Aufrollbares OLED-Display und 8k-Monitor: Wie sich LG die TV-Zukunft vorstellt

Ein alter Traum könnte nun doch bald zur Wirklichkeit werden: Der hauchdünne und aufrollbare Fernseher. Dass die megaflexiblen Bildschirme keine Science-fiction mehr sind, hat LG auf der CES mit einem Blick in die Panel-Zukunft eindrucksvoll demonstriert.

LG Electronics treibt eine Technik voran, die einrollbare Displays auch mit größeren Diagonalen marktreif machen soll. Zwar hat der südkoreanische Anbieter auf der CES in Las Vegas „nur“ einen 18-Zoll-OLED gezeigt, der als eine Art biegsame Zeitung fungieren soll und sich bis zu einem Radius von 30 Millimetern zusammenrollen lässt, doch die Entwicklungen auf dem Gebiet zeigen eindeutig die Zukunft von Bildschirmen.

Neben dem aufsehenerregenden aufrollbaren Display-Prototyp mit der Bezeichnung „30R“ setzt LG aber auch auf anderen Gebieten voll und ganz auf die organische Panel-Technologie. Auch ein neuer superdünner 4k-OLED-TV wurde gezeigt, dessen Elektronik in eine externe Box ausgelagert ist um das filigrane Erscheinungsbild des Panels nicht zu stören. Darüber hinaus waren konkav sowie konvex gebogene Bildschirme bei dem Hersteller zu bestaunen, der zudem offiziell bekanntgegeben hat, 1,5 Milliarden Euro in die OLED-Technik für Fernseher, Smartwatches und zum Einsatz in Autos investieren zu wollen.

Den komplett aufrollbaren, großformatigen OLED-Fernseher ist LG zwar einmal mehr schuldig geblieben, aber Gerüchte, wonach der Hersteller bereits 2017 einen serienreifen einrollbaren OLED-TV auf den Markt bringen werde, halten sich auch nach der CES hartnäckig. Dabei ist die Technologie hierfür gar nicht so neu, lediglich für den Einsatz in konkreten Produkten, wie eben Fernsehern, scheint sie noch nicht ausgereift genug.

Noch immer ist die Produktion von OLED-Displays allgemein äußerst komplex und nicht zuletzt teuer. Fest steht jedenfalls: Dem Hersteller, dem es gelingen wird, mit einem ersten serienreifen Produkt im Segment der aufrollbaren OLED-Fernseher mit größeren Bilddiagonalen auf den Markt zu kommen, ist eine Vormachtstellung im Bereich der Panel-Produktion sicher.

Auch die aktuell mit maximal 4k-Auflösung käuflich zu erwerbenden Bildschirme scheinen für LG schon wieder Schnee von gestern zu sein. Ein auf der CES stolz präsentierter Monitor mit 80 Zentimetern Bilddiagonale glänzte nämlich gar mit einer 8k-Auflösung und 7680 x 4320 Pixeln. Bei einem PC-Display könnte das sogar noch irgendwie Sinn machen, für einen 8k-Fernseher dagegen würde es für die 33 Millionen Bildpunkte (auch auf Dauer) schlichtweg an Inhalten fehlen. Aber ein Hingucker war auch der 8k-Screen auf dem LG-Stand allemal.

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