Google Cast for Audio überträgt Musik an Lautsprecher wie beim Chromecast – nur ohne Chromecast

Googles Smart-TV-Stick Chromecast ist eins der erfolgreichsten Produkte auf dem Gebiet der Unterhaltungselektronik im Jahr 2014. Mit dem kleinen HDMI-Stick lassen sich Videos und Audios von einem Smartphone, Tablet oder Computer an ein TV-Gerät streamen. Die Möglichkeit soll da aber nicht halt machen: Mit Google Cast for Audio will Google die Übertragungstechnik in diesem Jahr auf Audio-Geräte ausdehnen. Die Software bleibt dabei die gleiche, aber ein Stick wäre zur Übertragung nicht mehr nötig.

Das ist zumindest die Idee hinter dem Konzept, das Google jetzt in einem Eintrag im Chromeblog und einem passenden Video dazu vorgestellt hat. Einfach die Musik, die man gerade auf einem Smartphone oder Tablet hört mit dem bereits für den Chromecast bekannten Cast-Symbol übertragen und Sekundenbruchteile später spielt der unterstützende Lautsprecher das Stück ab:

Einen Chromecast-artigen Empfänger benötigt der jeweilige Lautsprecher dann doch. Die Chromecast-Übertragungstechnik basiert auf WLAN statt auf Bluetooth, was längst nicht jede aktuelle Soundbar oder jeder mobile Lautsprecher beherrscht. Folglich müssen für Google Cast neue Lautsprechersysteme oder zumindest Nachrüstungen her. Im Frühling sollen hier die ersten Geräte von Sony, LG und Denon erscheinen, die Google Cast unterstützen. Auch die Chiphersteller Broadcom, Marvell, MediaTek und Libre Wireless wollen die Technik noch in diesem Jahr implementieren.

Googles Idee dahinter? Einen Standard implementieren, der den Komfort für den Endverbraucher erhöht. Für viele kabellose Varianten muss man bislang noch eine eigene App benutzen. Google Cast könnte dem Nutzer diesen Umweg ersparen. Die zahlreichen Bluetooth-Lautsprecher auf dem Markt übertragen nur Ton, Google Cast kann – je nach Empfangsgerät – Ton und Bild abspielen. Natürlich hätte Google auch selbst etwas davon: Man würde dem Konkurrenten Apple und dessen sehr ähnlichem Standard AirPlay etwas entgegen setzen. Und das eigene Ökosystem um Videos, Spiele und Musik würde wachsen.

Unterstützt wird Google Cast bereits jetzt von Musikflatrates und Internetradios wie Deezer, TuneIn und Rdio.

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