LG stellt das Geschäft mit Plasma-TVs ein – und verkauft erste OLED-Fernseher mit UHD-Auflösung

Das war es auch für LG Electronics mit der Plasma-Technologie – nach Panasonic und Samsung hat mit dem südkoreanischen Unternehmen nun ein weiterer Hersteller seinen Ausstieg aus dem Plasma-Geschäft angekündigt. Gleichzeitig will LG seine ersten OLED-TVs mit Ultra HD-Auflösung in den Handel bringen – in Kürze auch auf den europäischen Markt.

Eine stetig sinkende Nachfrage gibt LG als Hauptgrund für den angekündigten Ausstieg aus dem Verkauf von Plasma-TVs an. Daher werde man schon in naher Zukunft keine Fernseher mit Plasma-Panels mehr anbieten. Im Gegenzug will sich das Unternehmen mehr auf die Produktion von OLED-Geräten konzentrieren und hat nun sogar erste UHD-Fernseher mit der organischen Leuchttechnologie in Aussicht gestellt. Vor allem die bessere Schwarzdarstellung im Vergleich zur LCD/LED-Technik war immer ein Argument für Plasma. Doch die Tatsache, dass den OLED-Bildschirmen die Zukunft gehört und die Organic Displays sogar noch bessere Schwarzwerte liefern als Plasma-Panels, macht die Entscheidung von LG noch nachvollziehbarer.

Auch das Thema Ultra High Definition wird im TV-Geschäft immer relevanter. Bislang aber gab es vor allem aus Kostengründen meist nur LED-Geräte mit UHD-Auflösung oder OLED-TVs mit herkömmlicher 1080p-Technik. LG wird jetzt auch OLEDs mit Ultra HD-Auflösung in sein TV-Angebot aufnehmen. In Südkorea lassen sich die ersten Modelle mit 65 Zoll/166 cm bzw. 77 Zoll/196 cm Bilddiagonale bereits vorbestellen. Aber auch in den nordamerikanischen und europäischen Märkten sollen die Geräte schon bald zur Verfügung stehen. In beiden Zollgrößen werden die Fernseher mit Curved Panels angeboten. Das 65-Zoll-Gerät wird unter der Bezeichnung 65EC970V gelistet, der größere Bruder (siehe Abbildung oben) unter 77EC980V. In beiden Devices kommt die WRGB-Technologie zum Einsatz, die für die Farbdarstellung ergänzend zu den drei RGB-Farben ein weißes Subpixel aufweist um die Farbpräzision mit insgesamt 33 Millionen Pixel noch weiter zu optimieren. Die schnelle Reaktionszeit der Displays ermöglicht einwandfreie Bewegungsabläufe ohne Flackern oder Unschärfen. Außerdem setzt LG auch bei den beiden OLED-UHDs, die über ein nahezu unendliches Kontrastverhältnis verfügen, auf das webOS-Betriebssystem und integrierte Harman Kardon-Lautsprecher. Der Anbieter verspricht mit seinem Multi-Kanal Ultra Surround Sound-System eine Audioleistung, die „mit der überragenden Bildqualität der Fernseher mithalten kann.“

„Die 4k-OLED-TVs von LG sind der Höhepunkt des technisch Machbaren und damit ein neues Paradigma, das die Dynamik des TV-Markts für zukünftige Technologien beeinflussen wird“, ist sich Hyun-Hwoi Ha, Präsident und CEO der LG Home Entertainment Company sicher und ergänzt: „Ich bin überzeugt, dass sich mit 4k-OLEDs die Spielregeln im Fernsehermarkt grundlegend verändern werden.“ Wer sich von der in der Tat bahnbrechenden Bildqualität der OLED-Fernseher mit 4k-Auflösung selbst ein Bild machen will, hat auf der am 5. September in Berlin startenden IFA am LG-Stand in Halle 11.2 die Gelegenheit dazu. Zum Schnäppchenpreis gibt es die revolutionäre Technologie allerdings momentan noch nicht: Selbst das kleinere der beiden angekündigten Modelle, also der 65EC970V, wird in Südkorea 12 Millionen Won kosten, was etwa 8900 Euro entspricht.

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