„Alpha House“ und „Betas“: Amazons erste eigenproduzierte Serien gehen an den Start

Amazon schickt in den USA noch in diesem Monat seine ersten beiden eigenproduzierten Serien an den Start. Beide sind das Ergebnis von Big Data und Zuschauermeinungen zu einem Pilot-Screening: Amazon hatte im Frühjahr mehrere Pilotfolgen möglicher Serien online gestellt, „Alpha House“ und „Betas“ schnitten dabei am besten ab.

Alpha House ist eine Polit-Comedy-Serie mit Hollywood-Star John Goodman über vier Senatoren, die sich im US-Wahlkampf eine WG teilen und das WG-Leben wörtlich nehmen. In „Betas„, ebenfalls einer Comedyserie, versuchen junge Entwickler mit einem Startup reich zu werden.

Die beiden Serien sind für Amazon-Prime-Mitglieder in den USA kostenlos. Die ersten drei Folgen einer Staffel zeigt der Online-Händler bereits am ersten Tag der Ausstrahlung – für Alpha House ist das der 15. November, für Betas der 22. November. Danach soll jeweils im Wochenrhythmus eine neue Folge veröffentlicht werden.

Ob auch Zuschauer außerhalb der USA in den Genuss der Serien kommen werden, ist noch unklar. Zumindest die Pilotfolgen allerdings können sich Zuschauer in Deutschland kostenlos anschauen, die bei Amazon USA Kunde sind (was mit einer einfachen Anmeldung getan ist).

Elf neue Pilotfolgen im Frühjahr

Anders als Netflix unterstützt Amazon hierbei den so genannten Trend „Binge Watching“ nur bedingt. Beim Binge Watching kann der Zuschauer sich so viele Folgen auf einmal ansehen, wie er möchte. Bei dem im Übermaß vorhandenen Serienmaterial ist das Schauen einer ganzen Staffel zum Beispiel an einem Wochenende keine Seltenheit mehr. Netflix unterstützte diesen Trend mit der erfolgreichen Eigenproduktion „House of Cards„. Der Videostreaming-Dienst veröffentlichte die komplette 1. Staffel der Serie Anfang Februar auf einen Schlag. Auch immer mehr Fernsehsender gehen zu diesem Trend über. So sendete RTL 2 in der Halloween-Woche alle drei Staffeln von „The Walking Dead“ jeweils an einem Abend. Arte zeigte innerhalb einer Woche alle Episoden der dänischen Politserie „Borgen“ mit jeweils mehreren Folgen pro Abend. Amazon hält sich bei diesem Trend zumindest noch ein wenig zurück.

„Alpha House“ und „Betas“ sind übrigens keine Billigproduktionen. Beide Serien sind mit durchaus bekannten Serien-Schauspielern besetzt und werden von Emmy- oder Oscar-nominierten Regisseuren und Produzenten ins Bild gesetzt. Für das kommende Frühjahr hat Amazon gleich elf weitere Pilotfolgen angekündigt. Das eigene Studio namens Amazon Studios war 2010 mit dem Wunsch an den Start gegangen, unabhängigen Videocontent zu produzieren. In der Zeit sei bislang ein Berg von 19.000 Drehbüchern für Filme und 5.000 für Serien bei den Studios eingegangen.

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