Studie: Zwei Milliarden Connected-TV-Devices bis zum Jahr 2018

Auf Googles eigener Entwicklerkonferenz I/O im Juni blieben einige Beobachter ratlos zurück, warum der Datenriese nun mittlerweile den fünften Versuch unternahm, mit einem eigenen Betriebssystem auf Smart-TV-Oberflächen zu expandieren. Android TV soll das erfolglose Google TV beerbeben, das System eng mit Android-Smartphones und -Tablets verknüpfen. Dass Google es diesmal ernst meint, beweisen die bereits angekündigten, frühen Kooperationen mit den ersten Geräteherstellern. Und die Gründe dafür, warum Google bei dem Thema nicht locker lässt, liefert nun Strategy Analytics.

Für eine neue Studie über internetfähige Geräte im Haushalt ermittelten die US-Marktforscher eine Verbreitung von mehr als 1 Milliarde Connected TV Devices noch bis zum Ende dieses Jahres. Das alleine wären schon gut 50 Prozent mehr Geräte als noch 2012. Doch bis 2018 soll sich diese Zahl gar noch auf dann 2 Milliarden vernetzte Geräte mit TV-Inhalten verdoppeln. Die Motivation ist also klar: Google ließe sich hier ein riesiges Geschäft entgehen, wenn man nach den nicht unbedingt von Erfolg gekrönten Versuchen in der Vergangenheit jetzt schon die Waffen streckte.

Unter Connected TV Devices verstehen die Marktforscher Geräte abseits von Computern und Tablets, die Videoinhalte aus dem Netz empfangen und im Wohnzimmer ausstrahlen können. Also nicht nur Smart-TV-fähige Geräte, sondern auch Konsolen wie die Xbox oder die Playstation, bei der die Wiedergabe von Videoinhalten nur eine von vielen Funktionen ist.

Strategy Analytics Connected  TV Device Installed Base

Was bei der Studie vielleicht überrascht: Trotz zahlreicher neumodischer Geräte bleibt der gute alte Fernseher die treibende Kraft bei dieser Entwicklung und das meist verbreitete Connected-TV-Device. Gemeint sind in diesem Falle natürlich Smart TVs, die sich aber ohnehin anschicken in wenigen Jahren ihre nicht-internetfähigen Vorgänger komplett abzulösen und denen laut der Studie eine rosige Zukunft bevor steht. Aufwärts ginge es demnach auch für Set-Top-Boxen, digitale Videorekorder und Blu-ray-Player, die immer öfter auch mit Smart-TV-Funktionen ausgestattet werden. Etwa konstant bliebe demnach die Verbreitung von Internet-TV-fähigen Spielkonsolen.

Rosig verläuft den Analysten nach auch die Verbreitung digitaler Media-Adapter. Hierbei liegt Google diesmal mit dem bisher sehr erfolgreichen Smart-TV-Stick Chromecast genau im Trend.

Grafik: Strategy Analytics

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