Netflix will Ultra-HD-Streaming bereits im Januar auf ausgewählten TVs anbieten

Ultra HD ist der kommende Trend der TV-Landschaft. Derzeit meinen die Hersteller damit in erster Linie die vierfache Full-HD-Auflösung, auch 4K genannt. Im Augenblick überbieten sich Video-on-Demand-Plattformen damit, möglichst frühzeitig dabei zu sein, und sei es nur mit einem Mindestangebot. Nach Sony und Amazon hat nun auch Netflix im Gespräch mit dem Technikmagazin Stuff.tv den baldigen Start eines 4K-Services konkretisiert.

Demnach will die US-Streaming-Plattform die 4K-Option Anfang Januar während der Technikmesse Consumer Electrics Show (CES) in Las Vegas vorstellen und hier auch erste Kooperationspartner bekannt geben. Die Option soll in erster Linie für einige 4K-fähige Smart-TVs angeboten werden.

Besonders attraktiv erscheint das Angebot im Hinblick auf den baldigen Start der 2. Staffel von „House of Cards“. Die Erfolgsserie wurde bereits im UHD-Format aufgezeichnet und kann damit auch in diesem Format ausgestrahlt werden. Die Erfolgsserie mit Kevin Spacey geht am 14. Februar in die zweite Runde. Alle Folgen der 2. Staffel werden den Netflix-Abonnenten an diesem Tag gleichzeitig zur Verfügung gestellt.

Seiner Zeit sehr weit voraus

Netflix unterstützt damit den Trend Binge-Watching, der zunehmend beliebten Möglichkeit, mehrere Episoden oder ganze Staffeln einer TV-Serie am Stück zu gucken – und nicht dann, wann ein TV-Sender es vorgibt. Damit lockt Netflix neue Abonnenten an und reduziert die Verbreitung der Inhalte auf illegalen Tauschbörsen oder Streaming-Angeboten. Beinahe jeder TV-Hersteller hat in diesem Jahr einen oder mehrere Smart TVs mit Ultra HD vorgestellt.

Die Geräte, die meistens 4K-fähig sind (auch 8K wäre möglich), sind allerdings zumeist noch sehr teuer. Und was vor allem fehlt, sind entsprechende Angebote, Datenträger und Netze. Bei einer Datenübertragung einer unkomprimierten 4K-Datei gehen etwa 1 GByte an Daten pro Minute über das Netz. Für einen Massenbetrieb mit derart gigantischen Datenmengen sind heutige Breitbandnetze, egal ob drahtlos oder kabelgebunden, nicht ausgelegt. Auch Blurays stoßen angesichts derart hoher Datenmengen an ihre Grenzen. Und natürlich sind auch die Sendeanstalten noch lange nicht in der UHD-Zeit angekommen. Sie statten ihre Sender derzeit erst nach und nach mit einem einfachen HD-Signal aus: Das Format 720p reicht noch nicht einmal an Full HD (1080p) heran, einem Viertel der 4K-Auflösung.

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