Erste Player für 4K-Blu-rays voraussichtlich doch erst 2014

4K-BDEs wäre fast zu schön gewesen um wahr zu sein: Bislang ist von einem Launch von 4K-Blu-ray-Discs und entsprechenden Abspielgeräten noch in diesem Jahr ausgegangen worden. Die Blu-ray Disc Association, die an dem neuen Standard bereits arbeitet, sollte die entsprechenden Spezifikationen eigentlich bis Ende 2013 bekannt geben. Doch nun mehren sich die Hinweise darauf, dass daraus wohl nichts wird…

Ultra High Definition-Material mit 3.840 x 2.160 Pixeln Auflösung – bei einem abendfüllenden Spielfilm reicht die Kapazität einer herkömmlichen Blu-ray nicht aus, um die enormen Datenmengen von nativem 4K-Material unterzubringen. Für die 4K-Spezifikationen muss also ein neues physisches Speichermedium her! Schon seit längerer Zeit arbeitet daher die BDA an der Verabschiedung eines entsprechenden Standards – der eigentlich bis Jahresende vorliegen sollte. Mit der „Format Extension Study task force“ wurde sogar eine eigene Arbeitsgruppe dafür gegründet. Jetzt aber werden immer mehr Stimmen laut, die von einer Finalisierung der Spezifikationen erst im kommenden Jahr sprechen. Mit einer Markteinführung der 4K-Disc und kompatiblen Playern sei nicht vor Ende 2014 oder gar erst Anfang 2015 zu rechnen, wird auch Thomas Kramer, Vice President of Product Management beim digitalen Unterhaltungsspezialisten Rovi, zitiert.

Aktuell wird davon ausgegangen, dass eine künftige 4K-Blu-ray-Disc in H.265 oder HEVC kodiert werden könnte. Eine Standard-Blu-ray-Disc wird mit dem Codec H.264 erstellt. Bei einer H.265-Kodierung halbiert sich die Datenmenge des Videobildes – bei gleichbleibender Qualität. Auch der Einsatz von mehr Layern auf einer BD könnte bei der Entwicklung des 4K-Disc-Standards eine entscheidende Rolle spielen.

Für die Übergangszeit bieten verschiedene Hardware-Hersteller Blu-ray-Player mit 4K-Upscaling-Technologie an. Die Qualität der so hochgerechneten Bilder reicht aber natürlich nicht an die Auflösung von nativem UHD-Videomaterial heran. Zudem beherrscht keiner der aktuell am Markt verfügbaren Player den Umgang mit H.265 kodiertem Content.

Wie es aktuell aussieht, werden wir also wohl oder übel doch noch länger, voraussichtlich bis mindestens Ende nächsten Jahres, auf den Sehgenuss von nativen 4K-Filmen im Heimkino warten müssen.

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