Das war es schon wieder mit Ampya: Musikstreaming-Dienst geht in Deezer auf

Der Markt um die vermeintliche Zukunft des Musikhörens ist hart umkämpft: Streaming statt Download steigt in der Gunst der Nutzer. Doch es gibt zu viele Mitspieler und die Margen sind aufgrund geringer Einnahmen und hoher Zahlungen an die Musikindustrie gering. Nach nur einem Jahr auf dem Markt verschwindet Ampya deswegen schon wieder und zieht seine Nutzer zu dem französischen Branchenschwergewicht Deezer um. Doch Ampya-Mutter ProSiebenSat.1 geht dabei nicht leer aus.

Wie die Senderkette am Dienstag nämlich meldete, geht man eine strategische Allianz mit Deezer ein und will den Dienst in Deutschland zum Marktführer machen. Wirtschaftlich gesehen bedeutet das: ProSiebenSat.1 hat sich Anzeile an Deezer gesichert und verdient im Falle des Erfolgs mit.

Wie das Branchenmagazin Gründerszene auf Nachfrage erfuhr, zählt Ampya zum einjährigen Geburtstag seines Bestehens rund 400.000 Nutzer. Das ist im Vergleich zu anderen Diensten gar nicht einmal so wenig, dürfte sich aber finanziell kaum gerechnet haben. Das international operierende Deezer mit insgesamt rund 16 Millionen Nutzern hat hier bessere Chancen.

Marktführer bleibt der schwedisch-britische Streamingpionier Spotify, der kürzlich weltweit 40 Millionen Nutzer und davon 10 Millionen zahlende Mitglieder vermeldete. Weitere Mitbewerber sind alleine in Deutschland etwa Napster, Rdio, Juke und Simfy – dessen Mitgründer Gerrit Schumann mittlerweile Vize-Präsident des Europageschäfts bei Deezer ist. Auch Großkonzerne wie Microsoft („Xbox Music“) und Google („Play All Access“) bieten mittlerweile Musikstreaming nach dem Vorbild von Spotify oder Deezer an. Apple hat jüngst mit der Übernahme von Beats Music einen ähnlichen Dienst ins eigene Repertoire aufgenommen. Samsung kündigte hingegen an, seinen eigenen Dienst Music Hub bereits wieder einstellen zu wollen.

Bei Musikstreaming-Diensten zahlen die Kunden in der Regel rund 10 Euro im Monat und können aus einem Katalog von meist gut 20 Millionen Songs die gewünschte Musik so oft hören, wie sie möchten. Sie können Playlists anlegen und sich über Radio-Algorithmen neue Musik empfehlen lassen. Einige der Dienste bieten auch preiswertere Angebote für die Nutzung alleine auf einem PC oder gar ganz kostenlos und dann werbefinanziert an.

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