Ein neuer Anlauf: Die TV-Industrie experimentiert wieder mit 3D-Fernsehen ohne Brille

Ein neuer Anlauf: Die TV-Industrie experimentiert wieder mit 3D-Fernsehen ohne Brille

Auf der CES Anfang Januar lösten sie bereits Begeisterung aus: 8k-Fernseher mit autostereoskopischem 3D-Effekt. Oft wurde das dreidimensionale Fernsehen in letzter Zeit schon wieder totgesagt – aber die Industrie will noch nicht aufgeben und setzt für künftige TV-Geräte ganz auf 3D ohne Brille. Die Ergebnisse bei öffentlich präsentierten 8k-Prototypen zeigen schon deutliche Fortschritte gegenüber früheren Versuchsmodellen mit Autostereoskopie. Aber auch bei 4k-Fernsehern wird es neue Anläufe mit brillenlosen 3D-Displays geben.

Sowohl Sharp als auch Samsung haben erste Prototypen von 8k-TVs mit autostereoskopischem 3D gezeigt. Das SUHD-Gerät von Samsung (Abbildung oben) will der Anbieter auch gleichzeitig als vorläufige Abkehr von der OLED-Technik verstanden wissen. Vielmehr setzt man bei Samsung ganz bewusst auf Panels mit Quantum Dot. Der SUHD-Fernseher, den Samsung auf der CES gezeigt hat, beeindruckte auf seinem riesigen 110 Zoll-Display mit einer atemberaubenden Bildschärfe und konnte auch dank eines bereits zufriedenstellenden 3D-Effekts ohne Einsatz von Shutter- oder Polarisationsbrillen punkten. Zufriedenstellend bedeutet, dass das Bild noch nicht gerade perfekt ist, aber im Vergleich zu früheren autostereoskopischen Modellen sehr deutliche Fortschritte erkennbar sind. Einig ist man sich in der Branche ohnehin, dass ein endgültiger Durchbruch der 3D-Technologie in den Wohnzimmern davon abhängig sein wird, ob man den Kunden künftig ein wirklich gutes dreidimensionales Bild ohne Brille bieten kann. Denn die Brille wird nach wie vor als größter Stolperstein für eine breitere Akzeptanz von 3D zuhause ausgemacht.

Sharp zeigte auf der Messe in Las Vegas ebenfalls einen 8k-TV mit 7.680 x 4.320 Pixeln und bewarb den Fernseher als „8k Glasses-Free 3D“-Gerät. Auch bei diesem Bildwunder, das mit einer Diagonale von 85 Zoll im Vergleich zum Samsung-Gerät schon fast klein wirkte, handelt es sich natürlich lediglich um einen unverkäuflichen Prototypen, der aber gleichermaßen beeindruckend zeigen konnte, wie die (ferne) Zukunft des super-ultrahochauflösenden Fernsehens mit autostereoskopischen 3D-Bildern aussehen könnte.

Aber auch im 4k-Bereich sollen 3D-Bilder ohne Brille in eine neue Runde gehen. Sowohl Toshiba wie auch der südkoreanische Hersteller Skymedia planen UHD-Fernseher mit brillenlosem 3D (Abbildung unten). Anstatt auf aktive oder passive Brillen zu setzen, wolle man die optische Struktur der Panels weiter verbessern um dadurch ein „lebensechtes 3D-Bild ohne Brille“ zu realisieren. Hierbei will sich Skymedia zunächst auf Gerätegrößen zwischen 50 und 65 Zoll konzentrieren – was dann schon eher nach bezahlbaren Geräten klingt. Laut Angaben von Skymedia habe man dank der Kooperation mit Dimenco, einem führenden Hersteller autostereoskopischer 3D-Displaytechnologie, einige bisherige Probleme der brillenlosen 3D-Systeme, wie den eingeschränkten Blickwinkel und die Reduzierung der Auflösung, inzwischen gelöst. Auch die Preise wolle man in niedrigere Regionen ansiedeln als dies bei früheren „Glasses Free“-3D-TVs der Fall war.

GlassesFree_SkymediaDie Zukunft des 3D-Fernsehens ohne Brille, dafür mit in 4k oder gar 8k aufgelösten Bildern, bleibt also auch weiterhin ein Thema.

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