Streamingdienste für Musik und Filme: Ein Milliardenmarkt in Aufruhr

Der Trend zum Streamen von Audio- oder Video-Content hat einen neuen Markt geschaffen – einen Markt, in dem schon heute Milliarden umgesetzt werden und der nicht zuletzt deshalb umkämpft ist wie kaum ein anderer. Fast täglich erreichen uns weitreichende neue Meldungen zu der populären Thematik. Jetzt wurde bekannt, dass Apple seinen Streamingdienst Beats Music verbilligen will – während der Video-on-Demand-Anbieter Redbox gegen Netflix & Co. kapituliert und seinen Service endgültig eingestellt hat.

Aus für Redbox! Der Streamingdienst hat sein Angebot am 7. Oktober eingestellt. Bei dem Hybrid-Service wurde seit Frühjahr 2013 das Streamen von VoD-Filmen in SD-Qualität kombiniert mit einem Gutscheinangebot zum Ausleihen von DVDs in Franchise-geführten Automaten. Doch das Unternehmen arbeitete von Anfang an defizitär. Angaben des US-Fachblattes „Home Media Magazine“ zufolge verbuchte Redbox Instant by Verizon zuletzt 15 Millionen Dollar Verlust pro Quartal. Den von Analysten und Investoren schon seit längerem geforderten Schritt zur Beendigung des erfolglosen Angebots hat das Unternehmen jetzt gemacht – und damit auch die Konsequenzen aus der immer größer werdenden Übermacht konkurrierender Anbieter wie Amazon und vor allem Netflix gezogen.

112408-pmk-SMART-REDBOX.jpgZur selben Zeit erreicht uns die Nachricht, dass Apple einen weitreichenden Umbau seines Musik-Streamingdienstes Beats Music plant. Dabei soll vor allem der derzeit gültige Monatspreis von knapp zehn Euro/Dollar/Pfund auf dem Prüfstand stehen. Die Kunden wird es freuen, dass derzeit offenbar Gespräche mit den Musikkonzernen über eine möglich Preisreduzierung geführt werden. Allerdings sei wohl erst im kommenden Jahr mit entsprechenden Modifizierungen des Angebots zu rechnen, bei dem derzeit mehr als 20 Millionen Songdateien für die Abonnenten bereit stehen. In der jüngeren Vergangenheit wurde auch immer wieder darüber spekuliert, ob Beats Music von Apple in das iTunes-Angebot integriert werden könnte. „TechChrunch“ berichtete gar von der Einstellung des erst im Mai 2014 übernommenen Musikabos. Das hat Apple inzwischen aber nachhaltig dementiert.

BeatsMusic_OfferZwei Vorgänge, die beispielgebend zeigen, wie hart derzeit von den Unternehmen um die Gunst bestehender und potenzieller Streaming-Kunden gerungen wird. Am Ende werden sich wohl nur die großen Konzerne dauerhaft in diesem Milliarden-Business positionieren können – wenn sie bereit sind, ihre Titelauswahl und Preise den Marktgegebenheiten kontinuierlich anzupassen um so auch weiterhin zumindest den Großteil der User von illegalen Angeboten abzuhalten.

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