MatchStick: Crowdfunding-Projekt ruft Chromecast-Konkurrenten mit Firefox OS ins Leben

Googles Chromecast ist beliebt: Der kleine Stick kostet weniger als 40 Euro und macht einfache Fernseher zu Smart TVs. Er hat allerdings für einige Nutzer einen Nachteil: Er ist nicht offen. Der Stick streamt vornehmlich Videosignale über Apps aus dem Google-Universum und Googles Chrome-Browser und routet die Daten über Googles eigene Server. Ein neuer Stick nach dem Vorbild des Chromecasts verspricht dafür Offenheit: Der MatchStick soll mit Firefox OS funktionieren. Finanziert wurde er bereits erfolgreich über Kickstarter.

Die Macher des Startups mit dem gleichen Namen – Matchstick.tv – stammen aus San Diego in Kalifornien und haben den Stick bereits erfolgreich auf Kickstarter finanziert. Mehr als 300.000 der gewünschten 100.000 US-Dollar Fördersumme kamen wenige Tage nach dem Start zusammen. Der Stick wird über die HDMI-Schnittstelle in einen Fernseher gesteckt, via USB mit Strom versorgt und über einen Laptop, ein Smartphone oder ein Tablet bedient. Der Stick nutzt die gleiche Erweiterung wie Googles Chromecast: Einmal auf einem Steuerungsgerät installiert, lassen sich Videos, die abgespielt werden, mit einem Tipp auf die entsprechende Taste übertragen.

Streamen mit dem Matchstick

Streamen mit dem Matchstick

Für nicht einmal 20 Euro

Firefox OS bietet dabei den Vorteil, dass der Betreiber nicht an den Daten der Nutzer interessiert ist und kompatible Apps nicht erst genehmigt werden müssen. Das System gilt als offen und sehr flexibel. Der Nutzer bekommt davon allerdings im Regelfall nichts mit. Er bedient das Tablet, drückt die Übertragungstaste und das Gerät erledigt den Rest. Unterstützt werden dabei sowohl Android- als auch iOS-Geräte. Die Macher haben ein humorvolles Video zur Aktion gedreht, bei dem ein schwedisches Möbelhaus als Opfer herhalten muss:

Der Matchstick selbst verfügt über einen Dualcore-Prozessor, 1 GB RAM und WLAN b/g/n. Die Crowdfunding-Aktion läuft noch bis zum 30. Oktober. Wer bis dahin einen Stick bestellt, zahlt samt Lieferkosten nach Übersee umgerechnet kaum mehr als 18 Euro dafür und soll ihn bis Februar 2015 erhalten. Das unterböte selbst den rund doppelt so teuren Chromecast preislich und wäre eine raffinierte Methode, um „dumme“ Fernseher nachträglich noch „smart“ zu machen. Fraglich wäre nur, ob sich alle gewünschten Videos von Quellen wie YouTube, Maxdome oder Netflix mit dem Gerät problemlos streamen lassen. Das könnte in der Praxis etwas hakelig werden. Allerdings kann man für knapp 20 Euro mit einem Kauf nicht so viel falsch machen…

Matchstick

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