Spotify gegen die Musikpiraterie – Wie man aus Raubkopierern zahlende Kunden macht

In den USA geben die Menschen pro Monat durchschnittlich 5 Dollar für Musik aus. Ein Premium-Abo bei Spotify kostet 9,99 Dollar und stellt für viele eine bessere Alternative zur Raubkopie dar.

Streamingdienste gelten als die neue Generation des Musikkonsums. Dank ihnen haben Nutzer eine legale und bezahlbare Alternative zu digitalen Käufen oder Raubkopien. Dennoch standen Anbieter wie Spotify und Co. lange in der Kritik, Musiker abzuzocken und ihnen kaum etwas vom großen Kuchen abzugeben. Spotify wehrt sich nun gegen die Vorwürfe und erklärt das Bezahlsystem.

Anders als oft vermutet, werden die Künstler nicht pro abgespielten Titel bezahlt, sondern nach Beliebtheit ihrer Titel im Spotify-Katalog. Der große Topf wird also unter allen Künstlern aufgeteilt und nicht einzeln abgerechnet. Von der Gesamtsumme behält Spotify allerdings noch 30 Prozent selbst ein. Damit werden Unternehmen und Infrastruktur finanziert.

Das Geschäftsmodell von Spotify zielt darauf ab, Einnahmen zu generieren, selbst dann, wenn der Nutzer das kostenlose Spotify-Angebot nutzt. Das erreicht man über Werbung, doch das Ziel ist es, aus ihnen Nutzer des Premium-Angebots zu machen. Dafür bietet Spotify eine kostenlose Testphase des Premiumangebots an und stuft Nutzer daraufhin in ein extrem eingeschränktes, kostenloses Paket ab.

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Mit einem Preis von knapp 10 Dollar zahlen Nutzer des Premiumdienstes dann doppelt so viel wie der durchschnittliche CD- und Digitalmusikkäufer.

Künstler erhalten durch Streaming-Dienste sicherlich nicht so viel, wie sie durch CDs und Konzerte einnehmen, doch jeder Raubkopierer, der Künstlern zumindest durch Streamingdienste Geld zukommen lässt, bringt einem Musiker mehr Geld als die illegale Kopie.

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Spotify zieht in einer virtuellen Präsentation übrigens Resümee zum vergangenen Jahr. Man kann sich dort auch seine eigene persönliche Jahresstatistik seiner Spotify-Nutzung anschauen.

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