostet 12 Euro, Kinder bis 14 Jahren haben freien Eintritt.

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