Nach Neukonzeptionierung soll der ARD/ZDF-Jugendkanal Mitte 2016 endlich starten – auf Kosten von EinsPlus und ZDF.kultur

Nach Neukonzeptionierung soll der ARD/ZDF-Jugendkanal Mitte 2016 endlich starten – auf Kosten von EinsPlus und ZDF.kultur

Eine unendliche Geschichte – die jetzt scheinbar doch noch eine glückliche Wende für den von ARD und ZDF gemeinsam geplanten Jugendkanal nimmt: Der Online-Sender soll mit einem völlig neuen Konzept Mitte 2016 live gehen. Die Zuschauer werden eine Möglichkeit der Mitgestaltung des nicht auf kommerzielle Interessen ausgerichteten Programms bekommen. Aber: Das neue Konzept muss jetzt auch noch vom Fernsehrat des ZDF, dem SWR und schließlich von den Länder-Rundfunkkomissionen final genehmigt werden.

Der geplante Online-Jugendkanal von ARD und ZDF wird für Zuschauer im Alter zwischen 14 und 29 Jahren ausgelegt. Mit dem auf diese junge Klientel zugeschnittenen Programm soll nach Vorstellung der Macher die Beteiligung der angesprochenen potenziellen User am gesellschaftlichen Diskurs gefördert werden. Noch gibt es keine Auskünfte über mögliche Programminhalte, aber das Konzept sieht vor, unabhängig von kommerziellen Richtlinien zu funktionieren, dementsprechend wird der Content des Jugendkanals komplett werbefrei sein. Da das Angebot ausschließlich online verfügbar gemacht wird, möchte man primär Social-Media-Plattformen und der interaktiven Kommunikation mit den Nutzern eine hohe Bedeutung beimessen.

Um den Online-Sender zu finanzieren, werden die öffentlich-rechtlichen TV-Anstalten ihre beiden Spartensender EinsPlus und ZDF.kultur einstellen, voraussichtlich spätestens zum Start des Jugendkanals. So sollen die Mittel von 45 Millionen Euro jährlich gesichert aufgebracht werden. Jetzt müssen allerdings noch die internen Gremien, der Fernsehrat des ZDF und der für die ARD federführende SWR, dem erarbeiteten Konzept zustimmen, bevor es als letzte Hürde an die Rundfunkkommission der Länder übergeben wird. Bei einer entsprechenden Bewilligung ist der Weg zum Start des Jugendkanals Mitte 2016 dann nach einer wahrlich schweren Geburt endlich frei.

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