Aus Twitters Gründergeschichte wird eine TV-Serie

Das Buch „Hatching Twitter“ von „New York Times“-Kolumnist Nick Bilton ist ein Tatsachenbericht – und doch liest er sich wie ein Roman. Denn er hat eigentlich alles, was eine gute Geschichte braucht: drei Freunde, eine clevere Idee, ein milliardenschweres Unternehmen und schließlich den Verrat. Und so hat Bilton die Geschichte auch aufgeschrieben. Sie trägt den Untertitel „A True Story of Money, Power, Friendship, and Betrayal“.

Gut genug, um daraus jetzt eine TV-Serie zu machen. Lionsgate will die turbulente Gründungsgeschichte von Twitter auf die Fernsehschirme bringen. Stoff genug gäbe es dafür auf jeden Fall, schreibt das Studio, und dafür müssen die Produzenten sich noch nicht einmal etwas ausdenken.

Keiner der drei Gründer mehr an Bord

Die Geschichte von Twitter ist tatsächlich turbulent. Das wissen langjährige Nutzer des Kurznachrichtendienstes, auch ohne die genauen Hintergründe zu kennen. Twitter war einst ein offenes Ökosystem mit einer ebenso offenen Führungsriege, die den Traum hatte, die Art zu revolutionieren, wie wir kommunizieren. Und ohne vermessen zu sein hat der Dienst auch vielfach bewiesen, dass es dazu in der Lage ist. Dann aber wollten die Investoren langsam damit Kasse machen. Sie schotteten das System ab und bauten die einstmals so innovative, junge Firma vollständig um. Heute ist keiner der drei Gründer mehr mit an Bord. Schnöde Controller haben die mutigen Techniker aus dem Unternehmen gedrängt.

Die Geschichte eines Social Networks auf die Bildschirme zu bringen, hat auch schon im Falle von Facebooks turbulenter Gründungsgeschichte „The Social Network“ funktioniert, in der Facebook-Chef Mark Zuckerberg nicht gerade als Engelsgestalt porträtiert wird. Trotz großen Zuspruchs von Kritikern fand ich den Film damals aber überraschend langweilig. In eine Twitter-Serie setze ich größere Hoffnungen, denn der Stoff ist wirklich turbulent und könnte spannend umgesetzt werden.

Bilton soll auch am Drehbuch mitwerkeln. Lionsgate ist derzeit mit Filmen wie „The Hunger Games“ und „Twilight“ gerade beim jüngeren Publikum gut im Geschäft. Dazu produzierte das Studio die Erfolgsserie „Orange is the new Black“, die in diesem Jahr auf dem Streaming-Portal Netflix anlief.

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