Kino vs. Netflix: Wer hat die bessere Geschichte über den Drogenkönig Pablo Escobar?

Kino vs. Netflix: Wer hat die bessere Geschichte über den Drogenkönig Pablo Escobar?

Die Geschichte dieses Mannes bietet von Haus aus Spannung und Dramatik: Pablo Escobar. Der kolumbianische Drogenkönig führte in den 1980er Jahren ein Terrorregime, zog ein ganzes Land in den Abgrund und überschwemmte die westliche Welt mit der gefährlichen Droge Kokain, was ihn zu einem der reichsten Menschen der Welt machte. In diesem Sommer bekommen wir seine Geschichte gleich zweimal zu sehen. Sowohl im Kino als auch im Netz als Serie.

Der Film „Escobar – Paradise Lost“ des italienischen Schauspielers und Regisseurs Andrea Di Stefano läuft bereits seit einer Woche in den Kinos:

Trotz des Weltstars Benicio del Toro in der Rolle des Escobar sind die Kritiken eher mau. Auf der Meta-Bewertungsseite RottenTomatoes erhielt der Film eine Durchschnittswertung von nur 51% basierend auf 41 Kritiken. Der Film sei zwar spannend und teilweise verstörend, verliere aber an Fokus und fühle sich an wie zwei völlig unterschiedliche Filme zusammengepresst zu einem, heißt es von Seiten der Kritiker.

Geht die Runde an Netflix?

Hoffnungsvoller wirkt da der erste Trailer der neuen Serie „Narcos„, die Netflix in dieser Woche veröffentlicht hat. Die Online-Streamingplattform hat die neue Serie wieder einmal selbst in Auftrag gegeben. Und was die Zuschauer da im Trailer zu sehen bekommen, sieht sehr anständig aus:

Die Drama-Serie ist auf zehn Teile angelegt und soll – wie bei vielen Netflix-Eigenproduktionen – komplett am 28. August veröffentlicht werden. Für gewöhnlich ist auch Deutschland bei neuen Netflix-Serien vom Start an mit dabei. Regie führt der brasilianische Regisseur José Padilha. Escobar wird vom relativ unbekannten, ebenfalls brasilianischen Schauspieler Wagner Moura gemimt.

Für sein Umfeld eine traurige Geschichte

Wer wird das Rennen um die bessere Produktion entscheiden? Netflix macht sich derzeit einen Spaß daraus, Hollywood mit guten Eigenproduktionen ein wenig zu ärgern. Am Spielfilm „Beasts of No Nation“ erwarb die Serienplattform kürzlich für viel Geld die Rechte. Der Film soll zeitgleich am 16. Oktober auf der Online-Plattform zur Verfügung stehen, wie auch in nur einigen ausgewählten Kinos aufgeführt werden.

Die Geschichte des Pablo Escobar, so spannend sie auch ist, ist gleichzeitig eine traurige: Escobar begann seine kriminelle Karriere mit Diebstählen, Geiselnahmen und schon in jungen Jahren den ersten Morden. Durch sein Drogengeschäft stieg er zu einem der reichsten Männer der Welt auf. Er ließ hunderte Polizisten und andersdenkende Politiker ermodern; mindestens 5.000 Menschenleben soll er selbst auf dem Gewissen haben. 1993 wurde er von einer kolumbianisch-US-amerikanischen Eliteeinheit erschossen. Das Land Kolumbien hat sich bis heute nicht von den Folgen seiner Terrorherrschaft erholt.

Jetzt kommentieren!

Schreibe einen Kommentar

*
*
Bitte nimm Kenntnis von unseren Datenschutzhinweisen.