Schade: Spotify will Experiment mit eigener App-Plattform beenden

Schade: Spotify will Experiment mit eigener App-Plattform beenden

Der bekannte Musikstreaming-Dienst Spotify will sich zunehmend auf die Entwicklung mobiler Angebote und seiner Webplattform konzentrieren und deswegen mittelfristig die eigene App-Plattform nicht mehr viel länger fortführen. Neue App-Angebote für den Spotify-Desktop-Client werden nicht mehr entgegen genommen, bisherige Apps dürfen bestehen bleiben, doch Spotify stellte in Aussicht, dass diese wohl keine Zukunft haben werden. Das ist schade. Denn auch, wenn Spotify die Plattform nie besonders schön umsetzte, war die Idee eigentlich gut.

So gibt es auf Spotify Apps, die stimmungsbasierte Musik spielen, Empfehlungen von Musikredaktionen wie dem „Rolling Stone“, Apps, mit deren Hilfe Spotify-Hörer andere Nutzer kennenlernen konnten – passend zum gemeinsamen Musikgeschmack. Oder auch das großartige Songkick, das bereits gehörte Musik mit dem Konzertkatalog der Umgebung abgleicht und dann etwa über ein anstehendes Coldplay-Konzert in der Nähe informiert, wenn man die Band sehr oft hört.

Dann wiederum zeigt sich in der Auswahl, dass eine Vielzahl der Apps vor allem zu Playlisten führen – dazu bräuchte man nicht zwingend eine App. Noch dazu waren die Apps zumeist schlecht in die Spotify-Software zu integrieren. Viele Apps wirkten deswegen lieblos gestaltet und nicht wirklich attraktiv.

Spotify bleibt der Zusammenarbeit mit Dritten aber aufgeschlossen und erlaubt nach wie vor den Zugriff für Entwickler auf die eigene API. Ein neuer Software-Baukasten, den Spotify zeitgleich veröffentlichte, soll es Dritten ermöglichen, Apps für mobile Plattformen, den Webplayer oder in Form eigener Webapps zu bauen.

Die App-Plattform hat sich für Spotify dennoch ausgezahlt. Immer mehr der dort publizierten Ideen hat der Dienst mittlerweile selbst für seine Apps übernommen. Die Android-App erhielt in ihrem jüngsten Update etwa Empfehlungen für stimmungsbasierte Musik – ganz wie in der App MoodAgent.

close

Neue Beiträge abonnieren!

Täglich frisch um 17 Uhr im Postfach

Themenauswahl

Änderungen jederzeit über die Abo-Verwaltung möglich – weitere Themen verfügbar

Jetzt kommentieren!

Schreibe einen Kommentar

*
*
Bitte nimm Kenntnis von unseren Datenschutzhinweisen.