Digitalmarkt soll laut Analysten im Jahr 2018 auf zwei Milliarden Dollar steigen

Digitalmarkt soll laut Analysten im Jahr 2018 auf zwei Milliarden Dollar steigen

Während der Absatz von CDs, DVDs und Blu-rays auch in den kommenden Jahren weiter rückläufig sein wird, erwarten die Marktforscher der IHS Technology einen annähernd ausgleichenden Umsatzboom im non-physischen Digitalmarkt. Bis 2018 sollen weltweit bereits zwei Milliarden US-Dollar mit Electronic Sellthrough umgesetzt werden. Bleiben physische Medien jetzt ganz auf der Strecke?

Die Geschäftsbereiche im Audio- und Videomarkt verschieben sich auch in den nächsten Jahren weiter in Richtung Digitalmarkt – davon sind die Analysten des Marktforschungsinstituts IHS überzeugt. Demnach wird es nur noch in den Bereichen Electronic Sellthrough, Subscription-VoD und transaktionalem Video on Demand Umsatzsteigerungen geben. Für den Markt mit DVDs und Blu-ray-Discs prognostizieren die Marktforscher auch weiterhin rückläufige Abverkäufe. Electronic Sellthrough werde die damit verbundenen Umsatzverluste aber teilweise kompensieren können.

Im Download-Business sieht die IHS Technology weiterhin ein Milliardengeschäft, das nach Ansicht der Analysten zwischen 2013 und 2017 um 75 Prozent zulegen wird. Für den Electronic Sellthrough-Markt werden bis zum Jahr 2018 Umsätze von zwei Milliarden Dollar erwartet (siehe Grafik unten). So müsse sich die Home Entertainment-Industrie zunehmend auf das Wachstumspotential des Digitalmarkts stützen um die Erträge in Zukunft einigermaßen stabil zu halten.

DigitalSellthrough_IHS-Grafik

Anhänger des haptischen Filmesammelns werden die Prognosen der IHS mit gemischten Gefühlen zur Kenntnis nehmen. Doch noch gibt es Hoffnung: Immerhin hat die Industrie in den letzten Jahren mehr und mehr erkannt, dass es einen relativ stabilen Markt für Sammler gibt, wenn diese mit hochwertigen Produkten in gediegenen (und oft limitierten) Sonderverpackungen versorgt werden. Mediabooks, Glasboxen, Digibooks, Steelbooks, Merchandise-Editionen (wie etwa aktuell bei „Der Hobbit – Smaugs Einöde“ – siehe Abbildung unten) und ähnliche Sammlerobjekte werden wohl trotz der kommenden Übermacht der rein digitalen Distribution noch lange einen nicht unerheblichen Teil des Gesamtumsatzes im Home Entertainment-Markt ausmachen. Und auch die Musikindustrie hat mittlerweile erkannt, dass mit digitalen Überarbeitungen älterer Alben in neuen hochwertigen Book-Verpackungen durchaus noch respektable Umsätze über physische Disc-Verkäufe zu erzielen sind – wenn natürlich auch nicht mehr in den Umsatzsphären, die man vor Jahren noch gewohnt war. Denn diese Zeiten sind bei allem Optimismus wohl endgültig vorbei.

Smaug-Erebor-Edition

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