Maxdome Onbard: Teilweise kostenloses Serienprogramm in ICE-Zügen ist gestartet

Die Kooperation war schon bekannt, nun geht es los: Die Deutsche Bahn startet in ICE-Zügen ihr Unterhaltungsprogramm mit dem Kooperationspartner Maxdome. Die Inhalte von Maxdome Onboard müssen zum Glück nicht übers Internet gestreamt werden, dafür klingen sie völlig altbacken.

Die Deutsche Bahn hat bekanntlich aufgerüstet und ICE-Züge seit Jahresbeginn mit kostenlosem WLAN für alle Fahrgäste ausgestattet. Bei uns im Test funktionierte das zuverlässig. WLAN im Regionalverkehr wird erst viel später folgen, aber das soll uns zu diesem Zeitpunkt einmal egal sein. Denn die Bahn hat am Donnerstag noch einen drauf gesetzt: Das Bordprogramm aus der bereits kolportierten Kooperation mit Maxdome ist an den Start gegangen. Es nennt sich Maxdome Onboard.

Maxdome Onbard durchaus fair: 50 wechselnde Inhalte kostenlos

Und dank des Kooperationspartners Maxdome sollen ICE-Passagiere künftig kostenlosen Zugang zu 50 wechselnden Serienepisoden und Filmen haben. Viel ist das nicht, klingt aber fair. Denn wer nur gelegentlich mal ICE fährt, hat hier wenigstens ein bisschen Unterhaltung und muss nichts dafür zahlen. Wer häufig im ICE unterwegs ist, kann ein monatlich kündbares Abo bei Maxdome Onbard abschließen und für 7,99 Euro im Monat über 1.000 Titel streamen. Notwendig ist in jedem Fall ein eigenes Endgerät: Smartphone, Tablet oder Laptop. Für erstere ist die eigene App Maxdome Onboard Player notwendig.

Für den Anfang bieten die Bahn und Maxdome Onboard außerdem ein recht attraktives Starter-Ticket: Für ein Ticket für eine Fahrt im ICE/IC/EC für 40 Euro kann man Maxdome 3 Monate lang kostenlos nutzen, egal ob zuhause oder in der Bahn. Für ein Ticket für 70 Euro geht das sogar 6 Monate lang. Sehr schön übrigens: Die Inhalte werden auf Servern der Bahn vorgehalten und müssen nicht erst über den Mobilfunk gestreamt werden. Dadurch steigt die Chance, die Serien und Filme ruckelfrei zu konsumieren.

Neben Maxdome bietet das neue Onbard-Programm der Bahn im ICE außerdem Zugang zu Nachrichten, Online-Spielen, Hörbüchern, Hörspielen, Zeitungen, Reisemagazinen und Informationen zur aktuellen Bahnfahrt samt Anschlüssen und Verspätungen. Ich bekomme gerade tatsächlich Lust, mal wieder Bahn zu fahren…

Das Problem: Maxdome

Ohne Pferdefuß geht’s natürlich nicht. Und der heißt, leider, Maxdome. Denn der Dienst ist die kleine Nummer drei hinter Netflix und Amazon Video, hat keinerlei Eigenproduktionen, sondern nur längst gesehene Standardware wie „Big Bang Theory“ anzubieten. Filme wie „Der große Gatsby“, „The Departed“ oder „Gravity“, die kostenlos streambar sind, sind zwar im Prinzip großes Kino. Sie haben allerdings auch schon alle ein paar Jahre auf dem Buckel. Bei den Serien verweist Maxdome Onboard auf das mehr oder weniger gefloppte Teenieformat „The Royals“, sowie die uralten „Two and a half Man“ und „2 Broke Girls“.

Aber einem geschenkten Gaul schaut man nichts ins Maul. Beschweren will ich mich hier also nicht, sondern Maxdome Onboard lieber erstmal ausprobieren. Schade natürlich, dass die Bahn sich nicht Netflix als Partner geholt hat. Aber wem das lieber ist, der kann zum Glück inzwischen Videos des großen Streaming-Pioniers zuhause auf sein Tablet herunterladen und später offline schauen. Man darf es nur vorher nicht vergessen…

Beitragsbild: Deutsche Bahn/Maxdome

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