Die Entwicklung der „4K-Blu-ray-Disc“: Das ist der Stand der Dinge

4K-BDUltra High Definition ist die Zukunft. Bereits ab 2014 sollen die TV-Panels mit der vierfachen Full HD-Auflösung im Massenmarkt ankommen. Der heutige Blu-ray-Standard ist für die Menge der für einen abendfüllenden Spielfilm in UHD-Qualität notwendigen Daten jedoch nicht ausgelegt. Deshalb arbeitet die Blu-ray Disc Association (BDA) bereits an der Weiterentwicklung des Systems – und will das Ergebnis noch in diesem Jahr präsentieren.

Mit der speziell gegründeten Arbeitsgruppe „Format Extension Study task force“ arbeitet die Blu-ray Disc Association bereits am Ausbau des Blu-ray-Standards für die Anforderungen im UHD-Zeitalter. Am Ende soll ein physischer Datenträger stehen, der sowohl komplette Spielfilme in nativer Ultra High Definition-Auflösung speichern kann als auch High Frame Rate-Filme, die mit 48 Bildern pro Sekunde produziert werden, wie aktuell etwa Peter Jackson’s „Hobbit“-Trilogie. Aber auch neue Audio-Formate, wie Dolby Atmos, sollen berücksichtigt werden.

Bei der BDA ist man zuversichtich, einen optischen Datenträger zur Speicherung von Content mit 3840 x 2160 Bildpunkten noch in diesem Jahr zur Marktreife bringen zu können. Neben den technischen Forschungen stehen für die Task Force allerdings auch Faktoren wie die erfolgreiche System-Etablierung im Markt oder die Möglichkeiten der Kompatibilität mit heutigen Blu-ray-Playern im Fokus. Die größte Herausforderung ist aber natürlich die Notwendigkeit eines deutlich höheren Speichervolumens im Vergleich zur heutigen Standard-Blu-ray-Disc mit maximal 50 Gigabyte Kapazität. Zusätzliche Disc-Layer oder ein neues, effizienteres A/V-Komprimierungsverfahren sind hierfür die wahrscheinlichsten Lösungsansätze.

Der BDA-Vorsitzende Andy Parsons und seine Arbeitsgruppe halten die Blu-ray-Disc prinzipiell jedoch als Ausgangstechnologie zur Speicherung von UHD-Inhalten für geeignet. Auch dem Prinzip eines physischen Mediums wird nach wie vor Bedeutung beigemessen, da Parsons in den derzeit nutzbaren Internet-Bandbreiten noch ein großes Hindernis für Online-Streaming von 4K-Content sieht.

Unterdessen bleibt das Thema 4K auch abseits eines möglichen physischen Datenträgers für UHD-Inhalte weiterhin weltweit von großem Interesse: So will die japanische Regierung bereits ab 2014, und damit zwei Jahre früher als ursprünglich geplant, mit der Ausstrahlung von 4K-Programmen beginnen. In Europa hat der Satellitenbetreiber Eutelsat bereits einen 4K-Testkanal gestartet (auf 10° Ost über die Frequenz 11304 MHz H). UHD-Vorreiter Sony wird in diesem Jahr bis zu vier neue TV-Serien in nativem 4K produzieren. Und wie wir bereits berichteten, hat der Konzern außerdem schon Anfang des Jahres unter dem Dach von Sony Colorworks eine eigene Abteilung für die Herstellung von 4K-Inhalten gegründet.

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