Musik-Downloads sind out – die Zukunft gehört Streaming-Diensten

Musik-Downloads sind out – die Zukunft gehört Streaming-Diensten

Zuerst traf es die physischen Musikmedien zugunsten digitaler Downloads, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuten. Jetzt aber haben es auch die Download-Services schon wieder schwer, denn der Trend geht eindeutig zum Streaming. Dem Musikmarkt steht damit der nächste große Umbruch bevor…

Erst vor wenigen Tagen berichteten wir über die geplante Schließung von Telekom-Download-Portalen wie Gamesload und Musicload – die Übermacht von Streaming-Diensten wie Spotify und Steam war zuletzt einfach zu groß geworden. Das Beispiel zeigt, wie Download-Shops immer mehr zu Nischenanbietern werden und zugunsten von Streamingangeboten zunehmend vom Markt verschwinden. Was aber ist eigentlich der Grund für diese Entwicklung?

Einer der wichtigsten Faktoren, weshalb auch immer mehr Musikfreunde zu Streaming-Angeboten greifen, liegt wohl in der prinzipiellen Popularität von Flatrates: Beim Streaming lässt sich immer ein Komplettangebot nutzen, das aufwändige und zeitraubende Downloaden von Alben oder gar Einzeltiteln entfällt. Die Auswahl an verfügbaren Titeln ist bei der Streaming-Variante zudem konkurrenzlos groß – und wird in der Regel laufend erweitert. Außerdem lässt sich der Content vieler Streaming-Services neben der Online-Option mittlerweile auch ganz bequem offline nutzen. Natürlich setzt die schier grenzenlose Vielfalt von Streaming-Portfolios aber auch eine kontinuierliche Entrichtung von Abogebühren voraus. Nach einer oft kostenlosen Start- bzw. Testphase gilt: Wer nicht mehr zahlen will, verliert den gesamten zur Verfügung stehenden Content – im Gegensatz zu Downloads oder non-physischen Medien wie CDs wird man beim Streaming eben nicht dauerhafter Besitzer der Inhalte.

Trotz diesem offensichtlichen Nachteil, den augenscheinlich immer mehr Musik-Fans in Kauf nehmen, ist der Streaming-Boom kaum noch aufzuhalten – wie vor allem auch der Blick in andere Länder zeigt. Im Spotify-Heimatland Schweden etwa wurden bereits im ersten Halbjahr 2013 mehr als 70 Prozent des Gesamtumsatzes mit Kaufmusik über Streaming generiert – während Musik-Downloads nur noch einen Anteil von unter fünf Prozent halten. Der Streaming-Anteil hat sich damit am Beispiel Schweden innerhalb von nur drei Jahren von einem Fünftel auf fast drei Viertel maximiert.

Musik-Abodienste wie Spotify, Simfy oder Rdio haben also wohl eine große Zukunft vor sich. Und so verwundert es nicht, dass auch die Telekom ihr Musikkaufportal Musicload baldmöglichst loswerden will.

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