Westworld wird es auf YouTube TV nicht zu sehen geben (Bild: HBO)

17 Serien, die mich 2016 wirklich beeindruckt haben (und alles, was ich mir sonst noch anschauen musste)

Hunderte neue Serien kamen in diesem Jahr heraus. Aber für welche davon lohnt es sich, dem Familientreffen über die freien Tage mal für ein paar Stunden zu entfliehen? Wir haben 17 besondere Tipps für euch, und noch einige mehr.

Ich hab nicht alle geschafft. Das sei einmal gleich vorweg genommen. Es gibt zu viel, pro Jahr kommt mehr Neues heraus als ein normal Werktätiger in seinem Leben schaffen kann. Das ist gut, so gibt es für alle genug Auswahl. Und natürlich ist diese Auswahl subjektiv und daher streitbar. So oder so: Hier findet ihr ein paar Tipps für die freien Tagen. Fügt ihnen gerne noch welche hinzu und streitet mit mir über die Auswahl und Reihenfolge!

Nachtrag: Auf mehrfachen Wunsch habe ich noch in Klammern ergänzt, wo es die jeweilige Serie (Stand Weihnachten 2016) zu sehen gibt. Vieles, was Streaming-Flatrates wie Netflix oder Sky Ticket anbieten, gibt es allerdings auch käuflich auf Einzelverkaufsplattformen wie iTunes, Google Play und vergleichbaren Diensten von Microsoft, Sony, Maxdome oder Wuaki zu erwerben. Sucht die jeweilige Serie für genauere Infos bei den Kollegen von WerStreamt.es!

Serien, die mich 2016 zu wenig beeindruckt haben

Tempel – Pfleger Tempel kriegt Ärger mit der Berliner Häusermafia. Macht aber nichts, weil Tempel ja früher Boxer war und Kontakte in die Unterwelt hat. Das deutsche Minidrama lässt aber auch kein Klischee aus, läuft mit erstaunlich amateurhaften Nebendarstellern auf und wirkt wie der verzweifelte Versuch, Blochin neu aufzulegen, was wahrlich nicht Not getan hätte. (Zu sehen in der ZDF Mediathek).

Zoo – Dass der Mensch unsäglichen Raubbau an der Umwelt betreibt und sich damit den Ast absägt, auf dem er sitzt, rechtfertigt noch lange keine derart an den Haaren herbeigezogene Mysteryserie über eine Rache der Tiere. Hab nach einer knappen Folge kopfschüttelnd abgebrochen. (Amazon, iTunes)

The Young Pope – Gut gefilmt, aber das Thema für mich nicht interessant genug für eine Serie. (Sky)

The Young Pope. Bild: HBO

The Young Pope. Bild: HBO

Divorce – 15 Minuten fand ich die Scheidungs-Dramedy mit Sex-and-the-City-Star Sarah Jessica Parker lustig, dann wurden die Blicke auf die Armbanduhr häufiger. Ich denke, viele werden das anders sehen. (Sky)

Crisis in Six Scenes – Woody Allen’s erste Serie für Amazon ging in meinen Augen komplett daneben. (Amazon Prime)

Billions – Die Serie über zwei rivalisierende Finanzhaie wirkte auf mich überambitioniert und als wäre sie nur für die beiden Weltstars Damian Lewis und Paul Giamatti erschaffen worden. Zu wenig für meinen Geschmack. (Sky)

Vinyl – Beim Versuch, das Lebensgefühl der 70er in Szene zu setzen, sprang der Funke irgendwie nicht über, obwohl teuer und aufwändig umgesetzt. (iTunes, Google Play, Maxdome, Amazon)

High Maintenance – Ich weiß bis heute nicht, was diese Sendung soll, ob das Comedy war, wer hier eigentlich im Fokus steht oder ob man die Zuschauer einfach nur nerven wollte. Findet’s selbst heraus. (Sky)

Dit is Fußball – Fußball-Comedy von Tele5. War nie anders als als Trash gedacht, okay. Aber dann hatte ich gehofft, sie wäre im Sharknado-Stil wenigstens unfreiwillig komisch. War sie nicht.

Dit is Fußball. Bild: Tele5

Dit is Fußball. Bild: Tele5

Hap & Leonard – Ich hab schon wieder vergessen, worum es in dieser Serie eigentlich gehen sollte. Spricht nicht gerade für sie. (Amazon Prime)

Aquarius – David Duchovny jagt Charles Manson. Klingt nach einer rasanten Story, war aber träge und scheitert, wie so viele Serien, am Versuch, die 70er Jahre noch einmal aufleben zu lassen. (n/a)

MacGyver – Einen altklugen Schnösel Mitte 20, der mit seinen Abschlüssen prahlt, in die Rolle des einst sympathischen Humanisten MacGyver zu stecken, die Handlung einem x-beliebigen James-Bond-Film zu klauen und das Ergebnis genauso zu nennen wie die 80er-Jahre Kultserie, ist nichts weniger als eine Frechheit. Hat’s bisher nicht ins deutsche Fernsehen oder Streaming-Universum geschafft und ich drücke euch die Daumen, dass das auch so bleibt! (n/a)

MacGyver-Remake. Bild: CBS

MacGyver-Remake. Bild: CBS

Solide Serienkost, nicht weniger, aber auch nicht mehr

Shooter – Bodenständige Actionserie auf Basis des gleichnamigen Films, ansonsten ist die Geschichte über einen Scharfschützen, der vom Jäger zum Gejagten wird, viel Schema F. Schön allerdings, Ryan Phillippe mal wieder zu sehen. (Sky)

Public Enemy – Belgische Crime-Mystery-Serie über einen Serienmörder und eine traumatisierte Polizistin als seine Gegenspielerin. Hat man in der Form dann doch schon zu oft gesehen. (Sky)

Public Enemy. Bild: Sky

Public Enemy. Bild: Sky

Marcella – Polizistin mit Aussetzern weiß nicht, ob sie am Mord, den sie aufklären soll, selbst beteiligt ist. Geschichte mit Fehlern, aber starke Charaktere, allen voran Hauptdarstellerin Anna Friel. (Netflix)

Good Girls Revolt – Serie über den aufkommenden Feminismus in einer Nachrichtenredaktion in den späten 1960ern. (Amazon Prime)

Lucifer. Bild: Warner Bros.

Lucifer. Bild: Warner Bros.

Lucifer – Der Sohn des Teufels pflegt ein Leben als Sunnyboy in L.A. und hilft ironischerweise der Polizei dabei, Verbrechen aufzuklären. Ist genau eine halbe Folge lang originell, danach eine durchschnittliche Krimiserie mit komödiantischen Elementen. (Amazon Prime)

Goliath – Der immer wieder großartige Billy Bob Thornton besprenkelt eine ansonsten graue Anwaltsserie mit Farbtupfern. (Amazon Prime)

Atlanta – Schon sehr ordentlich gescripted und erstaunlich tiefgründig für eine Comedy, aber irgendwie nicht mein Humor. (Sky)

Positive Überraschungen

Wrecked – Eine ganze Serie als Parodie auf die Mysteryserie Lost – sowas gab es sicher auch noch nicht oft. Und geht man mit entsprechend niedriger Erwartung da rein, hat man ein paar Folgen lang durchaus was zu lachen. (Sky)

Wrecked. Bild: Sky

Wrecked. Bild: Sky

Hooten & the Lady – Absichtlich übertriebene Abenteuerfilmparodie und deswegen zwischendurch für ein paar Lacher gut. (Sky)

Morgen hör ich auf – Bastian Pastewka im „deutschen Breaking Bad“. Als Miniserie in Ordnung. (Netflix, Amazon, iTunes, Google Play)

Familie Braun – Mini-Webserie über zwei Neo-Nazis, die ein schwarzes Kind bei sich aufnehmen müssen. (Amazon Prime, YouTube oder direkt das Video oben anklicken)

Jean-Claude van Johnson – 80er-Jahre B-Film-Actionheld Jean-Claude van Damme als Karikatur seiner selbst. Bisher nur als Amazon-Pilot erschienen, der noch Längen aufweist. Aber die Idee hat mächtig Potenzial. (Amazon Prime)

Jean-Claude van Johnson. Van Damme spielt abgehalfterte Version seiner selbst. Bild: Amazon

Jean-Claude van Johnson. Van Damme spielt abgehalfterte Version seiner selbst. Bild: Amazon

The Ranch – Ashton Kutcher als verlorener Sohn in einer soliden Cowboy-Dramedy. (Netflix)

Wishlist – Für den neuen ARD/ZDF-Jugendsender Funk produzierte Teenie-Mysteryserie über eine App, die alle Wünsche erfüllt, aber auch viel dafür verlangt. Holperte in meinen Augen noch bei den Dialogen, war aber spannend und erfrischend modern. (Funk.net, YouTube oder einfach auf dieses Video klicken:)

Preacher – Die Comicverfilmung über einen Killer, der als Priester anheuert und sich von einen Tag auf den anderen mit allerhand Dämonen und von solchen Besessenen herumschlagen muss, wirkt wie eine (durchaus gelungene) Parodie auf das thematisch ähnliche Outcast (s.u.). (Amazon Prime)

Dirk Gently’s holistische Detektei – Die völlig durchgedrehte Adaption eines Douglas-Adams-Romans überzeugt mit überraschendem (schwarzen) Humor und schrägen Charakterdarstellern. Ist sicher nicht für jeden, aber es lohnt sich, dem ein paar Folgen lang eine Chance zu geben. (Netflix)

Leathal Weapon – Anders als MacGyver (s.o.) fand ich dieses Remake der gleichnamigen Filmreihe zwar maßlos übertrieben, aber trotzdem irgendwie sympathisch. Ein Polizistenduo, bestehend aus dem lebensmüden Martin Riggs und dem herzkranken Roger Murtaugh löst Fälle mit maximalmöglichem Sachschaden und einem Haufen cooler Sprüche. (Maxdome, iTunes, Amazon)

Leathal Weapon. Bild: Fox

Leathal Weapon. Bild: Fox

Sehr, sehr ordentliche Neuvorstellungen

Quarry – Vietnamveteran heuert als Auftragskiller an. Schon wieder eine 70er-Jahre-Serie. Eine vergleichbare Stimmung wie in True Detective (die gleichen Macher) aber rettet das Programm. (Sky)

Quarry. Bild: Cinemax

Quarry. Bild: Cinemax

The Grand Tour – Nach seinem Rausschmiss bei Top Gear die gelungene neue Show von Autonarr Jeremy Clarkson und seinen beiden Sidekicks Richard Hammond und James May auf Amazon Video.

11.22.63, der Anschlag – Mann reist in der Zeit zurück, um das Attentat auf John F. Kennedy zu verhindern. Trotz origineller Story und spannender Umsetzung fehlte mir das gewisse Etwas. (iTunes, Amazon)

The Get Down – Baz Luhrmanns aufwändige, bunte Serie über die Anfänge der Rapmusik in der Bronx der späten 70er schlitterte haarscharf an einer Enttäuschung vorbei. (Netflix)

The Night Manager – Eigentlich auch nur eine Schema-F-Mafiaserie, die dazu auch noch recht wackelig beginnt. Steigert sich aber von Folge zu Folge auch dank der Charaktere – nicht nur Hugh Laurie und seinem Gegenspieler Tom Hiddleston, sondern auch dank der starken weiblichen Hauptrolle Elizabeth Debicki. (Amazon Prime)

Designated Survivor – Es gab mal eine Zeit, irgendwann um das gefloppte Touch, da schrieb ich: Kiefer Sutherland kann Jack Bauer und sonst nichts. Falsch gedacht: Kiefer Sutherland kann auch Präsident! Zu dem wird er, nachdem der US-Präsident, sein Vize und der gesamte Kongress bei einem Anschlag auf das Kapitol die Grätsche machen und er als unbedeutender Minister als ebendieser Designated Survivor in der Rangfolge aufrückt. Natürlich nicht zu jedermanns Zufriedenheit. (Netflix)

Beste Fortsetzungsstaffel 2016

House of Cards S04 – Die eigentlich als perfekte Verfilmung der US-Wahlkampfs gedachte vierte Staffel der Politserie mit Kevin Spacey ist abseitiger und böser als je zuvor und wurde nur noch von zwei Dingen getoppt: dem tatsächlichen Wahlkampf und dem Überraschungssieger Donald Trump. (Netflix)

Meine Favoriten 2016

Ab hier, weil’s schöner ist, als Countdown:

17. American Crime Story, O.J. Simpson – Autoren und Produzenten haben den wohl medial meist beachteten Kriminalfall der 90er Jahre minutiös aufgearbeitet. Die Anklage will den vermeintlichen Gewalttäter hängen sehen, die Verteidigung spielt die Rassismus-Karte. Und natürlich gibt es Simpsons spektakuläre Flucht auf dem Highway zu sehen. Groß! (n/a)

American Crime Story. Bild: FX

American Crime Story. Bild: FX

16. Madoff – The Wolf of Wall Street als Miniserie. Anleger vertrauen dem schillernden Finanzmogul Bernie Madoff blind, obwohl der ihr Geld nur hortet statt es zu investieren. Das Ganze geht nur schief, weil ihm die Finanzkrise dazwischen kommt. Wer verstehen will, warum Banken, Anleger und ganze Volkswirtschaften im Jahr 2008 vor dem Ruin standen, sollte sich die hochdramatischen vier Folgen anschauen. (Sky)

15. 3% – Im Alter von 20 werden alle Jugendlichen aus den Favelas in eine Prüfung geschickt. Nur 3 Prozent von ihnen schaffen den Sprung auf die Insel der Glückseligkeit. Doch es gibt Rebellen, die gegen das streitbare System kämpfen und einen Maulwurf in das Verfahren einschleusen. Netflix zieht mit der ersten eigenen brasilianischen Originalserie eine originelle Geschichte aus dem Ärmel. (Netflix)

14. Marking a Murderer – True Crime boomt spätestens seit dieser hochdramatischen Dokuserie über den 18 Jahre unschuldig inhaftierten Steven Avery, der zwei Jahre nach seiner Entlassung erneut lebenslang verurteilt wird. Die Serie löste eine Welle der Hilfsbereitschaft für Avery und den Versuch aus, sein Verfahren neu aufzurollen. (Netflix)

13. The Expanse – Ich habe lange keine gute Weltraumserie mehr gesehen – bis The Expanse kam. Man braucht ein wenig, um mit der blaustichigen Optik warm zu werden, aber dann offenbart sich einem eine starke Geschichte irgendwo zwischen Total Recall, Event Horizon und Firefly. (Netflix)

12. Crazy Ex-Girlfriend – Rebecca steht kurz davor, Partnerin einer Anwaltskanzlei zu werden und 500.000 Dollar im Jahr zu verdienen. Da trifft sie ihren alten Schwarm Josh, an dem sie immer noch hängt, zufällig auf der Straße wieder, beschließt, ihm nach Kalifornien hinterherzureisen und ihn von sich zu überzeugen. Egal eigentlich, was Josh davon hält und ob er das verdient hat. Die Comedyserie bietet starke Dialoge, hinreißende Musical-Elemente wie den „Sexy Getting-Ready Song“ (siehe unten stehendes Video) und bisweilen beißend komische Situationskomik. Sicher nicht jedermanns Humor, aber für mich die Comedyserie des Jahres. (n/a)

11. Outcast – Der Exorzist in Serie: Der junge Kyle musste seiner Mutter und seiner Ex-Frau einst den Dämon austreiben. Von allen geächtet beschließt er dennoch, dem Exorzisten Reverend Anderson zu helfen, als in seiner Heimatstadt wieder Dämonen ihr Unwesen treiben. Die nervenaufreibende neue Serie vom „Walking Dead“-Schöpfer Robert Kirkman fiel bei Kritikern durch. Zu Unrecht, wie ich finde. (iTunes, Google Play, Maxdome, Amazon)

Outcast. Bild: Cinemax/Fox

Outcast. Bild: Cinemax/Fox

10. Westworld – In einem Vergnügungspark in naher Zukunft dürfen die Gäste ihre Sex- und Gewaltfantasien an Androiden frei ausleben, bis es denen irgendwann zu bunt wird. Aufregend, voller überraschender Wendungen und stark gespielt. Vor allem Schauspiellegende Anthony Hopkins als philosophierender Herrscher über Leben und Tod ist brilliant. (Sky)

9. Luke Cage – Mit Superhelden kann man mittlerweile die Straße pflastern. Eigentlich bräuchte es da keine weiteren Serien mehr. Doch diese Superhelden-light-Serie über den äußerlich unverwüstlichen Luke Cage und seinen starken Gegenspieler Diamondback spart glücklicherweise mit Übernatürlichem und zeigt die Geschichte eines innerlich zerbrechlichen Helden, der eigentlich nur ein bisschen Frieden in seinem Wohnbezirk Harlem möchte. (Netflix)

8. The Path – Nach einer inneren Einkehr hat Sektenmitglied Eddie plötzlich Zweifel und überlegt auszusteigen, was seiner Gemeinde natürlich herzlich wenig gefallen würde. Star dieser Serie ist die dargestellte Gemeinschaft, die wie eine Freikirche klare Schwächen aber auch Stärken zeigt. Eine durch und durch konstruktive Auseinandersetzung mit dem Thema Religion. (Amazon Prime)

The Path. Bild: Universal

The Path. Bild: Universal

7. This is us – Die Feelgood-Serie des Jahres zeigt den 36. Geburtstag dreier völlig unterschiedlicher Charaktere, ihre Ängste, Sorgen und Hoffnungen, bis die Geschichten nach und nach ineinander laufen. Einfach schön. (n/a)

6. London Spy – Gefühlvoll inszenierte Miniserie über den zügellosen Londoner Danny, dessen Partner von einem Tag auf den anderen verschwindet. Danny forscht nach, deckt eine Verschwörung zu Geheimdiensten auf und versucht herauszufinden, was mit seinem hochintelligenten Partner wirklich geschah. (Netflix)

5. The OA – Die blinde Brit war sieben Jahre spurlos verschwunden. Plötzlich taucht sie in New York wieder auf – und kann sehen. Statt ihren Eltern vertraut sie die sagenumwobene Geschichte ihres Verschwindens nach und nach fünf zufälligen Bekanntschaften an, mit denen sie etwas plant. Dass sich am Ende Ungereimtheiten häufen und so manche Frage offen bleibt, dürfte gewollt sein. Dem Erlebnis dieser Serie, die sich irgendwo zwischen Mystery und Poesie ansiedelt, tut das kaum einen Abbruch. Ich bin mir sicher, hier etwas ganz Besonderes gesehen zu haben. (Netflix)

4. Stranger Things – Ein kleiner Junge verschwindet unter mysteriösen Umständen. Seine Spielkameraden wollen den Fall lösen – und bekommen unerwartete Hilfe von einem Mädchen. Ebenso fesselnde wie wunderschöne Mysteryserie über Freundschaft vor einer realistischen 80er-Jahre-Kulisse. (Netflix)

Stranger Things. Bild: Netflix

Stranger Things. Bild: Netflix

3. Startup – Drei Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten, finden sich aus finanzieller Not zusammen, um gemeinsam ein Startup zu gründen. Weltstar Martin Freeman ist ihr eifrigster Gegenspieler, aber wie sich im Laufe der Geschichte zeigt, nicht ihr ärgster. Starke Geschichte über Aufstieg und Fall, Freundschaft und Verrat vor der sonnigen Kulisse Miamis. (Amazon Prime)

2. The Night Of – Frustriert darüber, immer der Außenseiter zu sein, schnappt sich der junge Student Nasir eines Abends das Taxi seines Vaters und fährt ziellos durch die Straßen New Yorks. Bei einem Stopp steigt die abenteuerlustige Andrea in sein Auto. Nach viel Alkohol und Drogen landen sie gemeinsam im Bett. Als Nasir aufwacht, ist Andrea tot. Was wirklich passiert ist, spielt erst einmal keine Rolle, denn Nasir fällt der Polizei direkt in die Hände. Die Produzenten nehmen sich viel Zeit, die Geschichte in aller Ruhe zu erzählen und in alle Charaktere einzufühlen. Knisternde Spannung ist garantiert und die Kritik am US-Rechtssystem unübersehbar. (Sky)

1. The Crown – Nein, hätte ich vorher auch nicht gedacht, dass diese Serie bei mir auf Platz 1 landet. Die Royals interessieren mich nicht, britische Geschichte auch nur so halb, Königshäuser haltet ihr wahrscheinlich genau wie ich für Relikte aus einer längst vergangenen Zeit. Doch dann ist da diese Geschichte der schüchternen, erst 26-jährigen Elizabeth, die von einen Tag auf den anderen Königin wird und sich mit einem zerfallenden Empire und einem missmutigen Premierminister namens Winston Churchill auseinandersetzen muss.

Spannend? Ja, von Anfang an. Liegt es an der stets gefühlvollen aber nie kitschigen Umsetzung, an der bis in die kleinste Nebenrolle fantastischen Besetzung, allen voran der atemberaubenden Claire Foy, den aufwändigen Kulissen und Kostümen, der klugen Hintergrundgeschichte, die das stockkonservative Empire im Wandel hin zur modernen Gesellschaft porträtiert? Ich weiß es nicht. Aber ich weiß, dass ich 2016 keine bessere Serie gesehen habe. Haltet mich für verrückt – oder überzeugt euch einfach selbst! The Crown ist großartig. (Netflix)

The Crown. Bild: Netflix

The Crown. Bild: Netflix

Was soll man sagen: Es gibt mehr Serien als man gucken kann. Einige werde ich verpasst haben, andere euch besser gefallen als mir. Postet in den Kommentaren gerne eure Auswahl und teilt mir mit, wo ich komplett falsch liege!

Zu meinen Top-Serien 2015 geht es hier.

Danke an Jules und Scotty TM!

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7 Kommentare zu “17 Serien, die mich 2016 wirklich beeindruckt haben (und alles, was ich mir sonst noch anschauen musste)
  1. Danke für die Liste. Bei Lucifer kann ich deine Meinung allerdings nicht teilen, da solltest du dir evtl. noch ein paar Folgen gönnen (Englischer OT bitte). Tom Ellis ist in seiner Rolle einfach überragend und die Kriminalfälle sind nur ein Mittel, um dem Zuschauer die Richtung des „Roten Fadens“ zu zeigen.

    -Grüße

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