Google Play Music: Googles Musikdienst entwickelt sich weiter

Alle Welt redet von iTunes Music und Spotify. Doch auch Google entwickelt den hauseigenen Konkurrenten Play Music kontinuierlich weiter. Was geschah die letzte Zeit?

Kuratierte Playlisten

Menschliche Kuratoren, die Nutzern explizit Empfehlungen geben, sind nicht ohne Grund aktuell sehr beliebt. Denn bei der Menge an täglichen Neuerscheinungen kann man sich so einen guten, persönlichen Überblick verschaffen. Das hat nicht nur Apple bei iTunes Music erkannt, sondern seit einigen Wochen auch Google. Neuerdings erhält man kuratierte Playlisten von DJs, Musikern, Mitarbeitern und Musikkritikern, die diese Sammlungen auch betreuen. Bedauerlich, dass das recht anonym geschieht, man also nicht weiß, wer diese Listen erstellt hat. Etwas mehr Persönlichkeit – vielleicht eine Idee für die Zukunft?

Für verschiedene Anlässe. (Foto: Screenshot)

Für verschiedene Anlässe. (Foto: Screenshot)

In Österreich starteten die kuratierten Playlists kürzlich – teils auch mit etwas klischeebeladenen Bereichen. Die besten „Walzer und Polkas“ und „Best of Austro Pop“ mögen eher Geschmacksache sein, dagegen klingen „Österreichischer Hip Hop“ oder „Austraian Chill Out“ sicherlich ganz spannend. Schade, dass diese uns Deutschen vorenthalten bleiben.

Bei unserem regelmäßigen Reinhören die letzten Wochen wurden wir durchaus positiv überrascht, auch wenn der Wechsel an neuen Inhalten ruhig höher ausfallen könnte.

Bald mit Podcasts

Was bisher fehlte: Podcasts. Google Play Music möchte in Kürze damit beginnen, zuerst ausgewählte Podcasts zu integrieren, später sollen wohl (zum Beispiel private) Podcaster ihre eigenen Inhalte hochladen bzw. anbieten dürfen. Auch hier ist von kuratierten Inhalten die Rede, das heißt wohl im schlimmsten Fall: Nicht alles kommt rein.

Die ersten Podcasts für den US-Markt. (Foto: Google)

Die ersten Podcasts für den US-Markt. (Foto: Google)

In den USA werden die Podcasts zuerst loslegen, darunter bekannte Anbieter wie 5by5, Dan Carlin, HBO oder StarTalk Radio. Wie es in hiesigen Gefilden aussieht – das muss sich erst zeigen. Auf der extra eingerichteten Webseite findet man noch nicht allzu viele Details.

Was wir uns wünschen

Zugegeben: Ich bin aktuell noch ein Spotify-Fan, da ich viel Wert auf eine separate Software lege, die im Hintergrund auf meinem Desktop-Rechner laufen kann. Und da ist die Windows-Anwendung der Schweden noch eine viel bessere Lösung als das Browser-basierte Angebot von Google Play Music. Genau hier wünsche ich mir noch ein separates Programm, das sich gerne in Windows 10 einbettet und mir vielleicht den Umstieg erleichtert. Denn sonst entwickelt sich Google Play Music absolut in die richtige Richtung, ohne dabei so viel Aufsehen zu erregen wie ein iTunes Music, das vermutlich eh hinter den Erwartungen Apples liegt.

Google Play Music noch nicht probiert? Skeptiker können sich an der 30-tägigen Testphase versuchen. Danach werden 9,99 Euro pro Monat fällig, möchte man den „All Access“ mit Offline-Modus und weiteren Vorzügen verwenden. Neu ist übrigens der Familien-Modus: Für 15 Euro könnt ihr auf mehreren Geräten gleichzeitig Musik abspielen. Das gilt für bis zu sechs Familienangehörige.

Übrigens wird man künftig auch die Vorzüge von YouTube Red mit dem Google Play Music-Abo ohne Zusatzkosten erhalten – ein weiterer Mehrwert, der für Googles Streamingservice spricht.

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