Studie: 73 Prozent der deutschen Internetnutzer schauen Videos im Netz

Studie: 73 Prozent der deutschen Internetnutzer schauen Videos im Netz

Wer ins Internet geht, der guckt dort auch Videos. Das ist die Quintessenz einer aktuellen Studie des Hightech-Branchenverbands Bitkom. Demnach konsumieren 73 Prozent der deutschen Internetnutzer über 14 Jahren zumindest gelegentlich „Videos per Stream“. Bei den 14- bis 29-jährigen sind es sogar 87 Prozent.

Was Bitkom als „Streaming“ bezeichnet, sind eigentlich generell Videoinhalte im Netz. Der Hightechverband zählt hier Videoplattformen ebenso dazu wie Live-TV. 53 Prozent der befragten Internetnutzer schauen demnach Videos auf Portalen wie YouTube, Vimeo und Clipfish, 46 Prozent nutzen Mediatheken wie von ARD und ZDF, 37 Prozent schauen das aktuelle Fernsehprogramm live im Internet, wie etwa den Livestream von ARD, ZDF oder Angebote wie Zattoo oder Magine. 19 Prozent nutzen Online-Videotheken wie Watchever oder Maxdome.

Die Zahlen bedeuten Wasser auf die Mühlen des kommenden Mitanbieters Netflix, der voraussichtlich Mitte September in Deutschland starten wird. Allerdings nutzen derzeit erst 17 Prozent der befragten Nutzer kostenpflichtige Video-Dienste.

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Die Moral von der Geschicht: Internet und Video – das passt gut zusammen und die Vermischung von TV- und Internetinhalten wird eher noch zunehmen. Dazu passt ein aktueller Beitrag auf dem IT-Blog GigaOm mit der Überschrift: „Ich frage meine Tochter: ‚Welche Sendungen schaust du dir am liebsten im TV an?‘ Meine Tochter antwortete: ‚Was ist ein TV?'“. Wer mit Internet und dem Tablet aufwächst, der macht heute schon keinen Unterschied mehr zwischen den Geräten. Und auch wir dürfen uns davon langfristig verabschieden: Die Inhalte, die wir wollen, werden irgendwie zu uns kommen. Egal, auf welchem Endgerät.

Interessant übrigens: Bitkom befragte zu der Studie 1.004 Personen ab 14 Jahren. Davon waren nur 777 aktive Internetnutzer. Die Studie gibt also gleichzeitig Hinweise zur Internetnutzung in Deutschland: Nur 77 Prozent sind demnach überhaupt im Internet. Ganz so schnell wird das mit dem „Inhalte überall“ also wohl doch nicht gehen.

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