„Groove“: Microsofts Apple Music-Konkurrent besteht seit drei Jahren, soll nun endlich bekannt werden

Ihr werdet in den vergangenen Wochen höchstwahrscheinlich von Apple Music gehört haben, Apples Musikflatrate, mit der ihr für einen monatlichen Pauschalpreis so viel Musik streamen könnt, wie ihr wollt. Was dabei keiner kaum einer weiß: Microsoft bietet einen solchen Dienst bereits seit fast drei Jahren an. Weil „Xbox Music“ aber keinen besonders werbewirksamen Namen trägt und folglich kaum bekannt ist, wird der Service nun umbenannt.

Get into the „Groove“

Aus Xbox Music wird Groove. Ansonsten ändert sich erst einmal nicht so viel. Microsoft hat dem Dienst ein kleines Facelifting verpasst. Musik soll nun noch leichter zu finden sein, klar. Ansonsten legt der Softwareriese vor allem Wert darauf, dass Groove ebenso wie das anstehende neue Betriebssystem Windows 10 auf allen Plattformen laufen kann, PCs und Laptops ebenso wie Smartphones und der Xbox. Das ging zwar bislang auch, allerdings war der bisherige Name Xbox Music dafür schlecht gewählt, suggerierte er doch eine Verfügbarkeit nur auf der Konsole. Aus gleichem Grunde wird auch der Video-on-Demand-Dienst Xbox Video umbenannt in Movies & TV.

Groove präsentiert sich ganz ähnlich wie Apple Music. Für einen Preis von knapp 10 Euro im Monat oder 100 Euro im Jahr kann man aus einem Katalog von mehr als 40 Millionen Titeln so viel so oft hören wie man möchte. Trotzdem gibt es die Möglichkeit, Songs und Alben einzeln zu kaufen oder eigene Sammlungen – auch auf iTunes – in die Microsoft-Cloud zu laden und von dort zu streamen. Bis auf die Kaufoption bietet allerdings auch der bisher bekannteste Streaming-Dienst Spotify eine solche Möglichkeit an.

Trend hin zu einfachen Namen – Google dürfte bald nachziehen

Zwei Gründe dürften Microsoft dazu veranlasst haben, Xbox Music umzubenennen. Zum einen der baldige Start von Windows 10 und damit eine Vereinheitlichung von Plattformen und Diensten. Zum anderen der Startschuss des Konkurrenzdienstes Apple Music vor einer Woche. Man wird dem großen Nebenbuhler nicht alleine das Feld überlassen wollen, von daher klingt der Termin der Umbenennung nach einem Ruf um Aufmerksamkeit: Hallo, wir sind auch noch da und „einfach“ können wir auch!

Ihr dürft gerne dagegen wetten, aber mich sollte es wundern, wenn nicht als nächstes Google mit einer Umbenennung nachzieht. Denn was auch hier kaum einer weiß: Google bietet eine Musikstreaming-Flatrate seit bereits zwei Jahren an. Der Name „Google Play Music All Access ist“ aber – meiner bescheidenen Meinung nach – gar noch schlechter gewählt als Xbox Music. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis daraus Google Music oder etwas vergleichbar Einprägsames wird.

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