Netflix: „Einschaltquoten sind uns egal“, 20 neue Serien binnen fünf Jahren geplant

Die kürzlich auch in Deutschland gestartete Video-Flatrate Netflix will binnen fünf Jahren 20 neue Eigenproduktionen an den Start bringen. Das sagte der Chief Content Officer des US-Anbieters, Ted Sarandos, laut dem Fachmagazin Vulture auf der UBS Global Media and Communications Conference. Langfristig soll es jeweils im Abstand von zwei Wochen neue Originalserien geben, um den Kunden etwas zu bieten.

Das wären sehr ehrgeizige Pläne. Dass es sich dabei stets um teure Qualitätsproduktionen wie „House of Cards“ oder „Orange is the New Black“ handelt, ist zwar unwahrscheinlich. Aber auch mit den etwas weniger teuren Produktionen wie „Hemlock Grove“ oder der Animationsserie „BoJack Horseman“ erzielte Netflix Achtungserfolge.

Für das kommende Jahr hat Netflix bereits drei neue Serien angekündigt: Die Comedy „F is for Family“, den Endzeitthriller „Between“ und die Thriller-Serie Bloodline, von der bereits ein Trailer erschienen ist:

Für die preisgekrönte TV-Miniserie „Fargo“ sicherte sich Netflix ebenso die Erstausstrahlungsrechte in Deutschland wie für das „Breaking Bad“-Spinoff „Better Call Saul“ um den schmierigen Anwalt Saul Goodman. Auch hier erschien bereits ein erster Teaser. Produziert wird die Serie allerdings nicht von Netflix selbst, sondern vom US-Sender AMC. In Deutschland soll sie ab Februar auf Netflix laufen:

Morgen geht Netflix‘ Eigenproduktion „Marco Polo“ an den Start, die spannende Geschichte des italienischen Handeslreisenden mit Elementen der beliebten Fantasy-Serie „Game of Thrones“:

Netflix wird mittlerweile als das leuchtende Beispiel für das Fernsehen von morgen gefeiert: tolle Inhalte, die ein Zuschauer dann gucken kann, wann er möchte, und dann auch so viele Episoden auf einmal, wie er möchte. Wie es scheint, mit Erfolg: Die Ankündigung neuer Produktionen klingt nicht so, als würde der Dienst in absehbarer Zeit an Zuschauerschwund und Geldmangel sterben. Zumindest trotzt man damit dem zuletzt eher enttäuschenden Geschäftsergebnis und dem baldigen Start eines Gegenportals des mächtigen US-Kabelproviders HBO.

Und noch etwas Interessantes sagte Ted Sarandos auf der UBS-Konferenz: „Einschaltquoten sind uns egal“. Die Qualität einer Serie lasse sich nicht daran messen. Außerdem sei der ständige Blick auf die Quote Gift für die Kreativität.

Man würde sich wünschen, deutsche TV-Sender würden sich ein Stück dieser Mentalität abschneiden.

Wie gefällt Dir dieser Beitrag?
Bewertung wird geladen …
Nichts mehr verpassen!

Bleib immer auf dem neuesten Stand mit unserem Newsletter! Täglich um 17:00 Uhr frisch in deinem Postfach.

Newsletter abonnierenRSS-Feed abonnieren
Ein Kommentar zu “Netflix: „Einschaltquoten sind uns egal“, 20 neue Serien binnen fünf Jahren geplant
  1. Pingback: Netflix: Mehr eigene Serien, Einschaltquoten sind egal
Schreibe einen Kommentar

Hinterlasse hier deinen persönlichen Kommentar. Wir freuen uns über deine Meinung.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert *

*