Musikstreaming-Pionier Spotify integriert Podcasts, Videos und Playlists für Jogger

https://www.youtube.com/watch?v=N_tsgbQt42Q

Der Musikstreaming-Anbieter Spotify hat weitere Funktionen in sein App-Universum integriert. In den künftigen Versionen werden Abonnenten die Möglichkeit haben, Videos abzuspielen, Podcasts zu hören und leichter in neue kuratierte Playlists hineinzuhören.

Ferner will Spotify auf Smartphones, die über die entsprechenden Sensoren verfügen, Musik für Jogger anbieten, die zur jeweiligen Schritt- oder Herzfrequenz passen. Bei den Videos handelt es sich zum einen um Musikvideos, allerdings soll es auch Bewegtbildmaterial wie Vice News und eigene Comedy geben, die nichts mit Musik zu tun haben. Die neuen Spotify-Apps sollen bereits in den kommenden Tagen weltweit an den Start gehen, auch in Deutschland.

https://www.youtube.com/watch?v=0fZBqV_yMq4

Die neuen Funktionen klingen schön und gerade das Video-Angebot dürfte interessant werden. Das bieten noch lange nicht alle Streaming-Konkurrenten. Deezer hingegen setzt ebenfalls seit einigen Tagen zusätzlich auf Podcasts. Trotzdem würden wir uns als Nutzer mittlerweile eine praktischere Benutzerführung noch etwas sehnlicher wünschen. Hier geht man bei den bisherigen Spotify-Apps oft gefühlt mehrere Schritte zu viel. Auch eine integrierte Musikerkennungsfunktion ohne den Umweg über Apps wie Shazam oder Soundhound wäre eigentlich längst überfällig.

Hintergrund

Bei Streaming-Diensten wie Spotify, Deezer oder, recht neu, Tidal zahlt der Nutzer meist einen pauschalen Monatsbetrag und kann dafür so viel Musik legal hören, wie er will oder schafft. Das unterscheidet Streaming-Dienste vom Einzeldownload, wie ihn etwa Apple mit iTunes anbietet. Fast alle bekannten Künstler der größten Plattenfirmen sind auf Spotify & Co. vertreten. Allerdings haben einige namhafte Musiker wie Taylor Swift ihre Songs von Spotify zurückgezogen, weil sie mit der vermeintlich geringen Entlohnung unzufrieden sind. Dabei sehen die Befürworter hier eher die Plattenfirmen in der Verantwortung, die nach wie vor einen Löwenteil der Tantiemen selbst einstecken.

Viel Zündstoff bot jüngst auch die Nachricht, dass Apple einer kostenlosen, werbefinanzierten Version von Spotify einen Riegel vorschieben wolle, weil Apple mit Beats Music einen ähnlichen Dienst an den Start bringen will. Dass Spotify zudem noch tiefrote Zahlen schreibt, sieht Gegner in ihrer Kritik bestätigt. Für Nutzer zumindest sind Dienste wie Spotify und Deezer sehr praktisch und mit Preisen um 10 Euro im Monat auch nicht wirklich teuer.

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