Roku stellt eigene Smart TVs vor: Anhängsel alleine sind keine Lösung

Roku stellt eigene Smart TVs vor: Anhängsel alleine sind keine Lösung

Die Frage stellt sich eigentlich nicht, ob wir das da kaufen sollen, was die Hersteller derzeit auf der CES in Las Vegas so munter vorstellen: Curved OLED mit UHD, konkave 105-Zoll-Fernseher oder Smart TVs in Hülle und Fülle.

Es ist eher ein Schaulaufen der Möglichkeiten. Und die klingen gar nicht so weltfremd. So zum Beispiel Roku: Der Anbieter für eine Smart-TV-Software ist es Leid, immer nur bestehende TV-Geräte mit Sticks oder Boxen Smart-TV-fähig zu machen. Ab sofort wollen die Kalifornier auch eigene TV-Geräte vorstellen.

Noch Luft nach oben

Wie Roku in einem Blogbeitrag schreibt, will man allerdings die Herstellung der Geräte anderen überlassen, namentlich den chinesischen TV-Produzenten TCL und Hisense. Die Geräte sollen trotzdem unter eigener Marke verkauft werden.

Ob die Zuschauer Roku wegen diesen Geräten die Tür einrennen würden, ist fraglich. Allerdings zeigt diese kleine Anekdote, das gerade beim Thema Smart TV noch Luft nach oben ist. Bisherige Konzepte überzeugen wenig, weswegen Google und aktuell Netgear eigene spartanische Smart-TV-Sticks anbieten. Samsung kaufte im vergangenen Jahr den Plattform-Anbieter Boxee, um das eigene Smart-TV-Erlebnis aufzufrischen. Der angeschlagene fränkische TV-Hersteller Loewe will künftig vor allem mit seiner nach eigenen Angaben revolutionären Smart-TV-Oberfläche Marktanteile zurückerobern.

Und auf der aktuellen CES wagen einige Hersteller ein eigenes Smart-TV-Experiment mit mobilen Betriebssystemen: LG stellt erste Fernseher mit dem ursprünglich von Palm entworfenen System WebOS vor. Polaroid und Philips sind einige Hersteller, die gar mit Android auf dem TV-Gerät experimentieren.

Dass Apple neben seiner TV-Box Apple TV auch ein eigenes Smart-TV-Gerät vorstellen könnte, ist mittlerweile ein jahrelanger Running Gag. Die verschiedenen Ansätze der Hersteller allerdings zeigen, dass hier durchaus noch Potenzial für mehr, für eine ansprechende Lösung ist, die auch beim Zuschauer endlich einmal gut ankommt. Roku will hier das Feld nicht den anderen überlassen.

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