Sony schraubt TV-Produktion zurück – und kündigt das langjährige FIFA-Sponsoring auf

Der japanische Elektronikkonzern Sony baut derzeit mit die besten Ultra HD-Fernseher auf dem Markt, dennoch ist das TV-Geschäft bei dem Hersteller nach wie vor defizitär. Als Reaktion will Sony künftig unter anderem die Modellvielfalt seiner Fernsehgeräte zurückschrauben. Und auch einer Verlängerung des Sponsoring der FIFA hat der Anbieter jetzt eine Absage erteilt.

Das TV-Geschäft bei Sony fährt keine Gewinne ein. Jetzt hat sich der Anbieter entschlossen, als eine der erforderlichen Sparmaßnahmen den Ende 2014 auslaufenden Sponsorenvertrag mit dem Fußball-Weltverband FIFA nicht weiter zu verlängern. Bei Vertragsabschluss hatte Sony noch die Rekordsumme von 305 Millionen US-Dollar an die FIFA bezahlt. Acht Jahre hatte die Kooperation gehalten. Sony war in dieser Zeit Premiumpartner der FIFA bei den Fußballweltmeisterschaften. Ob die jetzt verkündete Entscheidung auch von den derzeitigen Korruptionsvorwürfen gegenüber dem Fußballverband beeinflusst wurde, ließ Sony bislang unkommentiert. FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke wies entsprechende Zusammenhänge zwischen den jüngsten Beschuldigungen bezüglich der Weltmeisterschaftsvergaben 2018 bzw. 2022 und dem Sponsoring-Ausstieg von Sony allerdings bereits zurück.

Jedenfalls will der Konzern mit den Einsparungen, die sich aus der Beendigung der Zusammenarbeit ergeben, auch im TV-Markt baldmöglichst wieder zurück in die kommerzielle Erfolgsspur kommen. Doch mit dem Sponsoring-Aus allein wird es nicht getan sein, das ist auch den Sony-Chefs klar. Deshalb soll künftig unter anderem auch die Vielfalt der TV-Modelle zurückgefahren werden um Kosten einzusparen. Wir werden also schon bald nur noch eine geringere Bandbreite unterschiedlicher Fernsehermodelle von Sony in den Outlets und bei Online-Händlern vorfinden.

Keine Änderung soll es hingegen bei der Kooperation zwischen Sony Computer Entertainment und der Champions League geben. Der Konsolenhersteller will weiterhin Premium-Sponsor des vom europäischen Fußballverband UEFA organisierten Clubwettbewerbs bleiben und die Zusammenarbeit auch 2015 aufrecht erhalten.

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